„Üben keinen Druck auf die Kirche aus”

Söder betonte am Mittag noch einmal, es sei eine Bitte, die Gottesdienste an Ostern nur online zu feiern

Mit Blick auf die Ostergottesdienste versicherte Ministerpräsident Markus Söder am Mittag nach der Kabinettssitzung (wir berichteten), die Staatsregierung werde auf die Kirchen keinen Druck ausüben. An Sonn- und Feiertagen sei ausdrücklich die Möglichkeit von Gottesdiensten mit Gläubigen gegeben. In der Pressemitteilung zur Kabinettsitzung heißt es in Anlehnung den Bund-Länder-Beschluss aus der Nacht: Die Religionsgemeinschaften werden dazu aufgerufen, religiöse Versammlungen nicht in Präsenz, sondern nur virtuell durchzuführen …

Unser Foto:

Das war die Abendsonne am Karfreitag 2020 im Landkreis – als Zeichen der Hoffnung.

Die Politik bittet darum, Gottesdienste an Ostern nur virtuell abzuhalten – das stieß bei den beiden großen Kirchen am heutigen Dienstagmorgen erst einmal auf großes Befremden. Die katholischen Bischöfe kündigten an, nicht auf Präsenzgottesdienste verzichten zu wollen. Ostern sei das wichtigste Fest – Gottesdienste seien kein Beiwerk.

Man werde nun beraten, wie man nächste Woche mit der Bitte umgehen werde …

Foto: Rainer Nitzsche

 

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10 Kommentare zu “„Üben keinen Druck auf die Kirche aus”

  1. Unfassbar. Alles schließen aber die Kirchen haben auf???? Die eigenen Eltern darf man nicht besuchen, obwohl die bereits geimpft sind, aber in der Kirche dürfen hunderte zusammen sitzen. Dieser Söder macht doch nur noch Klientel-Politik. Alles ohne wissenschaftliche Begründung und nur noch nach Gutsherren-Art. Baumärkte und Gärtnereien bleiben offen, damit man die Häuslebauer nicht verärgert. Home-Office Pflicht gibt’s nicht, weil ja sonst die Beamten meckern. In was für einem Land leben wir eigentlich? Ich hoffe nur die Gerichte kassieren diesen ganzen Mist bald wieder ein. Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals mit der FDP symphatisieren werde. Jetze ist es so weit. Aber leider gehört es in Bayern ja zur Tratdition – egal was die Amigos auch machen, die CSU bekommt das Kreuz von ihren Bürgern. Amen.

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  2. Gesundheitsschutz und weltliche Gesetze gelten für ALLE Menschen in diesem Land und müssen somit vor falsch ausgelegter Religionsfreiheit stehen!

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  3. Da schließe ich mich voll an!

    hätten unsere Politiker und Kirchenoberhäupter, sich mal gleich am Anfang darüber Gedanken gemacht, zb. die Kirchen zu Impfzentren zu machen, hätten wir jetzt schon ne Menge Gläubige und Ungläubige, geimpft und auch einiges an Steuergelder gespart!
    Beten!! kann Mann/Frau, auch sehr gut zuhause, aber viele ältere und auch sozial schwache, müssen kilometerweit, zum Impfen fahren und dann stunden warten, bis sie an der reihe sind

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    1. Silke Morgenstern

      Da hätte man ebenso gut Turnhallen oder Moscheen nehmen können…

      Das eigentliche Problem ist doch, dass viele Kirchen ihrer eigentlichen Aufgabe schon geraume Zeit nicht mehr wirklich nachkommen, nämlich den Menschen die frohe Botschaft zu verkündigen. Und dem Gott der Bibel, auf den diese Kirchen sich ursprünglich beriefen, geht es nicht darum, dass an Ostern ein paar Menschen in den Kirchenbänken sitzen und beten, sondern die Nachfolger Jesu sollen beständig bleiben in der Lehre der Apostel, in der Gemeinschaft, im Brotbrechen und in den Gebeten (Apostelgeschichte 2,42). Und zwei Dinge davon kann man nicht alleine zu Hause machen.

      Aber nachdem es ja jetzt an Ostern nochmal ruhig zu werden scheint, kann sich ja jeder zu Hause Gedanken machen und vielleicht auch mal wieder das Neue Testament aus dem Regal nehmen und darin nachlesen (Matthäusevangelium Kapitel 26 bis 28), was damals am ersten Ostern geschah 🙂

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  4. @ Hans Fuchs : Ihren Kommentar verstehe ich nicht. Auch wenn in Kirchen geimpft werden würde, würde immer noch zu wenig Impfstoff da sein. Das ist doch das Problem.
    Würden Sie in jede Kirche einen Arzt stellen? Oder soll der Pfarrer impfen?

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    1. Vermutlich meint Hr. Fuchs, dass man die langen Wege und Wartezeiten nicht hätte.
      Was wäre da so Schlimmes dran?

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    2. also Achso,
      es ist nicht zwingend erforderlich, das Ärzte impfen! Gehen Sie mal in eine Arztpraxis, da Impft und Spritzt zu 99% , die MTA, die Patienten!
      Und das nicht Impfstoff vorhanden ist, sehen Sie ja am Anlauf der Impfzentren! Ich selber habe im Bekanntenkreis, mehrere Personen, die im Februar geimpft wurden, obwohl Sie keinerlei Vorerkrankung, oder Berufsbedingt, auf der Liste standen! Die haben sich genauso wie ich selbst, beim Bayrischen Impfzentrum angemeldet, nur habe ich ein erhöhtes Risiko und warte seit Januar auf einen Termin!
      Alsoo, liegt das eher am System unserer Staatsführung und an Vetternwirtschaft

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  5. @Luisa: Habe nicht geschrieben, dass was Schlimmes dran wäre. Aber die Fragen bleiben : Wer soll impfen? Wo kommt der Impfstoff her? Der fehlende Impfstoff ist doch nach wie vor das Hauptproblem und nicht die Räumlichkeiten. Wenn genug Impfstoff da wäre, dann könnten ja längst die Hausärzte in den Praxen impfen. Da wären die Wege auch nicht so weit. Und die Umsetzung wäre praktikabler als in einer Kirche.

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  6. @ Hans Fuchs : Auch wenn eine MTA oder wer auch immer die Impfung praktisch ausführt, so ist doch in einer Arztpraxis ein Arzt vor Ort. Der kann bei einem Zwischenfall oder einer allergischen Reaktion sofort eingreifen.

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  7. Wenn den Kommentatoren am GG (Art. 4,2) nichts liegt; meinetwegen.

    Es geht H. Söder hier aber wohl nicht nur um die ( wohl hier in Ungnade gefallenen ) christlichen Glaubensgemeinschaften. In Kürze findet ja auch ein “wichtiger Event” einer andern Glaubensgemeinschaft statt, die sich vielleicht von der Politik nicht ganz so leicht unter Druck setzen lässt, wie die (…) christlichen.

    Übrigens ließe sich die Bedeutung der “religiösen Services” am Infektionsgeschehen aufgrund der Hygienekonzepte fundiert ermitteln.

    Und die Möglichkeiten von Herrn Fuchs in diesem Kontext einen objektiven Kommentar abzuliefern, scheinen wohl begrenzt zu sein.
    Es liegt, wie er mittlerweile ja selbst eingeräumt hat, nicht an den mangelnden Räumlichkeiten.
    Wenn er die Vorteile einer Impfung beim Hausarzt, der am Besten über seinen gesundheitlichen Zustand weiss, nun auch negiert, ganz gleich, wer dann auch die Spritze setzt, dann ist das ja auch sein gutes Recht.

    In manchen Ländern wird ja auch an der Supermarkt-Kasse geimpft.
    Vielleicht gibt’s das bei uns ja dann auch noch.

    Vielleicht wird er aber bei den verfügbaren Impfstoffen dann doch noch “katholisch” und will sich die Spritze lieber in einem Gotteshaus setzen lassen 😉
    (…)

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