Sparkasse Wasserburg weiter auf Erfolgskurs

Jahresbilanz: Durchweg positive Zahlen trotz langanhaltender Niedrigzins-Phase und Corona

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„Wir blicken auf ein positives Geschäftsjahr 2019 zurück, das für uns ein Wachstum von 3,8 Prozent brachte. Trotz der langanhaltenden Niedrigzins-Phase und der Corona-Krise können wir sehr zufrieden sein”, sagte Peter Schwertberger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Wasserburg. Wie berichtet, legte er gestern zusammen mit Bürgermeister Michael Kölbl (Aufsichtsrat) und den beiden stellvertretenden Vorständen Andreas Bonholzer (links) und Christian Fuchsbüchler (rechts) vor die Bilanz mit den Geschäftszahlen vor. Und die können sich sehen lassen:

So stieg die Bilanzsumme um 46 Millionen Euro von 1,219 auf 1,265 Milliarden an. Die Gesamteinlagen stiegen von 938 auf 968 Millionen Euro an (+3,1 Prozent). Und auch bei den Ausleihungen konnte man ein kleines Plus von einem Prozent erzielen: Von 741 auf 748 Millionen Euro. „Das ist eine etwas geringere Steigerung als in den Vorjahren, hat aber damit zu tun, dass große Darlehen getilgt wurden, weil Firmen gerade sehr liquide waren”, so Schwertberger.

Besonders stolz ist die Sparkasse Wasserburg auf ihr Eigenkapital, das 157 Millionen Euro umfasst. Damit liegt man als relative kleine Bank bayernweit im Vergleich mit allen 64 Sparkassen auf einem überragenden siebten Platz. Schwertberger: „Das gibt uns ein sehr, sehr gutes Gefühl.” Man freue sich auch, vom Erfolg der Sparkasse etwas zurückgeben zu können. So habe man 2019 über 800.000 Euro an Gewerbesteuer entrichtet, über 900.000 Euro an Körperschaftssteuer.

Lediglich bei den Kreditzusagen habe man ein Minus eingefahren. „Das muss man allerdings relativieren”, wie Andreas Bonholzer, stellvertretendes Vorstandsmitglied”, erklärte. 2018 war ein absolutes Rekordjahr. Da hatten wir ein Allzeithoch im Darlehensgeschäft. Das hat sich in 2019 wieder etwas relativiert. Obendrein haben wir viele Darlehen an die LBS vermittelt, weil viele Kunden langfristige Zinsbindungen wollten. Deshalb ging das Gesamtdarlehensgeschäft bei uns von 164 auf 123 Millionen Euro zurück.”

Im Wertpapier- und Investment-Geschäft bleibt die Sparkasse Wasserburg im Bayernvergleich nach wie vor in der absoluten Spitzengruppe. Bei den Kundenverbindlichkeiten belegt man  Platz vier von 64. Zum Jahresende wurden Fonds in Höhe von fast 200 Millionen Euro in den DEKA-Bankdepots verwahrt. „Extrem erfolgreich” sei man auch auf dem Gebiet Bausparen und Versicherungen sowie bei der Vermittlung von Immobilien gewesen, so Bonholzer. Und Schwertberger ergänzte: „Wir haben einen sehr, sehr hohen eigenen Immobilien-Bestand. Wir forcieren das. Auch im Sinne der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Bei uns kann der Mieter sicher sein, dass es keine Kündigung wegen Eigenbedarf gibt.”  Neue Bauprojekte plant die Sparkasse derzeit in Babensham und Isen. In Hohenlinden entsteht gerade ein neues Mietshaus mit acht Wohnungen.

Über das weiter wachsende digitale Angebot der Sparkasse Wasserburg berichtete Robert Minigshofer. „Online ist weiter klar auf dem Vormarsch”, so sein Fazit. Bereits 17.400 Kunden (zehn Prozent mehr als im Vorjahr) nähmen am Online-Banking teil. „Und dabei werden mobile Endgeräte wie das Handy immer beliebter.” Im Vormarsch sei gerade jetzt zu Zeiten von Corona auch das kontaktlose Bezahlen.

Noch zwei Ausbildungsplätze frei

Christian Fuchsbüchler, stellvertretendes Vorstandsmitglied, berichtete über den Schutz der 200 Mitarbeiter und 14 Auszubildenden während der aktuellen Corona-Pandemie. So habe man Risikogruppen bewusst zuhause gelassen, die Räumlichkeiten der derzeit geschlossenen Geschäftsstellen als Ausweichbüros genutzt. Das gesamte Personal habe sich vorbildlich verhalten und alle hätten an einem Strang gezogen. „Fuchsbüchler: Dennoch war abends manchmal nicht klar, wie die personelle Lage am anderen Morgen aussieht.” Dennoch sei man bisher prima durch die Krise gekommen, so Fuchsbüchler. Er wies darauf hin, dass die Sparkasse nach wie vor ein attraktiver Arbeitgeber sei. „Wir haben übrigens im Herbst noch zwei Ausbildungs-Stellen offen und freuen uns über Bewerber.”

 

Zu Spenden und Sponsoring der Sparkasse nahm abschließend nochmals Robert Minigshofer Stellung. „Ohne die Unterstützung der Sparkasse Wasserburg wären zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen in 2019 im sozialen, kulturellen oder sportlichen Bereich nicht möglich gewesen.” 177.000 Euro habe man im Jahresverlauf gespendet. Noch einmal über 60.000 Euro habe aus der Sozial- und der Kulturstiftung gegeben. Dazu Bürgermeister Michael Kölbl, Aufsichtsrat der Sparkasse:  „Die Sparkasse Wasserburg ist erster Ansprechpartner der Vereine in Stadt und Altlandkreis. Und wir brauchen unsere Ehrenamtlichen  in den Vereinen. Ihre Arbeit ist unbezahlbar und sie bringen sie mit großem Herzblut ein.”

 

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