Start ins Berufsleben

Mehr als 600 Jugendliche beginnen morgen im Landkreis mit ihrer Ausbildung in IHK-Berufen

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Zum Beginn des Ausbildungsjahres fangen in Stadt und Landkreis Rosenheim 913 Jugendliche und junge Erwachsene eine Berufsausbildung in Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen an. Laut Zwischenbilanz der IHK für München und Oberbayern ist die Zahl der Vertragsabschlüsse im Vergleich zum Vorjahr um 10,4 Prozent zurückgegangen. In der Stadt beginnen 294 Azubis (- 6,0 Prozent) ihre Ausbildung, im Landkreis sind es 619 junge Frauen und Männer (- 12,3 Prozent).

„Die sinkende Zahl an Schulabgängern wie auch die Auswirkungen der Pandemie, vor allem der Stillstand in den Unternehmen während des Lockdowns, sind im Ausbildungsbereich deutlich zu spüren. Viele Vertragsabschlüsse haben sich verzögert oder kommen erst jetzt nach der Sommerpause zustande. Zahlreiche Betriebe suchen weiterhin händeringend nach Azubis, weswegen wir noch bis Ende Oktober mit vielen Neuverträgen rechnen.

Grundsätzlich ist der Start in eine Ausbildung in Abstimmung mit dem Ausbildungsbetrieb das ganze Jahr über möglich“, erklärt Andreas Bensegger, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Rosenheim.

Selbst unter Corona-Bedingungen bestätigen laut einer aktuellen Umfrage mehr als 75 Prozent der oberbayerischen Ausbildungsbetriebe, dass die Ausbildung normal weiterläuft. Gut ein Drittel der Betriebe ermöglicht seinen Azubis beispielsweise auch das Arbeiten im Home Office. „Auch wenn in vielen Betrieben – insbesondere im Tourismus, in der Hotellerie und Gastronomie, in der Eventwirtschaft oder auch im Einzelhandel – die Bewältigung der Corona-Krise an erster Stelle steht, wissen die Unternehmen, dass sie sich mit eigenem Fachkräftenachwuchs bestmöglich für die Zukunft aufstellen“, sagt Bensegger.

Der Ausschussvorsitzende der IHK verweist zudem auf die guten Karriereaussichten im Anschluss an eine Berufsausbildung: „Die hohe Qualität der Ausbildung in unseren
Betrieben und Berufsschulen legt den Grundstein für ein erfolgreiches und erfülltes Berufsleben, das viele Aufstiegsmöglichkeiten bietet. Die Vorteile einer Berufsausbildung müssen wir noch stärker bekannt machen. Wichtig ist am Ende, dass wir jeden ausbildungswilligen Jugendlichen auch davon überzeugen und für eine Ausbildung in der heimischen Wirtschaft gewinnen.“

 

Noch viele Stellen unbesetzt

Laut Arbeitsagentur sind derzeit noch 770 Ausbildungsplätze in der Region Rosenheim (Stadt: 193, Landkreis: 577) unbesetzt, darunter auch Lehrstellen im Handwerk und in den freien Berufen. Diesen freien Stellen stehen 537 (Stadt: 132, Landkreis: 400) als unversorgt gemeldete Bewerber gegenüber (Stand: Juli 2020). Rein rechnerisch steht damit jedem Bewerber in Stadt und Landkreis mehr als eine Lehrstelle zur Auswahl. Bensegger ermutigt deshalb bislang erfolglose oder noch unentschlossene Schulabgänger, sich weiter für eine Ausbildung zu bewerben. „Unser Ziel ist es, dass trotz aller aktuellen Schwierigkeiten jeder ausbildungswillige Schulabgänger auch in Stadt und Landkreis Rosenheim einen Ausbildungsplatz erhält.“

Zu den Top-Ausbildungsberufen in der Stadt gehören Verkäuferinnen und Verkäufer, Bankkaufleute sowie Kaufleute im Einzelhandel. Bei den Mädchen ist der Beruf als Bankkauffrau am beliebtesten, bei den Buben führt der Verkäufer die Rangliste an. Insgesamt absolvieren in der Stadt junge Männer und Frauen eine Ausbildung in 57 Berufen.

Zu den Top-Ausbildungsberufen im Landkreis Rosenheim gehören die Industriekaufleute, Kaufleute im Einzelhandel sowie die Kaufleute für Büromanagement. Bei den Mädchen ist der Beruf als Industriekauffrau am beliebtesten, bei den Buben führt der Industrie-mechaniker die Rangliste an. Insgesamt absolvieren im Landkreis junge Männer und Frauen eine Ausbildung in 81 Berufen.

In der Stadt Rosenheim gibt es aktuell 240 IHK-Ausbildungsbetriebe, im Landkreis sind es aktuell 485 IHK-Ausbildungsbetriebe. Sie stehen für rund 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse. Freie Lehrstellen mit sofortigem Ausbildungsbeginn sind noch unter www.ihk-lehrstellenboerse.de zu finden.

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