„Stets an der Seite der Schwachen“

Linke Liste Wasserburg stellt Kandidaten zur Kommunalwahl auf

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„100 Prozent sozial und 100 Prozent ökologisch“ – das ist für Stadtratskandidat Christian Peiker (35) das Leitmotiv der politischen Arbeit der Linken Liste Wasserburg. In der „Bar Helmut“ versammelten sich der 35-Jährige und seine Mitstreiter, um ihre Kandidaten zur Kommunalwahl aufzustellen. Mindestens einen weiteren Platz im Wasserburger Gremium neben Stadträtin Sophia Jokisch erhoffen die Linken zu erobern.

„Uns gibt’s seit sechs Jahren“, so Peiker, „und seither hat sich eine neue politische Kultur etabliert.“ Für die nächste Legislaturperiode kündigt der 35-Jährige eine „gute Oppositionsarbeit“ an, auch wenn vieles nur mit Kompromissen funktioniere. So sieht Peiker Überschneidungen mit SPD und Grünen: „Ich befürworte durchaus einen links-rot-grünen Block.“

 

Um dem Klimawandel wirksam zu begegnen, fordert Peiker, den Energiebedarf Wasserburgs ausschließlich aus erneuerbaren Energien zu schaffen. Auch gelte es den Öffentlichen Nahverkehr zu stärken. „Es hilft aber nichts, die Autofahrer allein zu verteufeln“, mahnt der 35-Jährige. Es müssten Anreize geschaffen werden, um die Leute zum Umsteigen zu bewegen.

 

In der Sozialpolitik steht der Kandidat für die „kleinen Leute“ ein. „Manche Bürger müssen jetzt schon 50 Prozent fürs Wohnen ausgeben“, berichtet Peiker, „wir lassen es nicht zu, dass auf dem Rücken der Geringverdiener gewirtschaftet wird.“ Preiswerte Wohnungen stehen daher ganz oben auf der politischen Agenda der Linken Liste. „Ein Linker steht immer an der Seite der Schwachen“, so Peiker kämpferisch, der anschließend seine „Genossinnen und Genossen auf den Wahlkampf einschwor.

 

Den werden bei den Linken vorwiegend jüngere Menschen und Frauen bestreiten – sehr zur Freude von Stadträtin Sophia Jokisch (31): „Es reicht nun mit den alten, lauten Männern in der Politik!“ Immerhin: Mit einem Altersdurchschnitt von 29,6 Jahren ist die Liste die jüngste Gruppierung in der Wasserburger Stadtpolitik.

 

Folgende Kandidaten wurden für die Kommunalwahl aufgestellt:

 

1. Christian Peiker (35), Landschaftsgärtner

2. Sophia Jokisch (31), Stadträtin, selbstständig

3. Aline Müller (31), Fotografin

4. Florian Beckereit (33), Heilerziehungspfleger

5. Dominic Hausmann (35), Einzelhändler

6. Sebastian Misselhorn (22), Gesundheits- und Krankenpfleger

7. Korbinian Weyh (27), Betreuungshelfer

8. Ioannis Hoeft (26), Heilerziehungspflegehelfer

9. Luisa Jehle (23), Gesundheits- und Krankenpflegerin

10. Marcus Müller (47), Kirchenmalermeister

11. Dominik Neuwald (27), Servicefahrer

12. Verena Gerth (29), Studentin

13. Anna Hofbauer (31), Friseurin

14. Leo Schmidt (31), Back Office Manager

15. Natalina Vicinelli (66), Dozentin

16. Benni Frech (31), Lebensmitteltechniker

17. Tatjana Vicinelli (25), Azubi Gesundheits- und Krankenpflegerin

18. Julian Schweng (27), Veranstaltungstechniker

19. Valentina Fichtner (21), Kinderpflegerin

20. Matthias Schöberl (21), Landschaftsgärtner

21. Ainoah Schwarz (23), Heilerziehungspflegehelferin

22. Jordan Fichtner (19), Betreuungshelfer

23. Tim Barthold (29), Servicefahrer

24. Samuel Hoeft (23), Azubi Heilerziehungshelfer

 

 

Foto: Die Kandidaten (Auswahl) der Linken Liste Wasserburg für die Kommunalwahl (erste Reihe von links): Tim Barthold, Korbinian Weyh, Christian Peiker, Sophia Jokisch, Sebastian Misselhorn, Ainoah Schwarz; (mittlere Reihe von links): Dominik Neuwald, Samuel Hoeft, Ioannis Hoeft, Florian Beckereit; (hintere Reihe, von links): Dominic Hausmann, Julian Schweng

 

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11 Kommentare zu “„Stets an der Seite der Schwachen“

  1. Viel Glück und einen erfolgreichen Wahlkampf🚩

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  2. Vielen Dank🚩🚩🚩

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  3. alter lauter Mann

    Mit der Sozialkompetenz der Linken ist es anscheinend nicht weit her,wenn Frau Jokisch genug hat vor alten lauten Männern in der Politik.Es gäbe ja auch alte laute Damen wenn schon dann Gleichbehandlung. Die alten lauten Männer und Frauen wurden halt auch gewählt und diese Generation vertritt einen großen Querschnitt der Wähler. Übrigens haben die alten Männer die Eisbahn genehmigt und befürwortet,und die die sich für die Schwachen einsetzen will hat gefordert sie sofort abzubauen. Wer ist da alt?

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  4. “stets an der Seite der Schwachen”…

    Bravo liebe Linke, sagt das doch mal den Leuten, deren Häuser und Autos von der Antifa angezündet und verschmiert werden!

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    1. in Wasserburg?

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  5. Auch von mir viel Erfolg für die Kommunalwahl. Als Teil der ebenfalls jungen Generation finde ich es sehr erfrischend und notwendig, wenn das Durchschnittsalter sinkt und der Frauenanteil steigt. Nicht nur in Wasserburg (8 Frauen, 25 Männer), sondern auch auf Landes (55Frauen, 150 Männer)-, Bundes (221 Frauen, 488 Männer) – und Europaebene. Hierbei geht es darum die Interessen von allen Bevölkerungsgruppen in den Parlamenten vertreten zu sehen, und dazu gehören auch junge, weibliche Bürgerinnen.
    Ich denke die Linke in Wasserburg hat jetzt mal keine direkte Verbindung zu Radikalen, die Sachen mutwillig zerstören. Ich würde mir so wünschen, dass Kommentare beim Thema bleiben und wenn es nichts Konstruktives beizutragen gibt einfach nicht geschrieben werden.

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    1. Nun ja, der Frauenanteil liegt bei 9 von 24. Das ist jetzt nicht weltbewegend hoch, da haben andere deutlich mehr. Auch wenn “weiblich” alleine noch ebenso wenig gute Kommunalpolitik garantiert wie “jung” alleine, stimmt es aber auf jeden Fall, dass der derzeitige Stadtrat nicht gerade den Querschnitt der Bevölkerung repräsentiert und hier eine ausgewogenere Mischung ganz wünschenswert wäre.

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    2. Danke gs! Ich wünsche mir auch sachbezogene Kommentare. Und ich wünsche der Linken Liste viel Erfolg!

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  6. Wenn ich mir die T-Shirt Aufdrucke der Linken (auch Stadtratskandidaten) und die Aufkleber, mit denen die Linken geschätzt jede Toilette in Wasserburg „schmücken” anschaue, ist eine Teilhabe oder zumindest Sympathie für radikale und gewaltbereite Autonome deutlich erkennbar. So lange da keine klare Abgrenzung erfolgt sind diese Leute für mich unwählbar.

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  7. .. 100% sozial und 100 % ökologisch..
    Schön und gut, aber..
    .100% Kommunistisch wurde nicht erwähnt..

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  8. Antifaschismus ist erste Bürgerpflicht!

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