„So, jetzt hab ich’s verstanden”

Jetzt hab ich’s verstanden: Der Chef von China, der Xi Jinping, der hat dem Donald Trump bei so einem Staatsbesuch-Brimborium in die Fledermaussuppe gespuckt. Der Trump hat die Suppe brav ausgelöffelt, damit es keine diplomatischen Verwicklungen gibt und Hunger hat er auch gehabt. Das hat dann aber in ihm nachgegoren und da ist ihm versehentlich einer entwichen. Aus seinem internen US-Biolabor. Eigentlich geheim, aber aus Trump entweicht ständig etwas. Meist unter der Gürteltierlinie. Bösartiges. Und offenbar jetzt auch mal mehr als heiße Luft.

Der Bill Gates hat dem Trump dann geholfen, das in der ganzen Welt zu verteilen. Vermutlich einfach bei Windows ein Fenster offen gelassen. Der Billy Boy wird bald ein Schweinegeld mit Virenscannern verdienen.

Die Kim Kardashian hat das alles vorausgesehen. Sagt sie. Sie hätte es gelesen. Deswegen ist das fragwürdig. Der Jair Messias (!) Bolsonaro in Brasilien hat nämlich auch nichts gelesen und sieht auch kein großes Problem. Allenfalls ein bisschen Schnupfen, der von Medien übertragen wird. Da hilft dann der Virenscanner von Bill Gates bestimmt auch.

Bis dahin schmiert man sich die Nasenlöcher mit Bepanthen zu, gurgelt Desinfektionsmittel, trinkt täglich einen Schluck Bleichmittel, legt sich aufgeschnittene Zwiebeln aufs Nachtkästchen und schaut YouTube-Videos mit Wolfgang Wodarg. Dann wird alles gut. Von selber. Oder?

Jetzt hoffe ich, ihr versteht, was ich verstanden hab: Dass es selbst in schlimmen Zeiten – oder gerade dann –, welche gibt, die Humbug erzählen. Weil sie sich wichtig tun, um daran zu verdienen, weil sie unbedingt was glauben wollen, weil sie dumm sind … ich weiß es nicht. Aber jedenfalls alles kein Grund, um solchen Unsinn nachzuplappern.

Wie hat der Immanuel Kant schon gewusst: Hirn einschalten vorm Reden, oder so ähnlich. Die ganzen Wissenschaftler, Journalisten und Politiker sind doch alle nicht auf der Brennsuppen daher geschwommen. Und was für ein Riesenapparat wäre denn da notwendig, wenn die sich nur so einig wären, weil sie sich verschworen hätten? Und wie sollte man so eine Riesenverschwörung beieinander halten, dass nicht ständig einer ein eigenes Verschwörungsextrasüppchen kochen wollte? Freilich, nichts ist unmöglich, aber einiges ist eher unwahrscheinlich. Unwahrscheinlich selbst wenn der Nachbar meint: „Das stimmt, ich hab’s gelesen, im Internet.“

Überlasst das Forschen, denen, die es gelernt haben. Passt lieber auf euch auf, seid brav und folgt den Regeln und helft, wo es irgendwie geht, zusammen.

Nix für ungut, liebe Verschwörungstheoretiker.

Man wird sich in Wasserburg ja noch a bisserl das lose Löwenmäulchen zerreißen dürfen.

 

OBACHT! Das Wasti is ned da Huaba! Aa, wenn da Huaba oft des moand, wos aa da Wasti moand …