„Spannen einen Schutzschirm auf”

Über die Einrichtungen der Behindertenhilfe - Niemand dürfe seinen Job verlieren

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Der Bezirk Oberbayern hat mit den Trägern der Einrichtungen und Dienste der Behindertenhilfe großzügige Vereinbarungen getroffen, um die Corona-Krise finanziell zu überbrücken. „Wir spannen einen Schutzschirm über unseren Partnern auf“, sagte jetzt Bezirkstagspräsident Josef Mederer. „Keine Einrichtung darf jetzt in existentielle Nöte geraten. Damit haben unsere Partner den Kopf frei, die Herausforderungen engagiert und kreativ zu meistern.“

Gleichzeitig habe der Bezirk Oberbayern damit die Weichen gestellt, so der Bezirkstagspräsident weiter, „dass jetzt niemand seinen Job verliert und nach dieser Ausnahmesituation alle in der gewohnten und bewährten Weise weiterarbeiten können. Wir werden weiterhin schnell, entschlossen und verantwortungsbewusst handeln, um die Ansteckung mit dem Corona-Virus einzudämmen. Dafür setzen wir im Bezirk Oberbayern all unsere Energien und Ressourcen ein.“

Gemäß einer Verordnung des Bayerischen Gesundheitsministeriums wurden alle Werk- und Förderstätten für Menschen mit Behinderungen vorerst bis zum 19. April geschlossen. Die Einschränkungen gelten auch für Kindertagesstätten und weitere Einrichtungen der Behindertenhilfe.

In dem Erlass ist auch geregelt, dass die Einrichtungen Notangebote offen halten können, damit beispielsweise Kinder des medizinischen Fachpersonals weiter betreuen werden können. Soweit es die derzeitigen Umstände erlauben, versucht der Bezirk Oberbayern deshalb gemeinsam mit den Trägerverbänden Notangebote etwa in Heilpädagogischen Tagesstätten sowie Werk- und Förderstätten zu ermöglichen.

Auch viele Beratungsstellen wie die Sozialpsychiatrischen Dienste und Suchtberatungen können nicht mehr wie gewohnt arbeiten. Hier werden vielfach vor Ort alternative Beratungsmöglichkeiten etwa per Telefon oder E-Mail ausprobiert und angeboten.

Auch die Leitstelle des vom Bezirk Oberbayern finanzierten Krisendienstes Psychiatrie ist wie gewohnt unter 0180 / 655 3000 erreichbar. „Durch diese Krise geraten viele Menschen in seelische Extremsituationen“, sagte der Bezirkstagspräsident. „Beim Krisendienst haben sie hochkompetente Ansprechpersonen, um über ihre Sorgen und Ängste zu sprechen.“

Des Weiteren unterstütze der Bezirk Oberbayern auch die Träger von Wohnangeboten für Menschen mit Behinderungen, „damit sie vor Ort die noch kommenden Herausforderungen zusammen mit uns meistern können“.

Mederer: „Gemeinsam mit den Trägern aller Einrichtungen und Dienste müssen wir die Lage jeden Tag neu bewerten. Unser Ziel ist es, alle umfassend zu schützen. Deshalb kann es zu weiteren Einschränkungen kommen, für die ich alle um ihr Verständnis bitte.“

Foto: Mederer

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