Tränen der Freude bei Familie

Wasserburg hilft: Endlich, nach über zwei Jahren der Trennung, angekommen!

image_pdfimage_print

Aufatmen beim Patenprojekt Asyl in Wasserburg und seinen Helfern – und Tränen der Freude bei dieser Familie: Endlich, nach über zwei Jahren der Trennung, konnte man sich überglücklich in die Arme schließen! Nachdem die Taliban die Familie mit ihren acht Kindern in Afghanistan überfallen hatte, wobei die acht Monate alte Tochter getötet wurde und die Mama schwer verletzt, sollte auch noch der älteste Sohn von den Taliban entführt werden.

Daraufhin ergriff die Familie die Flucht und wurde aber an der Grenze zur Türkei gewaltsam getrennt. Der Papa und der siebenjährige Mobarez, der auf unserem Foto bei der Ankunft am Dienstag seine Brüder ganz fest an der Hand hält, erreichten alleine im Dezember 2015 Deutschland.

Wasserburg wurde den Beiden zur neuen Heimat. Doch die Geschwister, die Mama – sie fehlten so! Das Patenprojekt Asyl nahm sich ihrer an …

Die Mutter war ab 2015 mit den vielen Kindern auf sich alleine gestellt. Für einige Wochen verblieb sie in der Türkei, um dann doch noch nach Griechenland zu gelangen. Mittlerweile waren die Grenzen abgeriegelt und die Mutter blieb mit den Kindern im Lager Igomeni an der Grenze zu Mazedonien hängen.

Da wurde das Team vom Wasserburger Helferkreis auf das Schicksal der Familie aufmerksam. Man erhielt die Information, dass eine offizielle Ausreise von Griechenland nach Deutschland, basierend auf dem Dublin-II-Abkommen, möglich sei.

Man verschaffte der Mutter von Wasserburg aus einen Kontakt zur Organsiation ‚Ecumercial Refugee Programm‘ in Athen. Diese Organisation kümmerte sich um die so immens aufwendigen Formalitäten. Und doch: Zwei lange Jahre lang dauerte es, bis die Mutter und ihre Kinder nach München ausgeflogen werden konnten. Denn das Geld für die Tickets – etwa 1500 Euro – musste die Familie selbst aufbringen.

Der Helferkreis Wasserburg konnte einen Teil der Kosten schon dankenswerterweise von Spenden organisieren – nein, es handelt sich hier um keinen Familien-Nachzug, es passierte aus rein humanitären Gründen.

Der große Traum der Familie ist ein gemeinsames Leben in Wasserburg – in Frieden für alle! Nun kommt es auf die Behörden an, auf deren Zuweisung – das Landratsamt Rosenheim wurde bereits informiert.

Geht doch Mobarez schon seit so langer Zeit in Wasserburg in die Schule und ist integriert. Momentan wohnt die Mama mit den anderen vier Brüdern und den Mädls, einem Zwillings-Pärchen, in einer Münchner Erstaufnahme-Einrichtung. Bescheiden auf engstem Raum – aber endlich hatten sie den Papa und ihren Bruder Mobarez kurz in die Arme schließen können!

Es gibt ein Spendenkonto:


Evangelisch-Lutherischen Pfarramts Wasserburg
DE17 7115 2680 0000 002535
Verwendungszweck: Familie S.