Spannende Architektur

Häuserfahrt im Landkreis: Heizungsvarianten, Energieeinsparung, Wohnklima im Fokus

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Hervorragende Objekte als Beispiele zur Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Bauen der Zukunft und hochwertiger Architektur gab es auch diesmal bei der traditionellen Häuserfahrt im Landkreis zu sehen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger, aber auch Bauherren und Fachleute nutzten die Gelegenheit, mit Eigentümern und Architekten ins Gespräch zu kommen. Organisiert wurde die Fahrt, die unter dem Motto „Privathäuser für jedermann“ stand, vom Architektur-Arbeitskreis RosenheimKreis e.V. und der Wirtschaftsförderstelle des Landkreises Rosenheim.

Zu Beginn der Tour wurde eine aus dem Jahr 1972 bestehende Doppelhaushälfte im Rosenheimer Ortsteil Aising besichtigt. Die Substanz des Gebäudes sowie eine heute nicht mehr zeitgemäße Raumaufteilung machten eine komplette Entkernung des Gebäudes sowie die Angliederung eines Erweiterungsgebäudes an der Südost-Seite notwendig. Auf der neu geschaffenen Dachterrasse konnten die Teilnehmer selbst in den Genuss des herrlichen Bergblicks kommen.

Als nächste Station stand ein Niedrigenergiehaus in unmittelbarer Nähe des Simssee-Südufers auf dem Programm. Gut ersichtlich waren hier die moderne Anordnung und Proportion der Fenster sowie die großflächigen Öffnungen auf der Südseite, in Verbindung mit einem großen südlichen Dachüberstand, welche dem Baukörper einen zeitgemäßen Ausdruck verleihen. Versorgt wird das Niedrigenergiehaus durch eine Photovoltaikanlage auf dem Haus- und Garagendach, die auch zur Warmwasserbereitung und für die Fußbodenheizung genutzt wird.

Kurz vor der Einkehr beim Gasthof Hirzinger in Söllhuben konnte dessen eigene Hotelerweiterung in Holzmodulbauweise inspiziert werden (Foto oben). Dem Hotelbetreiber ist es dabei gelungen, Nachhaltigkeit und ein klares architektonisches Konzept möglichst kostengünstig und zeiteffizient miteinander zu vereinen. Vor Ort konnten sich die Teilnehmer selbst von den vorgefertigten und auf der Baustelle montierten lichtdurchfluteten Raummodulen und Zimmern aus Birken-, Zirben- oder Eichenholz überzeugen.

Im zweiten Teil der Häuserfahrt wurden abschließend zwei Einfamilienhäuser in Rimsting und Stephanskirchen besichtigt. Beim ersten Objekt galt es, das Baufenster maximal auszunutzen und das große Volumen durch geschickte Gliederung des Baukörpers in den vorhandenen Maßstab einzupassen. Beim zweiten Objekt nahe eines Seeparkplatzes handelte es sich um ein saniertes und renoviertes Einfamilienhaus aus den 1920er Jahren, das im Kern in seiner ursprünglichen Größe und Raumgeometire erhalten wurde und sich heute in seiner ländlichen Umgebung mit zeitgemäßer Interpretation von Fassade, Material, zeitgemäßer Haustechnik und moderner Grundstücksgestaltung präsentiert.

Ihr Interesse an der Veranstaltung zeigten die zahlreichen Teilnehmer durch angeregte Diskussionen untereinander und viele Fragen zu möglichen Heizungsvarianten, Energieeinsparmöglichkeiten, Baukosten und Wohnklima, die sie direkt vor Ort an die stolzen Bauherren und ihre Architekten richten konnten.

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