Fischsterben: Alles noch viel schlimmer

Gestern Nachmittag in Rottmühl bei Schechen entdeckt - UPDATE: Bis zu 500 tote Fische

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Das Fischsterben in einem Gewässer nahe des Weilers Rottmühl bei Schechen (wir berichteten) ist noch viel schlimmer, als zunächst befürchtet: Zwischenzeitlich konnte mit mehreren Verantwortlichen und Berechtigten des Gewässers Rücksprache gehalten werden. Leider muss von einer wesentlich höheren Anzahl verendeter Tiere ausgegangen werden, als die zunächst rund 20 angenommenen toten Fische. Der Fischereiberechtigte schätzt die Anzahl der toten Tiere auf mehrere Zentner.

Gestern war umgehend die Feuerwehr Schechen alarmiert worden, um frisches Wasser und durch das Aufwirbeln wieder Sauerstoff in den kleinen Bachlauf bringen zu können. Durch eine Umwälzpumpe brachte die Feuerwehr Frischwasser in den Bachlauf, um noch lebende Fischen retten zu können. Die Tiere waren aber schon zu sehr geschwächt und sie verendeten.

Die Polizei stellte einige Fische sicher und entnahm Wasserproben, um ein Fremdverschulden ausschließen oder nachweisen zu können.

Unklar sei noch, ob auch der Lauf des Flüsschens Rott betroffen ist, der bei Griesstätt in den Inn mündet.

Das Wasserwirtschaftsamt sowie die Polizei haben die Ermittlungen aufgenommen.

 

 

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5 Kommentare zu “Fischsterben: Alles noch viel schlimmer

  1. Mysteriös? Naja… Odel gelangt in den Bach, die Fische verenden aufgrund Sauerstoffmangel, den Odel schwemmts weiter.

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  2. Ein Auszug aus einer Tageszeitung, als tausende Fische “mysteriös” starben wie jetzt in den Bächen:
    “Die Pächter gehen davon aus, dass ein Landwirt kurz vor dem Unwetter Gülle auf eine an die Teiche angrenzende Wiese ausgebracht hat. Gerät diese ins Wasser, bekommen die Fische Atemnot und sterben bereits nach wenigen Minuten.
    Wie das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim mitteilte, komme es immer wieder einmal vor, dass Fische in heimischen Gewässern wegen Gülleeintrags verenden würden.”

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  3. Traurig das Ganze. Man sollte meinen, dass auch ohne feste Regelung (Abstand zu Gewässern) es möglich sein sollte, einen gewissen Sicherheitsabstand zu Bächen einzuhalten.

    Hier geht es meist bergab, der Boden ist komplett ausgetrocknet. Nun wird Gülle aufgefahren (teilweise in erheblicher Menge), was dann passiert, ist offensichtlich. Der Gewitterregen spült die Gülle von der Oberfläche in die Bäche. Da braucht es keine Gewässerprobe, um das zu verstehen.
    Und wenn diese wie in Eiselfing über 4 Wochen dauert, bis ein Ergebnis kommt…. Wahnsinn. Die sollten mit Beschwerden überhäuft werden.

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  4. Kann doch nicht so schwer sein, rauszufinden, welcher Bauer das war. Kann doch auch nicht so schwer sein, so einen “landwirtschaftlichen” Betrieb dann einfach mal für ein paar Monate zu schließen oder den Bauern einfach ihre eh viel zu üppigen Subventionen zu streichen …. Oder stecken da etwa Großbetriebe dahinter?

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  5. @Sascha:
    So einen Betrieb einfach mal für ein paar Monate schließen!

    Das ist mal der Kommentar des Monats.
    Noch weniger überlegen, bevor man schreibt, geht doch gar nicht.

    Dann schicken wir die Kühe einfach mal in Urlaub .
    Einfach a super Idee

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