Tränen gelacht

Tosender Applaus in Wasserburg für Michi Altinger und seine drei Kabarett-Freunde

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Standing Ovations, tosender Beifall: Das Publikum im voll besetzten Festsaal des Inn-Salzach-Klinikums Gabersee lachte Tränen beim Kabarett-Abend von Michael Altinger und seinen drei großartigen Gästen: Es waren diesmal der Shooting-­Star der Schweizer Kabarettszene, Michael Elsener, Winfried Klima aus dem Chiemgau und nicht zuletzt der weltmeisterliche Magier und Experte für Körpersprache, Gaston alias Jacqueline (Bildmitte) …

Fotos: Renate Drax

der oder besser die (wie unser Foto oben beweist) gerne das Publikum direkt mit einbezog in den Zauber des Wasserburger Abends.

Durch den Abend führte der beliebte Michi Altinger (unser Foto), der es nicht nur bestens versteht, die Situationskomik auszunutzen zwischen den Auftritten seiner Gäste: Schnell gesetzte Pointen sind seine Spezialität. Das Philosophische in seinem Kabarett – das steht ihm ohnehin gut. Es werde Zeit, dass er so alt werde, wie er sich bereits fühle, sagt der Bachmehringer, um sich im gleichen Atemzug aufzuregen: Über die so wachsende Respektlosigkeit junger Leute, über ein so unendlich großes Selbstbewusstsein der Jugend, die alles bereits könne, habe und wisse. Zum Ausflippen sei das in seinen Augen. Und dann die ewige Duscherei, wie oft bitte habe man sich früher geduscht – aber jetzt, die Jugend heute dusche stundenlang.

Aber ganz, ganz besonders rege ihn auf, dass die Kinder ganz grundsätzlich so unendlich konservativ geworden seien. Er warte auf den Tag, dass Kinder ins Schlafzimmer der Eltern stürmen mit den Worten: Wer am Samstag auf d’Nacht saufa ko, der ko aa am Sonntag in da Friah in d’Kirch geh!

Im Mittelpunkt des Abends stehen immer dem Altinger Michi seine Gäste im Festsaal des Klinikums! Sie passen stets bestens, sie begeistern das Publikum, sie lassen einen lachen und regen gleichzeitig zum Nachdenken an – jeder auf seine Art. Und diese Art war diesmal äußerst bunt gemischt.

Darüber freute sich auch einmal mehr Dr. Theodor Danzl, Geschäftsführer des kbo-Inn-Salzach-Klinikums (unser Foto), der die Besucher gerne zu diesem so gelungenen Kabarett-Abend begrüßt hatte.

MICHAEL ELSENER
Er ist der Shooting-­Star der Schweizer Kabarettszene. In seinem neuen Programm „Mediengeil“ betreibt der mit zahlreichen Kabarettpreisen dekorierte junge Entertainer humorvoll und bissig gesellschaftskritische und politische Aufklärung. In seinem Programm in Wasserburg parodierte er unser Medienverhalten. Und zeigte, was in seinen Augen Medienkonzerne eigentlich mit uns machen. Frech und unkonventionell in der Präsentation erntete der junge Schweizer (Foto unten) viel Applaus.

Er imitierte gekonnt Elemente aus der „Sendung mit der Maus“, um Schweizer Eigenheiten bitterböse aufs Korn zu nehmen: Allen voran die in Zürich ansässige FIFA. Treffend – nicht nur das Zwerchfell der Besucher im Saal!

Besonders sympathisch machte den Schweizer, dass er selbst plötzlich so ins Lachen geriet bei seinem Auftritt, so dass das Wasserburger Publikum auch aus dem Lachen nicht mehr herauskam …

WINFRIED KLIMA
Er ist Träger des Tollwood-Förderpreises und belegte den zweiten Platz beim Erdinger Kabarettwettbewerb St. Prosper. In seinem Programm „Voll verappled“ beschäftigte er sich auch in Wasserburg mit dem „Homo Digitalis“, diesem großkotzigen Schlauberger. Der sei zwar nicht so intelligent wie sein Smartphone, habe aber Apps für alle Lebenslagen.

Vom Schrittzähler bis zur intelligenten Zahnbürste: Was nerve und immer nerviger werde. Ganz nach dem Motto, auf dem Klo habe man noch nicht herunter gespült, da würden spezielle Sensoren in der Schüssel gleich veranlassen, dass auf dem Klopapier bereits der ultimative Ernährungsplan aufgedruckt erscheine.

Winfried Klima (unser Foto) macht für sich das Beste daraus und schrieb die Schöpfungsgeschichte neu – in digitaler Lebensweise und Sprache, versteht sich. Ein genialer Hit im Zuschauerraum des Festsaals!

 

GASTON
Nicht zuletzt er – Gaston. Oder besser sie – Jacqueline! Vielfach ausgezeichnet und weltweit unterwegs verbindet Gaston als so verwandlungsfähiger Vortragender und Bühnenkünstler geistreiche Unterhaltung mit ansteckender Spielfreude. Als Magier mit einzigartiger, komödiantischer Begabung gewann er unter anderem die Titel „Deutscher Meister“ und „Weltmeister der Zauberkunst“ sowie den von Siegfried & Roy in Las Vegas verliehenen Sarmoti Award.

In Wasserburg war man hin- und hergerissen zwischen seiner phänomenalen Zauberkunst und seinem so ausdrucksstarken Schauspiel – schnell spürte das Publikum, dass genau dieses Zusammenwirken seine Liebe und seine Leidenschaft sind.

Großartig seine Verwandlung zur Jacqueline (Foto ganz unten), großartig seine Wortspiele zu einem „Hauch von Nix“, wie nebenbei seine magische Kunst dazu präsentierend. Charmant wurde das Publikum mit einbezogen.

Als er die Bühne betrat in der Rolle des therapiebedürftigen, zaubersüchtigen Gunther (Foto) – da musste man sich nicht wundern, dass Gaston damit bei den Weltmeisterschaften der Zauberkunst in Stockholm den ersten Platz gewonnen hat.

Zeit, so hatte Gaston gefragt, was ist das eigentlich, die Zeit? Was hab ich angefangen mit meiner Zeit? Wo ist sie? Eins stand aber auf jeden Fall fest: Die Zeit, sie ist mit den wunderbaren Kabarett-Darbietungen im Wasserburger Festsaal viel zu schnell vergangen. Applaus für einen ganz großen Abend!

 

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