Strompreis steigt um zehn Prozent

Stadtwerke Wasserburg: Immer höhere Kosten bei Netzentgelten und beim Bezug

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Seit 2013 liefern die Stadtwerke Wasserburg ihren Kunden Strom zu stabilen Preisen. Das wird sich 2019 ändern. Um zehn Prozent gehen die Preise nach oben, wie Bürgermeister Michael Kölbl bei der jüngsten Sitzung des Stadtrates bekanntgab. „Wir müssen unseren Strompreis anpassen, weil die Netzentgelte steigen und auch der Bezug des Stroms immer teurer wird. Das ist nach fünf Jahren die erste Erhöhung und mit zehn Prozent quasi ein Inflationsausgleich.“

Man gebe weder Kosten-Steigerungen beim Personal, noch bei der Verwaltung weiter, sondern lediglich die fürs Netz und den Bezug. Kölbl: „Wenn man sich anschaut, dass beim Strompreis 56 Prozent gesetzliche Abgaben sind und 24 Prozent Netzentgelte, dann weiß man, wo der Preis gemacht wird.“

 

Brigitte Lex von den Stadtwerken ergänzte: „Es wird leider so weiter gehen mit der Preisentwicklung. Wir kaufen schon jetzt für 2020 ein und liegen da bereits wieder über dem Preis von heute.“ Die Preissteigerung gelte im Übrigen für alle Strom-Produkte der Stadtwerke.

Eine Aussage darüber, wie die Stadtwerke Wasserburg im Vergleich zu anderen Anbietern derzeit beim Strompreis liegen, lässt sich übrigens derzeit nicht machen. „Wir wissen nicht, wie unsere Wettbewerber auf die Kostensteigerungen reagieren. Die Preise müssen erst sechs Wochen vor Jahresende bekanntgegeben werden. Und das warten die meisten ab“, so Lex.

 

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19 Gedanken zu „Strompreis steigt um zehn Prozent

  1. Anstieg der Haushaltsstrompreise 2013-2018 (BDEW): + 2%
    Vorauss. Erhöhung Strompreise zum 1.1.2019 (Stromauskunft.de): + 3,5%
    Erhöhung Strompreis Stadtwerke zum 1.1.2019: + 10%

    Mit steigenden Strombezugspreisen und Netzkosten allein lässt sich eine Erhöhung des Strompreises um 10% nicht erklären. Vielleicht spielt die nötige Gegenfinanzierung des Badria-Defizits hier doch auch eine gewichtige Rolle. Zudem war es ja das erklärte Ziel von ehem. Werkleiter und Bürgermeister, die eigenen Netzentgelte der Stadtwerke möglichst hoch zu treiben. Die Klage über steigende Netzentgelte überzeugt daher nicht recht.

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  2. Hallo Hofstatt, die angegebenen Daten erscheinen sehr zweifelhaft. Wenn man sich die Entwicklung der letzten Jahre auf den verschiedenen Vergleichsportalen ansieht, kann man seit Jahren eine regelmäßige Erhöhung der Preise beobachten, die nun aktuell von 2018 auf 2019 exorbitant hoch ist. Da liegen die Stadtwerke mit ihren 10% nicht im vorderen Bereich. Es trifft wohl so ziemlich alle von uns als Stromkunden.
    Ich will diese Erhöhung nicht verteidigen, aber man findet bestimmt nur schwer einen Stromlieferanten, der die Preise in den vergangenen Jahren stabil gehalten hat.
    Ob die Erhöhung mit dem Badria zu tun hat, kann ich nicht beurteilen.

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    1. Wenn Sie schon an Daten anderer zweifeln, Duden, wäre es nahe liegend, Ihre Behauptungen mit eigenen Daten zu unterfüttern.
      Der BDEW ist der Spitzenverband der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft. Er veröffentlicht jährlich eine ausführliche Strompreisanalyse. Wenn Sie an diesen Daten zweifeln, fragen Sie doch am besten einfach beim BDEW nach.
      Und bei welchem Vergleichsportal hatten Sie eine regelmäßige Strompreiserhöhung im Zeitraum 2013-2018 beobachtet? Und woher haben Sie gleich wieder die ‚exorbitante‘ Strompreiserhöhung von 2018 auf 2019? Die meisten Stromanbieter haben ihre Preise für 2019 bisher ja noch gar nicht veröffentlicht (siehe Artikel).

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      1. Bin jetzt seit Juli 2018 in BayWa , glücklich gewählt

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  3. Jetzt stellt sich mir nur die Frage warum wird unser Strom an angrenzende Nachbarländer unter Herstellerpreis verschenkt? Bericht vor den Sommerferien bei queer.
    Da muss ich jetzt schon mal die qualifikation von Fr. Lex in Frage stellen.
    Wenn ich mich jetzt richtig entsinne wird Strom an der Börse von Leipzig gehandelt. Stand 30.10.2018 für eine Mwh Strom € 49,40, am 19.10. eine Mwh kostete € 53,80 das ist ein Preisunterschied von € 4,40 nach zu lessen bei EEX.
    Und wenn jetzt auch keine Wahlen mehr sind man sollte sich mal überlegen wenn man diese hohen gesetzlichen abgaben zu Verdanken hat. Ja richtig da gab es mal einenn Umweltminister in der Regierung Schröder, wie hies der den gleich noch mal? Ja richtig der Trittin ein Grüner und das hatte aus wirkungen bis in die Regierung von Frau Merkel, da die abgaben nicht auf einmal erhöht wurden sondern in mehrern schritten.
    Wer ist der Gewinner? alle die ein Solardach oder-anlage, Windkrafträder, Wasserkraftanlagen oder Biogasanlagen haben oder betreiben. Für den Produzierten Strom erhalten diese einen höhren Preis je kw als Sie bei dem Stromlieferanten zahlen müssen. Und nach dem mehr Strom in Deutschland produziert wird als verbraucht, heist dieses die Preise fallen und die Steueren steigen damit diese einen Reibach machen können.

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    1. Weil Deutschland den Strom an Nachbarländer verschenkt, zweifeln Sie an der Qualifikation einer Mitarbeiterin der Stadt Wasserburg? Ohje ohje… Da hat einer das Problem an der Basis verstanden.

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  4. Da werden wohl einige den Anbieter wechseln, wenn man wie bei uns rund 160€ im Jahr sparen kann!!!

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  5. „Wenn man sich anschaut, dass beim Strompreis 56 Prozent gesetzliche Abgaben sind und 24 Prozent Netzentgelte, dann weiß man, wo der Preis gemacht wird.“ Richtig, in welcher Partei sind sie nochmal Herr Bürgermeister? Zumindest schreibt die SPD dass die Reform bezüglich des EEG, welches von Rot-Grün beschlossen wurde: Der Kostenanstieg gebremst wird, die Kosten gerechter verteilt werden und der Ausbau erneuerbarer Energien wirkungsvoll gesteuert werden. Dass sie, um auf ihr Zitat einzugehen, nur den eigenen Genossen die Schuld in die Schuhe schieben, die auch jetzt aktuell die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Bund gestalten, ist ja wohl ein wenig dürftig. Vielleicht mal auf einem SPD Parteitag ein wenig meckern? Dann wäre es wenigstens glaubwürdig.

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    1. „die Kosten gerechter verteilt”
      Es ist genau umgekehrt: extrem ungerecht. Unternehmen des produzierenden Gewebes mit hohem Stromverbrauch sowie andere Unternehmen sind bekanntlich von der EEG ausgenommen. Das ist ein Gipfel der Ungerechtigkeit und typisch für die Politik der letzten Jahrzehnte: Industrie wird geschont (Google, Amazon, Fluggesellschaften, Autokonzerne, …), der Bürger geschröpft. Derzeit werden sogar – ganz im Sinne von ”weiter so!” – Grenzwerte erhöht, damit die Konzerne weiter Milliardengewinne auf Kosten der Gesundheit der Bürger machen.

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      1. Was ist das andere Extrem? Großkonzerne immer mehr belasten, bis sie sich hinter der Grenze verstecken (Amazon oder wie schon seit Jahrzehnten die Banken und ach so feinen Sparkassen mit ihrer Deka) und letztlich der Arbeitnehmer der unteren Schicht das bedingungslose Grundeinkommen bekommt. Nur, wer wird das zahlen, wenn kein abgabenpflichtiges Unternehmen mehr hier ist?
        Oder wollen Sie ein Steuersystem nach Vorbild Irland oder jetzt USA, damit kann man das so schön rechnen, wie sie es wollen. Keine Steuern dafür ein paar Euro strafen oder vermeintlich Ungerechtes gegen den Konzern, das den Bürger freut, der die Zusammenhänge nicht versteht (und gar nicht verstehen soll und darf, weil ihm die wichtigen Daten vorenthalten werden).

        Ich nehme an, Sie waren einer der ersten, der sich gegen konstante Stromproduktion ausgesprochen hat und wind- und wetterabhängige Stromproduktion gefordert hat. Und jetzt sind Sie der erste, der schreit, weil wir tagsüber Strom loswerden müssen und verschenken und nachts den tschechischen, französischen und belgischen Atomstrom ihrere Meiler an der Grenze teuer einkaufen.

        Und vermutlich finden Sie es auch toll, dass wir jetzt Elektroautos mit Batterien bekommen, über dessen Entsorgung noch keiner nachgedacht hat, das Schwermetalle und seltene Rohstoffe beinhaltet, das indische Kinder in Zwangsarbeit zusammengetragen haben und wir befüllen das schön mit Kohlestrom.

        Schöne neue Welt…

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        1. Sie sollten weniger annehmen und vermuten, dann wird die Weltsicht nicht so eingetrübt.

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          1. Haben Sie Belege und Beweise dafür, dass meine Weltsicht dann besser wird? Ansonsten glaub ich es nicht.

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          2. Rudi von drüben

            Sagte er, ohne seinen eigenen Kommentar gelesen zu haben… Kann man Ihre Aussagen auf etwas stützen oder sind das Annahmen?

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          3. @Berta
            „Haben Sie Belege und Beweise dafür, dass meine Weltsicht dann besser wird? Ansonsten glaub ich es nicht.“
            Ja. Faktenbezogene Überzeugungen sind belegbar besser als bloße Annahmen und Vermutungen. Simples Beispiel: Autofahrer, die (häufig) nur vermuten, dass die Kreuzung frei ist, leben nachweisbar nicht so lange, wie Autofahrer, die sich auf ihren Augen und Ohren verlassen. Die faktenbasierte Sicht führt zu längerem Leben und ist damit besser.
            Allerdings ist es bemerkenswert, dass Sie von mir Belege und Beweise verlangen, während Sie selbst annehmen und vermuten.

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          4. Der einzige Unterschied ist doch, dass Sie Ihre Vermutungen in einem „Fakt“ verpacken und ich die Wörter „vermutlich“ und „annehmen“ benutze, damit jeder weiß, er darf selber darüber nachdenken und muss mir nicht blind hinterher laufen. Sie dagegen zwingen uns Ihre ewiggestrigen Gedanken aus 1968 auf.
            Ihre Aussage von oben ist doch nichts als eine Vermutung entstanden in einer engen Stirn. Wo sind denn die „Fakten“ vom Gipfel, den Sie hier ansprechen? Nur weil Sie nicht das Wort „vermuten“ verwenden, ist es noch lange kein Fakt.
            Wenn Sie vermuten und annehmen, dann sagen Sie das doch, sonst läuft Ihnen noch jemand blind hinterher und stirbt ohne zu Wissen, dass die Welt mehr zu bieten hat, als „ich bin der kleine dumme Steuerzahler und werde von allen schlecht behandelt, weil alle böse sind“. Die Welt steht Ihnen offen. Wenn Sie sich ungerecht behandelt fühlen, beantragen Sie Asyl im Land Ihrer Träume. Da wo Konzerne bestraft und ausgenommen werden, damit der Ottonormalverbraucher mit Gold überhäuft werden kann. Da wo wartungsfreie Computer und Roboter für die Unternehmen arbeiten, der Normalo daheim auf der Couch sein bedinungsloses Grundeinkommen bekommt und das Unternehmen mehr Abgaben als Gewinne hat. Viel Spaß in dieser Märchenwelt.

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      2. Im Übrigen… Meine Annahmen bezogen sich auf Ihre Gedanken. Ich habe Ihnen die Gedanken unterstellt und kann das natürlich nicht beweisen, daher die „Annahme“.
        Der Rest war, wie Sie es so schön sagen, faktengestützt und eben keine Annahme. Wenn Sie google bedienen können, informieren Sie sich mal, wie unsere ach so sauberen E-Autos beladen werden. Ihre Freunde in der Politik wollen lediglich den Dreck aus der Stadt hin zu den Kohlekraftwerken schieben, wo die Messstationen anders ausgewertet werden. Na gut, immerhin ein Vorteil, den ich gar nicht klein reden will.
        Könnte es sein, dass hinter meinen Aussagen deutlich mehr Fakten stecken als in „Es ist so ungerecht, dass die Industrie geschont und der Bürger geschröpft wird“? Steckt da denn überhaupt irgendein Fakt drin? Ich kann ihn leider nicht erkennen.

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        1. Hallo Berta, bevor Sie emotional explodieren, unabhängig davon ob Sie recht haben oder nicht, tragt doch bitte Euren persönlichen Disput in einem anderen Forum aus, wie Sie schon schreiben….“jeder darf selber darüber nachdenken“ und wird auch nicht blind hinterherlaufen…. Danke!!!

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        2. @Berta
          „Der einzige Unterschied ist doch, dass Sie Ihre Vermutungen in einem „Fakt“ verpacken und ich die Wörter „vermutlich“ und „annehmen“ benutze”.
          Nein. Der wesentliche Unterschied ist: Wenn ich im Auto an der Kreuzung Gegenverkehr sehe ist das keine Vermutung, sondern Realität. Fall das bei Ihnen anders ist empfehle ich dringend eine Sehhilfe oder Rückgabe des Führerscheins.

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  6. Unklar ist, warum die Netzentgelte 2019 nur bei den Stadtwerken Wasserburg sehr stark steigen, während sie deutschlandweit leicht zurückgehen. Die Wasserburger Haushalte im Netz der Bayernwerke werden 2019 für die Netznutzung sogar ca. 10% weniger bezahlen als 2017. Die Haushalte im Stadtwerke-Netz zahlen dafür 2019 aber gleich 40% mehr als 2017. Ein Großteil des starken Anstiegs der Strompreise bei den Stadtwerken ist also hausgemacht. Wie dieser unerfreuliche Effekt zustande kommt, sollte Bürgermeister Kölbl seinen Bürgern umgehend erklären. Gelegenheit dazu wäre z.B. bei den anstehenden Bürgerversammlungen.

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