„Streik-Androhungen verantwortungslos”

Erneute Stellungnahme der Geschäftsführung der Alpenhain Käsespezialitäten GmbH in Lehen

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Auch am heutigen Donnerstagnachmittag gibt es eine Stellungnahme der Geschäftsführung der Alpenhain Käsespezialitäten GmbH zur Pressemeldung der NGG, die Geschäftsführung setze sich über Vereinbarungen hinweg. Der Wortlaut der Alpenhain-Geschäftsleitung in Lehen, Gemeinde Pfaffing …

1. Vorschläge zu einem neuen Vergütungskonzept

In der Pressemeldung (der BGG, Anm. d. Red.) wird der Betriebsratsvorsitzende Mehmet Bozkurt folgendermaßen zitiert: 

„Alpenhain behauptet, an einer innerbetrieblichen tariflichen Lösung mit der Arbeitnehmervertretung interessiert zu sein. Tatsächlich hat die Geschäftsführung bereits zehn Vorschläge für entsprechende Betriebsvereinbarungen abgelehnt.“

Dazu stellt die Geschäftsführung der Alpenhain Käsespezialitäten GmbH fest:

„Diese Aussage stimmt nicht. Wir haben keine zehn Vorschläge abgelehnt.

Es kann keine innerbetriebliche, tarifliche Lösung geben. Tariflösungen sind nur zwischen Alpenhain und der Gewerkschaft möglich.

Wir sind weiterhin an einer innerbetrieblichen Lösung bezüglich eines neuen Vergütungskonzeptes interessiert. Eine solche Betriebsvereinbarung ist mitbestimmungspflichtig. Daher wurde auch eine Projektgruppe gebildet, in welcher der Betriebsrat vertreten ist. Der Betriebsrat hat bisher keine Vorschläge zu einem neuen Vergütungskonzept vorgelegt. Die Geschäftsführung wird dem Betriebsrat dagegen demnächst einen – mit der Projektgruppe erarbeiteten – Vorschlag vorlegen.“

2. Vorwurf der Gehaltskürzungen rund um Corona-Quarantäne-Fälle

In der Pressemeldung wird behauptet: 

„Das Unternehmen habe sich sogar über Beschlüsse einer externen Einigungsstelle hinweggesetzt. So seien Beschäftigten, die sich nach Aufenthalten in Corona-Risikogebieten in Quarantäne begeben mussten, Löhne vorenthalten wurden – obwohl dies ein richterlicher Vergleich vorsehe.“

Dazu stellt die Geschäftsführung der Alpenhain Käsespezialitäten GmbH fest:

„Das Unternehmen Alpenhain hat mit dem Betriebsrat eine Vereinbarung getroffen über die Behandlung von Rückkehrern aus Risikogebieten. Dies liegt etwa zwei Monate zurück. Die Corona-Thematik beinhaltet eine erhebliche Dynamik, die sämtliche Annahmen, die zu dieser Vereinbarung führten, obsolet gemacht hat. Vor diesem Hintergrund sieht das Unternehmen Alpenhain zwingenden Anpassungsbedarf und ist mit einem entsprechenden, zwingend notwendigen Anpassungswunsch an den Betriebsrat herangetreten. Der Betriebsrat hat sich diesem Thema in Gänze verschlossen.

3. Anzahl der Streikenden

In der Pressemeldung wird behauptet, das Unternehmen spiele die Teilnehmerzahl am aktuellen Streik herunter. Die NGG schreibt weiter, „dass sich seit Mittwochmorgen die Beschäftigten aller drei Schichten am Ausstand beteiligt haben. Pro Schicht sind aktuell rund 40 Mitarbeiter zugeteilt“. Der Streik habe zu einem 24-stündigen Stillstand im Werk geführt, der bis Donnerstagmorgen (1. Oktober) andauere.

Dazu stellt die Geschäftsführung der Alpenhain Käsespezialitäten GmbH fest:

„Diese Aussage ist nicht korrekt. Wir haben keinerlei Aussagen zu der Zahl der aktuell Streikenden gemacht. Das hat einen einfachen Grund: Der Streik läuft ja noch. Aktuell hat gerade einmal die zweite von drei Schichten begonnen. Es ist daher aktuell nicht möglich, Aussagen über die Zahl der Streikenden zu machen.

Was den angeblichen Stillstand im Unternehmen angeht: Richtig ist, dass mehrere Produktionslinien im Unternehmen stillstehen.

4. Meinung zur Androhung weiterer längerer Streikmaßnahmen durch die NGG

„Unsere Haltung zum Thema Streik ist unverändert: Wir bevorzugen weiterhin eine innerbetriebliche Lösung im Interesse der MitarbeiterInnen und des Unternehmens. Die Position der NGG und neuerliche Streik-Androhungen halten wir insbesondere in schwierigen Corona-Zeiten für verantwortungslos. Wir betonen auch noch einmal, dass Arbeitsniederlegungen und Produktionsausfälle schwerwiegende wirtschaftliche Folgen für das Unternehmen haben könnten.“

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