Tag der Wasserrettung heuer am Chiemsee

Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zu Gast am Bayerischen Meer

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Der „Tag der Wasserrettung 2019“ der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) fand heuer in Prien und auf dem Chiemsee statt. Geboten wurde dabei eine Fahrzeug- und Geräteschau an Land sowie Rettungsvorführungen auf dem Wasser. Es ging letztlich um mehr Sicherheit auf und an Bayerns Gewässern. Mit an Bord war auch der Bayerische Staatsminister des Innern, für Sport und Integration, Joachim Herrmann.

Bayern ist das deutsche Bundesland mit der höchsten Zahl an offenen Gewässern, alleine über 400 Seen gehören dazu. Damit verbunden sind zwangsläufig auch die meisten Opfer durch Ertrinken. In den ersten sieben Monaten des Jahres waren in Bayern leider 65 der insgesamt 250 Todesfälle in ganz Deutschland zu verzeichnen. Grund genug, sich verstärkt für die Wasserrettung einzusetzen.

Die DLRG ist in Deutschland mit 1,8 Millionen Mitgliedern und Förderern die größte Wasserrettungsorganisation der Welt. In Bayern hat die DLRG rund 167.000 Mitglieder und Förderer. Diese Organisation gibt Hinweise zur Sicherheit am Wasser und bildet jährlich 30.000 Menschen im Schwimmen und Retten aus. Ein Netz von Rettungsstationen, Schnelleinsatzgruppen und Wasserrettungszügen ermöglicht jederzeit kompetente Hilfe. Dabei arbeitet die DLRG mit anderen Hilfsorganisationen wie Wasserwacht und Polizei eng zusammen. Die gesamte Arbeit wird vom Ehrenamt getragen, bayernweit in über 100 Ortsgliederungen.

Im Rahmen des Wasserrettungs-Tages gab es drei Szenarien der Rettung: Einmal aus der Luft für einen in Not geratenen Stand-Up-Paddler, dann wurde ein medizinischer Notfall auf einer Segelyacht simuliert und letztlich wurden zwei Personen aus einem gekenterten Segelboot gerettet und die Segeljolle wird wieder aufgestellt.

Der Landesverbandsarzt der DLRG Bayern, Dr. Tobias Uhing, erläuterte dabei die einzelnen Rettungsschritte. Er konnte auch gleich von einem aktuellen Einsatz am Chiemsee berichten, denn kurz vor Beginn des Aktionstages wurde er zu einem Ernstfall gerufen und hierzu erläuterte er: „Dabei handelte es sich um einen lebensbedrohlichen und allergischen Wespenstich. Dank unserer Anwesenheit vor Ort konnten wir rasch Erste Hilfe leisten und den Patienten dem nahen Krankenhaus übergeben“, so Dr. Uhing, der für den Chiemsee noch den großen Vorteil eines Krankenhauses mit Seezugang erläuterte.

 

Im Rahmen der Informations- und Kreuzfahrt mit dem Motorschiff „Edeltraud“ über das Bayerische Meer führte Anouschka Horn vom Bayerischen Rundfunk Interviews mit dem Präsidenten vom DLRG-Landesverband Bayern, Ingo Flechsenhar, mit dem DLRG-Bundesverbands-Präsidenten Achim Haag, mit Jürgen Tremmler, dem Vorsitzenden DLRG-Bezirksverband Alpenland und Einsatz-Leiter Wasserettung, mit Jaqueline Gläsener, Einsatz-Taucherin und Einsatz-Leiterin der Schnell-Einsatz-Gruppe München, mit dem Präsidenten des Tourismusverbandes Oberbayern-München, Klaus Stöttner, und natürlich mit dem Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann. Dieser würdigte die ehrenamtliche und qualifizierte Arbeit aller Rettungsdienste und er sagte zu, mit seinem Ministerium und in guter Abstimmung mit dem Bayerischen Finanzministerium nicht nur für die Anschaffungen, sondern auch für den Unterhalt Unterstützung zu gewähren, unter anderem mit den Worten: „Ehrenamt und Rettungsdienste haben in Bayern immer schrittweise wesentliche Verbesserungen erhalten, das wird auch in Zukunft so bleiben.“

Text und Fotos: Anton Hötzelsperger

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