Thema „Verpackung“ im Visier

Grüne besuchen Bioladen „Grünkunft“ am Marienplatz in Wasserburg

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Gisela Sengl, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und agrarpolitische Sprecherin der Grünen im bayerischen Landtag, besuchte mit der Ortsvorsitzenden der Wasserburger Grünen, Steffi König (links), den neu eröffneten Bioladen „Grünkunft“ am Marienplatz. Sengl, die in Sondermoning selbst einen Hofladen auf ihrem Bioland-Hof betreibt, zeigte sich begeistert vom einzigartigen Konzept.

Immer mehr Menschen legen Wert auf Umweltschutz, Abfallvermeidung und gesunde Ernährung. Viele möchten dabei auf Plastikverpackungen verzichten, denn Schadstoffe im Kunststoff bergen erhebliche Risiken für Natur und Gesundheit: Sie gehen neben dem Gefahrenpotential für unsere Umwelt oft in Lebensmittel und Kosmetika über und können unseren Körper erheblich belasten.

Mit ihrem nachhaltigen Konzept geht das Unternehmerpaar Edna Kleber-Belizário und Christoph Kleber einen völlig neuen Weg: Kompostierbare, bio-vegane Folienverpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen, ergänzt durch Mehrweg-Glasbehälter und -Flaschen, gewährleisten eine saubere und umweltfreundliche Lösung. „Solche Ideen zeigen, wie viel möglich ist, wenn man nur will“, lobte Landtagsabgeordnete Sengl.  „Es ist einfach höchste Zeit, die Plastikflut einzudämmen. Dazu muss die Politik endlich tätig werden, aber jeder kann auch im privaten Handeln dazu beitragen.“

Das Sortiment umfasst neben fair gehandelten Bio-Lebensmitteln und Drogerieartikeln auch ökologische Wasch- und Reinigungsmittel, Naturkosmetik und Haushaltswaren.

„Unsere Kunden müssen keine Behältnisse mitbringen, nichts abfüllen oder wiegen. Alles ist wie gewohnt abgepackt – trotzdem entsteht kein gefährlicher Plastik- oder Restmüll“, so Christoph Kleber. „Wir wollen das Thema Verpackung in die Mitte der Gesellschaft bringen.“

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4 Gedanken zu „Thema „Verpackung“ im Visier

  1. Leider nicht ganz das was ich mir wünsche!
    Der neue Laden ist ja ganz schön, ich hätte mir aber ein Geschäft gewünscht indem ich meine Behälter nachfüllen lassen kann und somit gar keine Verpackung nötig wäre. Die Verpackung hier ist zwar plastikfrei, vergeudet aber meiner Meinung nach Rohstoffe, die anderweitig besser verwertet werden könnten.

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  2. Ich verstehe dieses Anliegen mit dem Wiederbefüllen. Leider lassen diesem Vorgehen oftmals die Hygiene-Vorgaben oftmals keinen Raum.
    Ich habe es mittlerweile aufgegeben, da selbst beim Metzger meines Vertrauens (auf einem Dorf) das Behältnis nicht die Thekenseite zum befüllen wechseln darf…
    Darum kann ich mir vorstellen dass es auch hier Reibungspunkte gibt.

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  3. Wenn das Mitbringen eigener Behälter nicht möglich ist (was sowieso leider nur von Wenigen toleriert werden würde) ist dies ein Schritt in die richtige Richtung.

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  4. Ich finde den Ansatz, Plastik zu reduzieren gut – aber das Konzept dieses Ladens trotzdem alles „umweltverträglich“ zu verpacken nicht überzeugend. Wozu? Die Energiebilanz ist trotzdem enorm und nicht notwendig… Es gibt Möglichkeiten, viele Dinge offen zu verkaufen und in selbst mitgebrachten Behälten, Taschen, Tüten unterzubringen. Es werden hier ja keine Wurstwaren oder Fleisch verkauft, wo die Hygienvorschriften dies z.T. nicht erlauben. Es ist natürlich mit viel mehr Aufwand verbunden, Dinge offen zu verkaufen, abzuwiegen, einzufüllen und wahrscheinlich nicht so schick…
    Schade, guter Ansatz mit fragwürdigem Konzept, das vermutlich kaum eine Überlebenschance hat in einer Kleinstadt wie Wasserburg – Biosachen gibt’s auch woanders – was ist dann der USP? Die kompostierbare Verpackung?!?

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