Starkes Votum gegen Hofstatt-Sperrung

Wirtschafts-Förderungs-Verband übergibt rund 4.000 Unterschriften an den Bürgermeister

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„Die Sperrung der Altstadt von der Hofstatt bis zum Marienplatz für den Verkehr – auch nur versuchsweise – wäre für unseren Einzelhandel eine echte Katastrophe. Wir mussten auf den Antrag einer Interessengemeinschaft reagieren“, sagte Moritz Hasselt heute am Rande der Übergabe von rund 4.000 Unterschriften an Bürgermeister Michael Kölbl. Der Vorsitzende, der zusammen mit weiteren WFV-Vertretern gekommen war, stellte nochmals klar:

„Die Unterzeichner plädieren für eine uneingeschränkte Zufahrt in die Altstadt – 24 Stunden, sieben Tage in der Woche“, so Hasselt. „Unsere Argumente haben wir der Stadt, dem Bürgermeister und den Stadträten bei einem guten, informativen und sachlichen Gespräch vorgetragen. Wir hoffen jetzt auf eine Entscheidung im Sinne des Einzelhandels.“

Hasselt dankte allen, die sich in den vergangenen vier Wochen in die Listen eingetragen hatten. „Das ist ein starkes Votum. Wir haben immerhin fast zehnmal so viele Unterschriften, wie die Interessengemeinschaft.“ Letztere hatte sich im Rahmen einer Bürgerfragestunde im Rathaus dafür eingesetzt, am Samstag die Hofstatt ab 9 Uhr morgens für den gesamten Verkehr zu sperren (wir berichteten), was dann den WFV auf den Plan rief.

Auch die versuchsweise Sperrung der Strecke von der Hofstatt bis zum Marienplatz, wie sie die ISEK-Lenkungsgruppe vorschlug, sei für den Einzelhandel untragbar, so Hasselt weiter. „Wenn sich das mal in den Köpfen unserer Kunden festgesetzt hat, dass man ins Zentrum der Altstadt nicht mehr mit dem Auto fahren kann, ist das schwer wieder zu revidieren.“

Foto: Mit von der Partie waren heute auch Gerd Maas (links) sowie Christine Deliano und Heike Maas (rechts).

 

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WFV startet Unterschriftenaktion

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16 Gedanken zu „Starkes Votum gegen Hofstatt-Sperrung

  1. Das sind dann also auch 4.000 Unterschriften für eine konsequente Überwachung der bestehenden Verkehrsregeln (siehe Kleingedrucktes in den Unterschriftenlisten). Und diese sehen in der Hofstatt z.B. ein Parkverbot vor. Ich kann mir schon vorstellen, wer dann am lautesten aufschreit, wenn diese konsequente Überwachung tatsächlich kommt.

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    1. Das war nicht klein-, sondern fettgedruckt. Und ja, genau das ist das Mittel der Wahl, um allen Interessen gerecht zu werden: die bestehenden Regeln für den verkehrsberuhigten Bereich mit Schrittgeschwindigkeit und dem Parken außerhalb markierter Flächen nur zum Be- und Entladen besser durchsetzen. Warum sollte da jemand laut aufschreien, wenn er genau dafür Unterschriften gesammelt hat – und das waren viele.

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      1. Weil man bei einer konsequenten Umsetzung der bestehenden Verkehrsregeln auch konsequent zwischen Be- und Entladen auf der einen und Parken auf der anderen Seite unterscheiden würde. Und die StVO ist hier ganz klar: wer aussteigt, um eine Besorgung zu machen, der parkt – egal, wie kurz er dabei im Parkverbot steht. Also würden bei einer konsequenten Überwachung alle Nur-schnell-mal-Semmeln-Holer einen Strafzettel riskieren. Ja, ich bin mir sicher, dass genau das einen Riesen-Aufschrei geben würde.

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        1. .. @So what?….Aber fairerweise sollten dann auch in dem Bereich gekennzeichnete Parkflächen ( für Kurzzeitparker , wie z,B. in Mühldorf) zur Verfügung gestellt werden.

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          1. Jetzt könnte man böse sein und sagen „das war aber nicht Gegenstand der Forderungen vom WFV, weil man ja explizit die BESTEHENDEN Regeln durchgesetzt sehen möchte“ – aber ja, den Versuch wäre es sicher wert. Vorm Schweigstetter / Glaser Heinrich würde man schon ein paar Kurzzeitparkplätze mit der berühmten „Brötchentaste“ unterbringen, die weder den fließenden Verkehr noch Fußgänger groß stören würden. Und Außenauslagen haben die beiden Geschäfte auch keine. Vielleicht sollte man dann auch noch in der Schustergasse auf Höhe Jakobskirche provisorisch 2 oder 3 Stellplätze für Behinderte ausweisen, da wo sowieso heute schon ständig falsch geparkt wird. Dann hätten ältere oder behinderte Kirchgänger auch was davon. Das wären halt alles mal so Gedankenansätze, die man ebenso wie die geforderte Wochenendsperrung einfach mal ausprobieren und auf Alltagstauglichkeit testen könnte. Aber leider ist die hiesige Autolobby ja ausdrücklich gegen jegliche Experimente.

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  2. Es müsste dringend eine konsequente Überwachung her!
    Dann würde es auch funktionieren weil jetzt sagen die meisten ach der steht auch da dann bleibe ich auch kurz stehen.
    Ich wäre für die Bürgerwehr die zugleich den Politessen unter die Arme greifen kann!
    Die Leiden nämlich auch an einem wahnsinnigen Personalmangel!!!

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  3. Hoffstatt und Umgebung , sind doch alles Parkplätze der Backstube. Politessen und Polizei tut da gar nix !
    Nagelschmidgasse dauern zu geparkt,kein Rettungsweg,Feuerwehrzufahrt,,
    Dem Ordnungsamt ist dies bekannt,tut aber nix. Warum eigentlich .

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  4. Tiefseetaucher

    Schade das der Einzelhandel wohl nur deshalb profitabel ist,(wenn man die Veröffentlichungen und Stellungnahmen liest) weil verkehrswidrig parkende Kunden einkaufen. Das laufende Kunden vom kostenlosen Parkhaus bis zur z.b Apotheke an vielen Einzelhandels Geschäften vorbei gehen wo evtl Zusatzkäufe getätigt werden können , wenn es der Handel richtig angeht mit seiner Aussendarstellung sollte schon berücksichtigt werden in der Diskussion.und das diese Kunden etwas mehr Zeit mitbringen müssten statt verkehrswidrig zu parken ist sicher nicht sofort von jedem akzeptiert aber warum nicht ausprobieren? Nach dem Motto : versuchen, bewerten und dann reagieren,statt im Vorfeld endlos zu debattieren

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  5. Wasserbörger

    Es beschwert sich keine Sau, dass die Schustergasse nur Morgens für Lieferverkehr befahrbar ist. Wo wäre also das große Drama, das für die Hofstatt bis zum Weißen Rößl genauso zu machen?

    Den paar Leuten mit Garage dort ist doch ohne große Probleme eine Sonderberechtigung gegeben.

    Parkplätze kann man auf der Strecke an einer Hand abzählen. Das meiste ist Durchfahrtsverkehr in Form von Posern und Parkplatzsuchenden, die dann entweder wild parken oder noch 5x in der Hoffnung auf was freies durchfahren, obwohl 500m in jeder Richtung leere kostenlose Parkhäuser, ein riesiger kostenloser Parkplatz sowie ein großer bezahlter Parkplatz sind.

    Das Argument „Die Innenstadt würde aussterben“ ist einfach dumm und verbohrt.

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  6. 4000 Unterschriften von Wasserburgern, Pendlern, Tagesausflügern, Urlauber und vielleicht auch Leute die sich in mehreren Listen in diversen Geschäften eingetragen haben. Ob dies dann ein „Starkes Votum“ ist, daran möchte ich zweifeln. Mich würde interessieren, wenn die Gegner dieser Unterschriftenliste eine eigene auflegen, erst dann kann man von einem aussagefähigem Votum ausgehen.

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    1. Christian Huber Beitragsautor

      Herr Hof, da sind Sie schlecht informiert. Die 4.000 Unterschriften sind bereits die Reaktion auf eine Unterschriftenaktion der „Gegner“. Für die Unterschriftenliste des WFV musste niemand in Wasserburg gemeldet sein. Das war keine Vorgabe. Ganz im Gegenteil: Der Wasserburger Einzelhandel macht zu einem großen Teil seinen Umsatz mit Kunden aus dem Altlandkreis oder darüber hinaus. Auch war die Sache weder amtlich noch repräsentativ. Es wurde nicht mal genau nachgezählt, weil’s letztlich egal ist, wie viele Unterschriften es genau sind … es ging dem WFV nur darum, als Reaktion auf die erste Unterschriftenaktion ein Zeichen zu setzen … nicht mehr und nicht weniger …

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      1. Und diese „Gegner“, also die immerhin 400 Unterzeichner für ein bisserl mehr Verkehrsberuhigung (in Teilen der Altstadt, keineswegs flächendeckend und auch nur versuchsweise) erscheinen den Wasserburger Einzelhändlern als Kunden so entbehrlich, dass man sich diese absolut kompromisslose Haltung zweifellos leisten kann. So schlecht kann es den Einzelhändlern dann wohl (noch) nicht gehen.

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      2. Wenn es nicht repräsentativ ist und wenn es egal ist wieviel unterzeichnet haben warum wurden dann die Unterschriften dem Bürgermeister übergeben.
        Der hat doch eh genug Arbeit.

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  7. Vor jedem Einkaufsladen, Discounter, Kindergarten und Schulen in Wasserburg ist ein Parkplatz vorhanden, wo reger Verkehr ist.
    Da beschweren sich keine besorgten Mütter oder sonst Jemand und sammelt Unterschriften aus Angst davor,das Kinder durch Autofahrer zu Schaden kommen könnten.
    Beobachten sie mal die Parksituation vor einem Kindergarten in der Früh, wie die ach so besorgten Mütter dort parken, da wird Ihnen ein Licht aufgehen..

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  8. Der Hof muss doch immer seinen Senf dazu geben!
    Hat wohl genügend Zeit dafür!
    Furchtbar…..

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  9. Ob ich Zeit habe oder nicht, kannst du nicht beurteilen. Gott sei Dank darf man in einer Demokratie seine Meinung äußern, oder bist du da dagegen.

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