Über die Faszination Kajak-Fahren

Zum 40-Jährigen der Abteilung des TSV Eiselfing - Sparkasse spendet

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Es gibt nicht viele Sportarten, die Gegensätze so sehr verbinden: Stille und Romantik mit Abenteuerlust, Wagnis und Risikobereitschaft – und dem Gefühl der Freiheit. Vor genau 40 Jahren entdeckten neun junge Männer in Eiselfing ihre Leidenschaft dafür: Sie wählten das Kajak-Fahren als ihr Hobby! Und sie gründeten eine eigene Abteilung im örtlichen TSV. Pünktlich zu diesem runden Geburtstag überreichte jetzt die Sparkasse Wasserburg eine Spende in Höhe von 500 Euro. Spezielle Paddel für das Jugendtraining sollen von dem Geld angeschafft werden. Unser Vereins-Porträt …

 

Die sehr aktive Jugend des Kajak-Clubs trainiert einmal pro Woche am Inn in Wasserburg. Auch Wildwasserfahrten in den Bergen werden mit den Kajaks unternommen. Markus Keller, Leiter der Sparkassen-Geschäftsstelle im Rathaus und dessen Stellvertreterin Brigitte Oberdieck überreichten den Spendenscheck an Angela und Johannes Ellmer von der Abteilung Kajak.

Unser Foto zeigt von links Brigitte Oberdieck, Angela Ellmer, Johannes Ellmer und Markus Keller bei der Spendenübergabe.

1978 wurde die Abteilung im TSV Eiselfing gegründet: Der EKC, die Abkürzung für Eiselfinger Kajak-Club, dem heute zahlreiche Mitglieder im Alter zwischen acht und 80 Jahren angehören. Seit vielen Jahren ist Angela Ellmer die Abteilungsleiterin.

Werner Müller hatte vor vier Jahrzehnten den Anfang als Vorstand gemacht. Ihm folgte viele Jahre lang Viktor Stangassinger, von dem Michi Mühlratzer die Abteilungsleitung im Jahr 2000 übernahm.

Der Reiz der persönlichen Entdeckungsreisen in einem relativ kleinen Kreis von begeisterten Sportlern – das zog mehr und mehr besonders aktive Menschen in seinen Bann. Werner Müller, Stefan Larasser, Fred Kogler, Karl Müller, Sepp Bichlmaier, Alois Gillhuber, Hans Ellmer, Josef Lax und Hans Bösch waren die Wagemutigen, die vor allem eines vor Augen hatten: Den Traum vom Wildwasser-Fahren.

Während heute in der Abteilung ganz besonders die Arbeit für Anfänger der Sportart gefördert wird, die Technik, die Geschicklichkeit und nötige Koordination eifrig trainiert wird – so war es vor 35 Jahren im wahrsten Sinne des Wortes der „Sprung ins kalte Wasser“. Schritt für Schritt eigneten sich die Kajaker alle Fertigkeiten an – vom Dialog zwischen Körper und Boot bis hin zum Dialog in Extremsituationen von Paddler zu Paddler.

Das Wildwasser verlangt gegenseitiges, blindes Vertrauen. Man wächst zusammen, lernt einander zu verstehen – so kann man die große Teamfähigkeit beschreiben, die für den Kajaksport Bedingung ist.

Man achtet aufeinander – immer.

Rund um den Globus waren Mitglieder schon auf den schönsten, aber auch gefährlichsten Flüssen der Welt unterwegs – Costa Rica, Chile, Kanada, Griechenland oder Norwegen. Stets ging und geht es um die Freude, die Leidenschaft an diesem besonderen Sport – nicht um Leistung oder Wettkampf.

Die Verbindung des rein persönlichen, sportlichen Ehrgeizes mit der Möglichkeit des stillen, bewussten Naturerlebnisses auf Bächen und Flüssen oder Seen – egal ob in der Ferne oder hier in der Heimat, im nahen Alpenraum – machen die Akzeptanz von Jung und Alt, von erfahrenen Fahrern und Anfängern unter den Paddlern so faszinierend.

Ein Kajak ist heute ein eher kurzes, sehr wendiges, geschlossenes Boot, das früher vier bis fünf Meter lang war und den Eskimos als Jagdboot diente. Der Kanadier ist ein offenes Boot, das die Indianer zum Transport nutzten – kniend mit einem Stechpaddel angetrieben.

Bei der Eskimorolle handelt es sich um ein Rettungsmanöver, mit dem man den Körper im Falle des Kenterns durch grossen Schwung aus den Hüften wieder aus dem Wasser befreit. Nur möglich ist das, da ein Kajak völlig geschlossen ist – bis auf die Sitzluke, die meist noch mit einer Spritzdecke bedeckt ist. Die Fortbewegung erfolgt mit Hilfe eines Doppelpaddels.

Egal, ob man in aller Stille einen Fluss oder See mit dem Kajak erwandern möchte oder ob man sich den Traum vom Wildwasser-Fahren erfüllen will: Ein Natursport der besonderen Art wartet – seit 40 Jahren in Eiselfing!

Renate Drax

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