Svenja kommt heim

Transfer-Coup bei den Basketballerinnen: Brunckhorst kehrt zurück

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„Svenni kommt endlich heim“, das ist die Nachricht, auf die Wasserburgs Basketballfans seit Brunckhorsts Abschied 2016 gewartet haben. Vor zwei Jahren verließ die nun 26-jährige Basketballerin Wasserburg, um auch im Ausland Profi-Erfahrung zu sammeln. Nun ist die Leistungsträgerin und Identifikationsfigur wieder zurück in ihrer Heimat. Auch weitere Spielerinnen stehen kurz vor der Unterschrift, so die Vereinsführung.

Für das Wasserburger Team, das sich momentan im Umbruch befindet, ist die Unterschrift von Svenja Brunckhorst der erste Schritt in die richtige Richtung. Wasserburg will wieder verstärkt auf jüngere, deutsche Spieler setzen. Gestern Abend unterschrieb Svenja Brunckhorst im TSV-Vereinsheim (Foto) einen Einjahresvertrag für die anstehende Bundesliga-Saison.

Walter Chucholl, der den Vertrag als Vorsitzender des TSV gegenzeichnete, ist überglücklich über die Rückkehr des Eigengewächses: „Wir sind unglaublich froh, das Svenja wieder für Wasserburg spielt.“

Mit Brunckhorst kommt eine Spielerin, die den Wasserburgern vor allem auch das gibt, was die Mannschaft des vergangenen Jahres so vermissen hat lassen: Eine Persönlichkeit, mit der sich die Fans zu 100 Prozent identifizieren können.

Aber nicht nur abseits des Platzes ist die Rückkehr der gebürtigen Rotenburgerin – die im Alter von zehn Jahren nach Wasserburg kam – ein absoluter Glücksfall für den TSV. Auch sportlich gesehen gehört die 50-fache Nationalspielerin zum Besten, was Deutschland zu bieten hat.

Mit noch nicht mal 27 Jahren befindet sich die Spielerin im idealen Basketball-Alter. Nach zwei Jahren im Ausland – eine Saison in der spanischen Ersten Liga bei Cadí La Seu und eine Spielzeit im französischem Nizza – kommt Brunckhorst wieder zurück.

„Ich habe einfach gemerkt, dass ich wieder nach Hause will. Das hat private Gründe, aber auch mein Studium fällt mir von Wasserburg aus leichter.“ Brunckhorst studiert an der FHAM in Ismaning International Management und muss nun ihre Master-Thesis schreiben.

Zu den Saisonzielen äußert sich die 26-Jährige zunächst vorsichtig. „Erstmal brauchen wir eine vernünftige Mannschaft, bis jetzt habe ja nur ich unterschrieben. Aber auch das Team um das Team ist extrem wichtig. Entscheidend ist, dass sich alle im Klaren sind, dass wir hier eine Art Neuanfang starten. Der Hauptfokus muss darauf liegen, dass wir uns als Mannschaft wieder selbst finden, alles andere kommt danach“, so Brunckhorst.

Sie hofft auch auf Verständnis bei den Fans, dass der Umbruch nicht von heute auf morgen passieren kann. „Vom neuen Konzept, das wir hier zusammen erarbeitet haben, bin ich überzeugt. Wir wollen verstärkt auf junge, deutsche Spieler setzen und Wasserburg damit wieder zu einer attraktiven Adresse im deutschen Damen-Basketball machen. Das ist in den letzten Jahren vielleicht ein bisschen zu kurz gekommen“, meinte Brunckhorst.

„In den nächsten Tagen und Wochen werden weitere Spieler folgen, mit denen man sich schon in Vertragsgesprächen befindet“, verspricht Gabi Brei, die dem Verein in einer beratenden Funktion zur Seite steht, nachdem sie im Frühjahr die Abteilungsleitung abgegeben hatte.

Auch die Trainerposition konnte man bereits besetzen, nachdem man sich mit Ex-Trainer Georg Eichler doch nicht einigen konnte (wir berichteten).

Der Name des neuen Headcoaches soll auch in den kommenden Tagen veröffentlicht werden, heißt es von Seiten der Vereinsführung.

Brunckhorst freut sich auf die neue Herausforderung und will dem Verein, bei dem sie groß geworden ist und zahlreiche Erfolge gefeiert hat, auch etwas zurückgeben.

„Es gibt in Deutschland viele junge Spielerinnen mit großem Potenzial. Ich hoffe, mit einigen von ihnen in der Zukunft zusammen arbeiten zu dürfen. Als Führungsspieler will ich die jungen Talente an die Hand nehmen und sie fördern, so wie das Anne Breitreiner damals mit mir gemacht hat“, meint die Nationalspielerin mit Blick in die Zukunft.

STÜ

Fotos: STÜ/Basketball Bund

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3 Gedanken zu „Svenja kommt heim

  1. Das freut mich sehr. Auch die neue Ausrichtung der Zusammensetzung der Spielerinnen hatte ich schon vor längerer Zeit zur Diskussion gestellt. Es wird sicher nicht an die Erfolge der vergangenen Jahre angeknüpft werden können. das aber ist absolut zweitrangig. Ich freue mich auf die neue Saison.

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    1. Ja, Peter, das freut mich auch. Und das, was man liest mit dem neuen Konzept auch.
      Ich möchte aber auch darauf hinweisen, dass die Informationspolitik wirklich unterirdisch ist.

      Es gibt schon längst zahlreiche Abgänge, bei den meisten davon keinerlei „Verabschiedung“ seitens des Vereins (z. Bsp. öffentliche Berichte) … Auch bin ich verwundert, dass in dem Artikel mit keinem Wort mehr die „neue Abteilungsleiterin“ vorkommt … nach all der Aufregung über „niemand finden“, der Freude über die Neubesetzung … nun wieder: Flaute. Was ist denn da los???

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  2. Wahrscheinlich hat Frau Brei doch noch mehr zu melden, als die Neue.

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