Thomas Vogl wird neuer EHC-Trainer

Eishockey: 41-Jähriger kommt vom Bayernligisten TSV Erding Gladiators

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Nach dem knappen Aus im Playoff-Halbfinale, aber mit dem Klassenerhalt in der Oberliga Süd (wir berichteten jeweils) können die Eishockey-Cracks vom EHC Waldkraiburg gleich die nächsten Nachrichten verkünden: Mit Thomas Vogl wurde für die kommende Spielzeit ein neuer Chefcoach verpflichtet, der die Nachfolge vom scheidenden Rainer Zerwesz antreten wird. Vogl, der als Spieler unter anderem in der DEL und der 2. Bundesliga aktiv war, kommt vom Bayernligisten TSV Erding Gladiators …

Keine Woche ohne Schlagzeilen von den Löwen: Trotz des Aus im Playoff-Halbfinale gegen Memmingen und dem Verpassen der dritten Playoff-Endspiel-Serie in Folge gibt es positive Nachrichten, denn ein Nachfolger für Rainer Zerwesz, der dem Verein nach dem überraschenden Weggang von Tomas Martinec geholfen hatte und bis Saisonende das Team betreute, ist verpflichtet. Von den Erding Gladiators kommt der 41-Jährige Thomas Vogl in die Industriestadt, um das Kommando an der Bande der Löwen zu übernehmen.

Als Spieler war der frühere Verteidiger lange in der DEL, der 2.Bundesliga und der Oberliga aktiv, ging dabei unter anderem für Landshut, Hannover, Straubing, Ulm, Deggendorf, Rosenheim, München, Heilbronn, Landsberg, Weißwasser und Passau aufs Eis.

In der Bayern- und Landesliga war er in den vergangenen Jahren in Dorfen, Dingolfing und Vilshofen als Spielertrainer der Mann, der das Kommando hatte.

Seit seinem Engagement in Erding vor zwei Jahren, wo er den Trainerjob von Petr Vorisek übernahm, ist er nur noch hinter der Bande zu finden und hat die aktive Karriere auf dem Eis beendet.

Hier arbeitete er zuletzt in der Bayernliga überaus erfolgreich, wurde im Vorjahr Bayerischer Vizemeister hinter Memmingen und zum Trainer des Jahres gewählt.

Jetzt geht es in die Oberliga beim EHC Waldkraiburg und der Familienvater freut sich bereits: „Ich war als Spieler schon DER Oberliga-Spieler schlechthin. Das ist MEINE Liga und es gab damals wenige Spieler mit mehr Spielen auf dem Buckel. Zuletzt hatte ich die Anfrage aus Waldkraiburg noch abgelehnt, weil ich noch ein Jahr als Trainer reifen wollte. Dieses Jahr konnte ich erstmals komplett als reiner Trainer arbeiten, jetzt möchte ich den nächsten Schritt machen und gehe sehr selbstbewusst an die Aufgabe“ erklärte Vogl.

Für die kommende Saison hat Vogl klare Vorstellungen, auch was den Kader angeht: „Man will in der Oberliga ja jetzt dann auch mal was reißen und nicht Letzter oder Vorletzter werden. Man hat etwas vor in Waldkraiburg, aber da müssen wir mehrere Hebel in Bewegung setzen“ sagte Vogl, der es als Vorteil sieht, den Großteil der Mannschaft zu kennen.

Er werde sich aber „in jedem Fall mit Rainer Zerwesz kurz schließen, weil er noch besser weiß, wie bei jedem einzelnen die Saison verlief. Aber es muss etwas passieren und wir werden uns punktuell und gezielt verstärken.“

Zur Spielweise lässt Vogl aufhorchen und die Fans wird es freuen, so etwas zu lesen: „Ich möchte offensives Power-Eishockey spielen. Für mich fängt die Defensive vorne beim Forechecking an. Mit schnellen Spielern und nicht hinten drin stehen. Das habe ich auch aktuell in den Playoffs mit Erding nicht gegen Höchstadt gemacht. Das geht gegen die Topteams in der Oberliga natürlich nicht, aber – mal etwas hoch gegriffen: Auch Deutschland hat es bei den Olympischen Spielen gegen Kanada geschafft, und das habe ich auch vor.“

Der EHC Waldkraiburg heißt seinen neuen Oberliga-Cheftrainer recht herzlich willkommen und wünscht Thomas Vogl bei den Löwen viel Erfolg und alles Gute!

mg

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