So viele gelöste Fälle wie noch nie

Aber mehr Drogen-Delikte, mehr schwere Körperverletzungen - Die Sicherheitslage im Altlandkreis

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Eine getrübte Bilanz wegen der Rauschgiftdelikte im Altlandkreis, die Anzahl stieg um gleich ein Drittel von 93 im Vorjahr auf nun 122 Anzeigen! Und um fast 20 Prozent zugenommen hat leider auch die Zahl der gefährlichen und schweren Körperverletzungsdelikte – nämlich von 52 auf 62 Fälle! Die Stadt Wasserburg sowie die elf Gemeinden des Dienstbereiches wurden jetzt von der Polizei Wasserburg über die Kriminalitätsentwicklung 2018 im Altlandkreis informiert. 1357 Straftaten mussten 2018 bearbeitet werden (siehe Grafik Art der Straftaten) – das meldet die Polizei am heutigen Dienstagvormittag.

Das bedeutet eine Abnahme von 107 Fällen oder 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die schon 2017 erreichte hohe Aufklärungsquote der Polizei konnte dabei nochmals verbessert werden: Sie stieg um 2,2 Prozent und damit auf noch nie erreichte 73,8 Prozent! Von den 1357 Straftaten wurden somit 1001 geklärt …

Die Gewaltkriminalität hat 2018 im Bereich der Polizei Wasserburg hat insgesamt gesehen geringfügig um drei Prozent abgenommen. 182 (Vorjahr 216) vorsätzliche (einfache) Körperverletzungsdelikte (-15,7%).

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung nahmen von 48 auf 30 Anzeigen (minus 37,5%) ab. 83,3% aller Sexualstraftaten konnten hier geklärt werden.

Die Jugendkriminalität im Altlandkreis hatte einen Anteil von 20,8 Prozent und blieb exakt gleich. Von den 764 ermittelten Tatverdächtigen waren 159 jünger als 21 Jahre. 608 der Täter waren männlich, 156 weiblich.

Der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen betrug mit 205 ermittelten Tätern 26,8 Prozent von allen Tatverdächtigen im Bereich der Polizei Wasserburg im Altlandkreis.

Gegenüber dem  Vorjahr ist  die Anzahl der Diebstähle  um  16,9 Prozent gesunken. Ladendiebstähle nahmen um 17,6 Prozent ab. Sonstige einfache Diebstähle reduzierten sich um 19,1 Prozent. Schwere Diebstähle insgesamt verringerten sich um 11,3 Prozent – schwere Diebstähle/Einbrüche in/aus Diensträumen, Büros oder Werkstätten nahmen deutlich um 20,0 Prozent ab (nur mehr acht Delikte).

Es waren auch deutlich weniger Wohnungseinbrüche (14 Straftaten) zu bearbeiten – minus 22,2 Prozent.

Bei den Pkw-Diebstählen dagegen war eine Zunahme von gleich 100 Prozent zu verzeichnen – von von drei Fällen auf sechs!

Fahrraddiebstähle wurden mit 28 zu 34 Delikte genau 17,6 Prozent weniger zur Anzeige gebracht.

2018  verringerte sich auch die Anzahl an Fällen von Sachbeschädigungen an Kfz von 68 auf 48 Straftaten (-29,4%). Andere vorsätzliche Sachbeschädigungen nahmen um 39 Straftaten von 196 auf 157 ab.

Die Vermögens- und Fälschungsdelikte verringerten sich von 216 auf 201 Fälle.

Der Gesamtschaden aller Delikte belief sich im Jahr 2018 auf 1 756 675 Euro. Im Vorjahr betrug die Schadenssumme mit 3 842 847 Euro noch erheblich mehr.

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