Starbulls: Leider verloren ohne den verletzten Tyler

Eishockey Playoff-Viertelfinale: 2:1-Serienführung für Bietigheim - Am Freitag Revanche

image_pdfimage_print

schluckJa, dann Prost (unser Foto): Die Starbulls Rosenheim haben gestern am Dienstagabend das dritte Spiel der Playoff-Viertelfinale gegen die Bietigheim Steelers mit 1:5 verloren! Vor 2.451 Zuschauer in der Bietigheimer EgeTransArena gerieten die Starbulls bereits im ersten Spielabschnitt mit 0:2 ins Hintertreffen. Drei unglückliche Gegentore in den ersten Minuten des zweiten Drittels entschieden die Partie, in denen die Starbulls ihrem Gegner aber mehr entgegensetzen konnten, als noch im ersten Auswärtsspiel der Serie. David Vallorani gelang …

… knapp zwei Minuten vor der Schlusssirene nur noch der Ehrentreffer.

Die Starbulls mussten in dieser dritten Playoff-Viertelfinalpartie auf Tyler McNeely verzichten. Der bisherige Topscorer der Playoff-Phase musste wegen der Folgen des harten Checks von Max Prommersberger in den Schlussminuten der Partie am Sonntag passen.

Trainer Franz Steer stellte in der zweiten Sturmreihe deshalb Stefan Loibl und Manuel Edfelder zu David Vallorani. Im dritten Starbulls-Sturm agierte Andrej Strakhov neben Fabian Zick und Maximilian Vollmayer. Die vierte Sturmreihe, die ebenfalls regelmäßige Eiszeit erhielt, bildeten Leopold Tausch, Mondo Hilger und Florian Gaschke. Das Rosenheimer Tor hütete wieder Timo Herden.

Die Steelers, die auf den für ein Spiel gesperrten Shawn Weller verzichten mussten, dominierten die Anfangsminuten. Rene Schoofs scheiterte mit der ersten Chance des Spiels per Rückhand an Timo Herden (3.). Zwei Minuten später war Herden aber zum ersten Mal geschlagen. Bietigheims Kapitän Adam Borzecki hatte von halbrechts aus der Halbdistanz aus dem Handgelenk überraschend abgezogen und halbhoch ins linke Eck getroffen – 1:0 (5.).

Und auch den Treffer zum 2:0 erhielt Borzecki gutgeschrieben, die Scheibe fand den Weg aber von einem Rosenheimer Spieler unhaltbar für Herden ins eigene Tor – 2:0 (9.). Sekunden zuvor hatte Justin Kelly den Pfosten getroffen und damit für die letztlich entscheidende Verwirrung in der Rosenheimer Abwehr gesorgt. Als die Starbulls dann nach einer kleinen Strafe gegen Stretch auch noch in Unterzahl agieren musste, verhinderte Herden mit guten Paraden mehrfach den dritten Gegentreffer.

Ein von Frederik Cabana angezettelter Fight mit Beppo Frank – beide Spieler erhielten je zwei kleine Strafen sowie eine zehnminütige Disziplinarstrafe – veränderte den Spielcharakter. Die Starbulls kamen besser in die Partie und zu Abschlüssen. Cabana kam nicht mehr auf das Eis zurück, Steelers-Trainer Gaudet sprach nach der Partie von einer Vorsichtsmaßnahme.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts hatte Peter Lindlbauer in Überzahl gleich zweimal den Anschlusstreffer auf dem Schläger. Zunächst zielte der Rosenheimer Verteidiger bei freier Schussbahn wenige Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (22.), dann traf er nur das Eisen des Bietigheimer Tores (23.). In dieser Phase hätte die Partie kippen können. Das Tor fiel aber auf der anderen Seite. P.J.Fenton staubte zum 3:0 ab, nachdem McKnight die Maske von Starbulls-Keeper Herden getroffen hatte, die Hauptschiedsrichter aber keinen Grund sahen, das Spiel deshalb zu unterbrechen (27.).

Zwei Minuten später entschied ein Bietigheimer Doppelschlag mit zwei Toren binnen 17 Sekunden die Partie. Zunächst verwertete Rene Schoofs, der völlig frei im Slot stand, in Überzahl eine Rückpass von McKnight zum 4:0, dann schloss P.J.Fenton ein Solo gegen eine viel zu zögerlich agierende Starbulls-Defensive mit der Rückhand zum 5:0 ab (29.). Beide Male ließ Torwart Herden die Scheibe durch die „Hosenträger“ über die Linie rutschen. Starbulls-Coach Franz Steer nahm eine Auszeit, holte Timo Herden vom Eis und ersetze ihn durch Lukas Steinhauer.

Der Rest des zweiten Spielabschnitts gehörte wieder den Starbulls, die aber beste Torchancen ungenutzt ließen. Stefan Loibl und David Vallorani kamen jeweils frei vor Sinisa Martinovic zum Abschluss, scheiterten aber am glänzend aufgelegten Bietigheimer Schlussmann. Der konnte sich, wie auch Gegenüber Lukas Steinhauer, im letzten Spielabschnitt noch einige Male auszeichnen. Während die Steelers aber über weite Strecken nur noch ihren Vorsprung verwalteten, begaben sich die aktiveren Starbulls durchaus auf die Suche nach ihrem ersten Auswärtstreffer in dieser Serie. Dominik Daxlberger nahm gleich zweimal eine Einladung dazu nicht an, als er das leere Tor vor sich hatte, aber zu lange zögerte. Nach über 118 Auswärtsminuten brach schließlich David Vallorani nach Zuarbeit von Daxlberger doch noch den Bann und erzielte 105 Sekunden vor der Schlusssirene den Ehrentreffer zum 5:1.

Damit gehen die Bietigheim Steelers in der „Best-of-Seven-Serie“ zurecht mit 2:1 in Führung. In Spiel Nummer vier, das am Freitag um 19:30 Uhr in Rosenheim stattfindet, haben die Starbulls aber erneut die Möglichkeit zum Ausgleich.

Foto: Starbulls

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren