Streik hat begonnen

Auch die Region betroffen - Notdienst-Vereinbarung im Krankenhaus

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Der Warnstreik im öffentlichen Dienst betrifft am heutigen Dienstag auch die Region. Er hat bereits begonnen und dauert bis zum morgigen Mittwoch, 6.30 Uhr. Wie berichtet bleibt im Klinikum Rosenheim (unser Foto) zum Beispiel die neurologische Station geschlossen. Die Patientenversorgung sei jedoch mit Hilfe einer Notdienst-Vereinbarung sicher gestellt. Planbare Eingriffe und diagnostische Maßnahmen sollen jedoch verschoben und Patienten eventuell verlegt werden. Laut Ver.di soll es heute auch an den Kliniken in Wasserburg, Prien oder Bad Aibling Warnstreiks geben.

An der Kreisklinik Mühldorf soll der Anästhesiebereich betroffen sein und in der Stadt Rosenheim zudem beispielsweise der Bauhof. Am Flughafen München sind für heute zahlreiche Flüge annulliert. Auch die Telekom sei von den Streiks betroffen.

Mehrere Tausend Beschäftigte des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen werden heute zu einer Demonstration mit Kundgebung nach München kommen.

Nach wie vor geht es zum Beispiel in den Redaktionen der Zeitungen um die Forderung nach einer Einkommenserhöhung von 4,5 Prozent für zwölf Monate. Nach den ersten Verhandlungen liege das Arbeitgeberangebot immer noch unterhalb der Inflationsrate mit jeweils 2,6 Prozent zum 1. August 2018 und 2019, so die Gewerkschaft.

Hier noch einmal die Presseerklärung des Klinikums Rosenheim:

Aus Anlass des 24-stündigen Warnstreiks im Rahmen der Tarifverhandlungen für den kommunalen, öffentlichen Dienst ist zwischen dem RoMed Klinikum Rosenheim und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen worden.

Ziel ist dabei, eine Gefährdung des Lebens und der Gesundheit der Patientinnen und Patienten des Klinikums auszuschließen, dabei wird insbesondere sichergestellt, dass sämtliche Notfälle ohne Einschränkung versorgt werden.

Die Zentrale Notaufnahme sowie die Bereiche Kinderklinik, Kreißsaal und Geburtshilfe, ambulante und stationäre Onkologie, sämtliche Intensivstationen einschließlich der Chest-Pain-Unit (Herzinfarkt-Einheit) und Stroke-Unit (Schlaganfall-Station) sowie die Palliativstation und die Radiologie stehen in vollem Umfang für die Versorgung der Bevölkerung zur Verfügung.

„Planbare Eingriffe und diagnostische Maßnahmen müssen allerdings verschoben werden, soweit keine Gefährdung der Patienten vorliegt. Ebenso kann es vorkommen, dass Patienten innerhalb der Klinik auf andere Stationen verlegt werden“, bedauert Priv.-Doz. Dr. Christoph Knothe, Medizinischer Direktor der RoMed Kliniken.

„Wir hoffen, alle Eingriffe bald nachholen zu können.

Letztlich hängt dies aber vom weiteren Verlauf der Tarifverhandlungen ab. Insofern ist eine konkrete Aussage derzeit nicht möglich. Wir unterstützen voll die Forderung nach einer gerechten Bezahlung unserer Mitarbeiter. Allerdings hoffen wir, dass die Verhandlungsparteien bald einen vernünftigen Kompromiss finden und weitere Streikmaßnahmen zum Nachteil der Rosenheimer Bevölkerung vermieden werden können“, sagte Dr. Knothe.

Foto: RoMed-Klinikum

 

 

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