„Sucht – vermeidbar und besiegbar”

Zum Weltdrogentag am Freitag: Fachambulanz der Diakonie mit ihrer Außenstelle in Wasserburg informiert

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Drogen waren und sind nach wie vor Bestandteil des Lebens vieler Menschen – auf verschiedene Art und Weise, mit unterschiedlichstem Hintergrund und allerlei Wirkungen sowie Folgen. Anlässlich des Weltdrogentages am kommenden Freitag, 26. Juni, informiert die Fachambulanz für Suchterkrankungen der Diakonie Rosenheim mit ihrer Außenstelle in Wasserburg über ihr Angebot der Suchthilfe und die damit verbundenen Tätigkeiten der Mitarbeiter. Die Fachamulanz besteht jetzt genau seit 40 Jahren …

Niemand möchte durch Suchtmittelkonsum Probleme bekommen – und doch sind viele Menschen davon betroffen, sind zunehmend gefährdet oder vielleicht sogar abhängig von Alkohol, Drogen, Medikamenten und / oder Glücksspiel.

Meist fängt alles ganz harmlos an, vergleichbar einem ruhig dahinströmenden Bach. Mit der Zeit wird die Strömung stärker, der Bach wird breiter, die Uferränder sind seltener zu sehen, es fließt immer schneller … An das rettende Ufer zu kommen, ist dann nicht mehr so leicht möglich.

Die Fachambulanz für Suchterkrankungen in Rosenheim mit ihrer Außenstelle in Wasserburg ist eine gute Möglichkeit, Fragen zu klären und Beratungsbedarf in Anspruch zu nehmen. Die Tätigkeit umfasst Präventionsarbeit, Beratung, Krisenintervention und Wissensvermittlung.

Nach einer vorherigen Bedarfsklärung über das Anliegen der zur Einrichtung kommenden Personen werden zeitnahe, kostenlose Beratungsgespräche in Einzel- und Gruppensettings sowie Vermittlung in weiterführende Maßnahmen angeboten.

In Form von ambulanter Therapie und Nachsorge im eigenen Haus gibt es zudem eine weitere Unterstützung bei stoff- wie auch nicht-stoffgebundenem, suchtgefährdetem und abhängigem Verhalten.

Angehörige oder nahestehende Personen werden außerdem über Symptome einer Abhängigkeit, mögliche Auffälligkeiten und spezifische Störungsbilder informiert. Sie erhalten Erklärungen zu gut gemeinten, jedoch teilweise suchtfördernden Verhaltensweisen und ihnen werden Alternativen aufgezeigt, um ihre Situation zu verbessern.

Mit der MPU-Beratung und MPU-Vorbereitung werden Informationen und ein gezieltes Hinarbeiten auf den Wiedererwerb des Führerscheins geboten.

Bei betrieblichen Herausforderungen – wie schwankenden Arbeitsleistungen, Fehlzeiten am Arbeitsplatz und erhöhten Unfallquoten aufgrund von Konsum vor und während des Jobs – bietet das Angebot „fit4work“ Ansätze, wie Fach- und Führungskräfte richtig handeln und welche Rechte und Pflichten sowohl Arbeitgeber(innen), als auch Arbeitnehmer(innen) haben.

Da es sich bei Sucht nicht nur um ein persönliches, sondern auch um ein gesellschaftliches Thema handelt, bestehen sehr gute Kooperationen mit verschiedenen Partner(innen)n in Stadt und Landkreis, um gemeinsame Präventionsprojekte umzusetzen.

Die „Koordinationsstelle für Suchtprävention und Gesundheitsförderung“, die an die Fachambulanz angegliedert ist, wird von der Stadt Rosenheim und dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege mitfinanziert, damit die Angebote dort kostenfrei bleiben. Aber auch im Landkreis finden zahlreiche Präventionsveranstaltungen statt.

Die Helfer: Sucht ist eine Krankheit – vermeidbar und besiegbar.

Weitere Informationen anonym, kostenfrei, unverbindlich und ohne lange Wartezeit sowie unter Wahrung der Schweigepflicht unter:
                                               Fachambulanz für Suchterkrankungen,
                                               diaLog, Kufsteiner Str. 55, 83022 Rosenheim,
                                               Tel.: 08031- 35 62 80, Mail: fachambulanz@sd-obb.de.

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