„Stehen nach wie vor im Regen”

Sportpark Fit&Fun hat seit fast zwei Wochen wieder geöffnet - Es fehlt an klaren Vorgaben durch die Politik

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„Was die Politik da angerichtet hat, ist uns leider völlig unverständlich. Wir stehen nach wie vor im Regen.” Hans Enzinger vom Fit&Fun ist ein bisschen ratlos. Der Betreiber des Wasserburger Sportparks konnte nach dem wochenlangen Corona-Lockdown zwar vor knapp zwei Wochen wieder die Tore seines Fitness-Studios öffnen, doch bisher ist völlig unklar, wie es mit den Lockerungen der Maßnahmen weitergeht. „Noch haben wir unsere Duschen, Umkleiden und den Wellness-Bereich geschlossen. Das alles dürfen Hotels ab Montag wieder betreiben. Für uns gibt’s aber noch keine genauen Reglungen.”

Einfach ins Blaue hinein will Enzinger eigentlich nicht handeln. „Wir wissen von anderen Fitness-Studios, dass dort hart durchgegriffen wurde, wenn Auflagen nicht ganz genau erfüllt wurden.” Doch das Problem bei der nächsten Stufe der Lockerungen ist: Es gibt für die Fitness-Betriebe bis zur Stunde keine Vorgaben. „Natürlich wollen wir alles so schnell wie möglich komplett wieder öffnen – selbstverständlich unter Einhaltung aller Hygienevorschriften. Aber wir wissen nicht genau, was wir dürfen und was nicht.“

Voraussichtlich werde man ab Montag aber den Wellnessbereich unter Einhaltung der bekannten Corona-Regelung öffnen.

(Weiter Infos hierzu unter www.sportpark-fit-fun.de und unter 08071/9265 0.)

Insgesamt sei der Betrieb nach dem Lockdown wieder ganz gut angelaufen. „Die erste Woche war noch recht verhalten, aber seit Anfang dieser Woche wird es täglich mehr. Es ist einfach der Wahnsinn, wie uns unsere Mitglieder die Treue gehalten haben. Am gestrigen Freitag war der Parkplatz am Vormittag wie vor Corona wieder voll.”

Derzeit laufen die ersten Kurse wieder an. „Wir haben alles in ganz kleinen Gruppen ausprobiert, obwohl wir jede Menge Platz haben.” Ab Juli wolle man wieder das ganzen Programm anbieten, schrittweise in die Normalität zurückkehren. „Dazu gehört auch, dass wir wieder die Öffnungszeiten verlängern und sie so gestalten wie vor Corona.”

 

Das Fit&Fun habe mit Beginn des Lockdowns eine harte Zeit durchgemacht. „Wir haben genau vor Corona große Summen in die neuen Kursräume und in Sanierungsmaßnahmen investiert. Ausgerechnet in den Monaten März und April, in denen wir sonst die meisten Neuaufnahmen haben, mussten wir dicht machen. Das trifft uns hart. Zu den Erschwernissen gehörten auch der zusätzliche Personalaufwand zur Überwachung der Sicherheitsmaßnahmen und die unglaublich aufwändige Umstellung der Mehrwertsteuer. „Das alles hat für eine Kostenexplosion gesorgt”, so Enzinger.

Einen Dank schickte er nochmals in Richtung Klaus Stöttner. „Unser Landtagsabgeordneter war der Einzige, bei dem es nicht nur bei Lippenbekenntnissen blieb.”

Was Enzinger für die nächsten Wochen verspricht: „Ein schneller, aber sicherer Weg zur Normalität. Dafür haben wir nicht nur jede Menge Geld in zusätzliche Hygienemaßnahmen gesteckt, sondern wir werden auch noch in die Klimatisierung der Kursräume investieren.” Das Fit&Fun werde seine Mitglieder in den nächsten Wochen über jeden Schritt informieren.

 

Gut angenommen werden bei schönem Wetter die Kurse im Freien auf den Tennisplätzen vor dem Fit&Fun.

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