Überfüllte Busse dringend melden

Auf Anregung der Wasserburger Stimme: Landratsamt richtet Beschwerde-Adresse ein

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Im Landkreis Rosenheim sollte es eigentlich im neuen Schuljahr keine überfüllten Schulbusse mehr geben – gerade jetzt in der Corona-Zeit, da harte Hygienevorschriften gelten und klare Sicherheitsabstände vorgegeben sind. Das Landratsamt hatte deshalb mit den Busunternehmen vereinbart, dass die Fahrer in den ersten Schultagen die Auslastung ihrer Busse engmaschig überwachen und Überfüllungen unmittelbar an das Amt melden (wir berichteten). Die Zahl der eingesetzten Busse sollte dann erhöht werden. Doch das passiert offenbar nicht lückenlos.

 

„Wie die Ölsardinen in der Dose. Null Sicherheitsabstand. Morgens sind die Busse komplett überfüllt.” Die Liste der Beschwerden der Leser der Wasserburger Stimme riss nach den ersten Schultagen nicht ab. Jetzt reagiert das Landratsamt mit der Einrichtung einer eigenen Beschwerde-Adresse.

 

Unter 

schuelerbefoerderung@lra-rosenheim.de

kann man ab sofort überfüllte Busse oder sonstige Miss-Stände im Zusammenhang mit der Schülerbeförderung melden.

 

„Wenn es irgendwo Probleme mit einer Linie gibt, für die der Landkreis Rosenheim zuständig ist, wäre dies der direkteste Weg, uns zu informieren, damit wir das mit dem zuständigen Busunternehmen klären und entsprechende Maßnahmen besprechen und einleiten können. Nur, wenn wir genau wissen, um welche Linie es geht, können wir auch reagieren”, so eine Sprecherin des Landratsamtes auf Anfrage der Wasserburger Stimme.

Allerdings: Das Landratsamt ist nur für die weiterführenden Schulen (!) zuständig. „Was die Schülerbeförderung bei Grund- und Mittelschulen betrifft, so sind hier die jeweiligen Städte und Gemeinden verantwortlich.”

Die Sprecherin weiter: „Grundsätzlich ist es so, dass wir mit verschiedenen Busunternehmen zusammenarbeiten. Zum Schulstart wurden alle Busunternehmer informiert, dass ein zusätzlicher Bus eingesetzt werden kann, wenn eine Linie überfüllt ist. Als Maßstab haben wir in Absprache mit den umliegenden Landkreisen festgelegt, dass nicht mehr als 50 Prozent der zugelassenen Stehplatzkapazität beziehungsweise 70 Prozent der Gesamtkapazität ausgenutzt werden soll.” Aktuell seien so sieben verschiedene Linien im Landkreis mit Zusatzbussen verstärkt worden. Auch bei Bussen, bei denen nur die Hälfte der zugelassenen Stehplätze belegte seien, könne allerdings der Eindruck entstehen, dass der Bus „überfüllt“ sei.

„Wir bemühen uns gemeinsam mit den Busunternehmen Engpässe zu beheben und mit zusätzlichen Bussen Spitzen auszugleichen und genug Platz zu schaffen”, so die Sprecherin abschließend.

 

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10 Kommentare zu “Überfüllte Busse dringend melden

  1. … ohne Worte….

    … wenn 50% der zugelassenen Stehplatzkapazitåt ausgenutzt werden soll, dann sind ergo die Sitzplätze voll…..
    Abstand im Klassenzimmer und auf dem Schulhof…. Nach Schukschluss spielt keine Rolle mehr…
    … aber die Jahrgangsstufen sollen voneinander abgeschottet werden?

    Weiterführende Schulen LRA Rest Kommune und im Stadtbus sitzt/steht alles zusammen…
    Logik, bitte beiß mich…
    … oder bist schon weg?

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  2. (…) Als ob dieser Plan in irgendeiner Art und Weise aufgehen könnte. Welches Busunternehmen hält denn einen Bus vorrätig, geschweige denn die Fahrer dafür? „Hey, ab morgen musst Du vielleicht arbeiten, vielleicht auch nicht…“ – Eine Beschwerde-E-Mail-Adresse einrichten ist auch super, die E-Mails muss ja keiner lesen und im Zweifelsfall sind sie einfach im Nirvana des Internets verschwunden. Was ist der nächste Schritt? Eine Hotline die von 12 bis Mittags erreichbar ist? Aber nur in den Monaten ohne „r“ und selbst dann nur wenn Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen… Aber „wir tun alles“…

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  3. Nur eine Idee:
    Die Busunternehmer dürften zur Zeit Kapazitäten haben. Größere Veranstaltungen finden zur Zeit nicht statt. Somit dürften auch Security-Unternehmen Kapazitäten frei haben.
    Fazit: Busse buchen (Schüleranzahl dürfte ungefähr bekannt sein) und mit maximal 50 % der Sitzplätze auslasten, in jeden Bus einen Security-Mitarbeiter dazu. Der kann die Belegung kontrollieren und während der Fahrt auch die Abstandsregeln anmahnen.

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  4. @Stefan Oder noch eine bessere Idee, man fragt bei Gefängnissen nach ob die noch Busse über haben. Dann könnte man jeden Schüler für die Fahrt in seinen eigenen Käfig sperren. Dann wird der Abstand mit Sicherheit eingehalten. *Ironie Off*

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  5. Beschwerde Adresse……oooh Mann……..
    Mir wurde als Kind beigebracht, dass “petzen” keine gute Eigenschaft ist…….
    Nur wer in Angst und Panik lebt, braucht sich über solche “Auswüchse” nicht wundern….
    Ein Tip an ALLE….Bringt doch Eure Kids mit dem Auto zur Schule……ist ja aktuell auch um einiges mehr geworden, wie vor C….zumindest sind das meine Beobachtungen…..

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  6. Die Schulbusse waren auch schon vor dem Coronavirus oftmals überfüllt. Und dass es in Deutschland einen zunehmenden Mangel an Busfahrern gibt, sollte jedem Interessierten längst bekannt sein. Ein gesundes Mittelmaß (z.B. das Kind auch mal selbst zur Schule fahren oder beim Nachbarskind mitfahren lassen, usw.) wäre wie so oft der beste Weg!!

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    1. Mein Kind fährt zusammen mit dem Nachbarskind – und das fährt mit dem Schulbus. Die Forderung, das man die Kinder mit dem dem Auto in die Schule kutschieren soll, hat mit gesundem Mittelmaß nicht wirklich was zu tun. Bei uns hält der Schulbus 150m von der Haustüre entfernt – warum soll ich 10km vollkommen sinnfrei mit dem Auto in der Gegend rumfahren?

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    2. ….soviel zum Klimaschutz.

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  7. Wo bitte haben die Schulkinder nach der Schule Abstand? Kaum vom Schulgelände gibt’s Gruppenkuscheln. Die Schüler müssen vor den Eisdielen auf Abstand hingewiesen werden und meist werden die Gastronomen angepflaumt. In der Freizeit spielen die Kinder zusammen und die Jugendlichen feiern privat zusammen. Dann regen sich aber die Eltern auf, dass in den Bussen die Coronaabstände eingehalten werden müssen. Was nicht alles muss. Privat ist alles egal. Das Ganze hätte doch nur Sinn bei Kontaktsperre. Außerdem haben die Schüler Masken auf. Sie werden kein öffentliches Verkehrsmittel find wo die Abstandsregeln eingehalten werden. Darum gibt es die Maskenpflicht. Außerdem will keiner mehr Busfahrer werden. Studieren ja alle lieber. Da wird sich mancher noch wundern.

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  8. Wer kann mir das erklären :
    Wenn ich mit dem Reisebus wo hin fahre, muss mich der Busfahrer darauf hinweisen, dass ich mich anschnallen muss. In den Schulbussen gehen grade noch die Türen zu, weil so viele Kinder im Gang stehen. Das ist mit und ohne Corona ein Problem.

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