Theatertage: Die Preise sind verliehen

Auszeichnung für Michaela Weingartner, Franz-Xaver Zeller und fürs „Spiel.Werk“ Ansbach

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Michaela Weingartner und Franz-Xaver Zeller sind am Wochenende im Theater Wasserburg mit dem Darstellerpreis der 14. Wasserburger Theatertage ausgezeichnet worden. Das Preisgeld wird vom Landkreis Rosenheim zur Verfügung gestellt und ist mit insgesamt 1500 Euro dotiert. Der Kulturreferent des Landkreises, Christoph Maier-Gehring (links), gab in seiner Laudatio die Begründung der Jury zusammenfassend wieder: „Wir haben uns entschieden, den Preis, der eigentlich für den besten Darsteller oder die beste Darstellerin gedacht ist, beiden zusammen zu geben, weil sie so wunderbar miteinander spielen.“

Er zitierte auch aus der Urkunde, die dem Geldbetrag beigefügt und von Stellvertretendem Landrat Josef Huber unterzeichnet ist. Die beiden Schauspieler erhalten demnach den gemeinsamen Darstellerpreis 2018 für ihre „herausragende Leistung“ in dem Stück „Wasserstoffbrennen“ von Leon Engler, einer Produktion des Zentraltheaters München in der Regie von René Oltmanns. Sich den Preis „brüderlich, schwesterlich“ zu teilen, sei nun ihnen überlassen.

Maier-Gehring zufolge dürfe nebenbei nicht außer Acht gelassen werden, das dahinter auch „Arbeit, Gedanken und Liebe“ seitens der Regie stünden. Die beiden Geehrten dankten ihrerseits auch Simon Riggers, dem Leiter des Zentraltheaters, und beschrieben, dass sie sehr glücklich seien, den Preis gemeinsam bekommen zu haben, da sie sich selbst auch nicht vorstellen hätten können, wie es für den jeweils anderen gewesen wäre, wenn nur einer die Auszeichnung erhalten hätte. Vermutlich „total uncool“, befand Franz-Xaver Zeller.

„Wahnsinnig gefreut“ hat sich an diesem Abend auch Daniela Aue vom „Spiel.Werk“ Ansbach. Sie war auf den 14. Wasserburger Theatertagen mit ihrer Inszenierung „Der Fluss. Eine musikalische Performance“ zu Gast gewesen. Sie erhielt den Inszenierungspreis. Die Laudatio hielt Wolfgang Hauck vom Vorstand des Verbandes der Freien Darstellenden Künste Bayern, der hierfür das Preisgeld in Höhe von 4000 Euro zur Verfügung stellt.

Die Jury habe sich für dieses Stück entschieden, da hier eine Geschichte in einem Boot erzählt werde, die, anstatt nur „einzelne Effekte“ zu bieten, zu einer „spartenübergreifenden, grandiosen Reise“ werde. Daniela Aue bestätigte, das genau das die Absicht war in diesem Experiment: Sprache, Musik, Gesang, Akrobatik und Tanz sollten im Zusammenklang eine Geschichte erzählen – von Genre zu Genre in einem fließenden Übergang und mit gleichberechtigter Wertigkeit. „Ein wunderbar komponierter, poetischer Abend“ sei dabei herausgekommen, befand die Jury.

Hauck freute sich, diese Auszeichnung übergeben zu können, es sei die einzige, die im Bereich der professionellen Privattheater in Bayern zu vergeben sei. Möglich sei dies nur dank Uwe Bertram, der sowohl der Initiator als auch der Veranstalter dieser Theatertage sei und auch die Preisverleihung ins Leben gerufen habe. Da blicke er aus Landsberg am Lech durchaus mit Neid auf Wasserburg am Inn: Hier könne das Publikum jährlich in komprimierter Form die aktuellen Arbeiten der bayernweit verteilten professionellen Privattheater sehen. Das sei einmalig.

An diesem Abend konnte das Publikum vor der Preisverleihung noch einmal „Wasserstoffbrennen“ sehen und sich eine eigene Meinung von den Preisträgern der Kategorie „Darsteller“ machen. Ein applausreicher Abend mit glücklichen Siegern und rundum einverstandenem Publikum.

 

Daniela Aue wurde von Wolfgang Hauck geehrt. Aus ihrem Team mit dabei: Walter Kiesbauer (links) und Ansgar Schäfer (rechts).

Fotos: Theater Wasserburg

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