Über 3300 Besucher in Amerang

Adventsmarkt des Bauernhausmuseums war wieder eine Attraktion

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Ein stimmungsvoller Adventsmarkt braucht keinen Schnee! Trotz sonntäglichem Regen und grauem Himmel kamen über 3.300 Besucher zum traditionellen Adventsmarkt ins Bauernhausmuseum Amerang. Die Höfe waren mit Tannenzweigen, Äpfeln, Nüssen und Springerle wieder feierlich geschmückt. Der Duft nach Glühwein und selbst gemachten Plätzchen, eine reiche Auswahl an regionalen Produkten und heimelige Stubnmusi in den historischen Bauernhäusern sorgten für eine vorweihnachtliche Stimmung und für gute Laune bei den zahlreichen Gästen.

Die meisten davon waren auf der Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk. Sie hatten die Qual der Wahl: von selbstgestrickten Mützen, Schals oder Handschuhen über kostbare Schüsseln aus feinem Zirbenholz und handgenähten Taschen aus Seide bis hin zu hausgemachter Marmelade und Kerzen aus echtem Bienenwachs war vieles geboten.

Und manch ein Verkäufer an den schönen Holzständen auf dem Museumsgelände erkannte schnell, wohin der Trend bei den Weihnachtsgeschenken 2018 geht. „Es sind vor allem die kleinen Sachen, die sehr gefragt sind“, erzählte etwa Mathilde Mooshuber.

Seit Jahren ist sie mit ihren handbedruckten Leinenstoffen beim Adventsmarkt dabei. „Sehr beliebt sind Leinentaschen, in die dann die Geschenke gepackt werden, duftende Lavendelsäckchen oder kleine Deckerl für die Brotkörbe.“ Mathilde Mooshuber nutzt ihre alten Holzmodeln für so ziemlich alles, was aus Leinen ist: Tischdecken, Kissen, Taschen und selbst Kinderkleidung.

In diesem Jahr hatten sich zahlreiche neue Fieranten angemeldet. Deshalb gab es auch in den historischen Bauernhäusern viel zu bestaunen. Kostbare, handgeschnitzte Krippenfiguren etwa, selbst gehäkelte Mäusefamilien für die Kinder, gefilzte Hüte oder Sitzkissen, warme Schals aus Mohairwolle und Seide.

Viele Besucher schauten Elisabeth Kemmer bei der Arbeit über die Schulter. Sie bemalt leidenschaftlich gerne Christbaumkugeln und zaubert so aus zerbrechlichem Glas kleine Kunstwerke. Was ihr wichtig ist: Die Kugeln sind aus Lauscha in Thüringen und qualitativ hochwertig. Billige Importware kommt für sie nicht in Frage. Der Trend bei Christbaumschmuck geht eindeutig zu bunten Motiven. „Die Leute haben es in diesem Jahr gerne sehr farbig, und am liebsten mögen sie Tiermotive oder Malereien mit Waldweihnacht.“ Auch weiß verzuckerte Winterlandschaften auf Christbaumkugeln sind voll im Trend.

Natürlich gab es auch in diesem Jahr wieder frisch gebackene Plätzchen zu kaufen. Sie fanden ebenso reißenden Absatz wie Lebkuchen oder Glühwein. Sich aufwärmen und besinnlichen alpenländischen Melodien lauschen konnte man im Holzmannhof, m Innenhof des Bernöderhofes und unter freiem Himmel auf dem Museumsplatz.

Das Ensemble Bayrisch Creme, D’Ynseitigen, die Weinbeerl-Musi, die Schnaitseer Holzbläser, das Wasserburger Gitarrenensemble, die Ameranger Dorfmusik und die Straßkirchener Sängerinnen mit dem Kirchensurer Frauenchor bekamen viel Applaus. Voll besetzt waren die Stuben bei den Lesungen von Monika und Michael Pabel „Seht da kommen von der Weiten“ und von Wilma Pfeiffer und Muck Stelzle, die die „Rauhnacht“ zum Besten gaben.

Auch die Kinder waren mit Begeisterung beim Adventsmarkt dabei. Sie vergnügten sich bei der Laubsägen-Werkstatt, beim Kasperltheater und in der offenen Weihnachtswerkstatt, wo sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen konnten.

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Ein Gedanke zu „Über 3300 Besucher in Amerang

  1. Wow, 3.300 Besucher!!!! Schade,dass ich nicht dabei war!

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