Sieben Monate Gefängnis

Bundespolizei geht im Landkreis ein 43-Jähriger ins Netz, der eigentlich 10.500 Euro wegen Betrugs zahlen sollte

image_pdfimage_print

Ein Kroate musste gestern ins Gefängnis gebracht werden, weil er eine in einem Strafbefehl des Nürnberger Amtsgerichts geforderte Summe von 10.500 Euro nicht bezahlen konnte. Gefasst wurde der gesuchte 43-Jährige bei Grenzkontrollen der Bundespolizei an der A93 im Landkreis nahe Kiefersfelden.

Bei der Personalien-Überprüfung des Fahrers eines in Österreich zugelassenen Wagens fanden die Bundespolizisten heraus, dass dieser von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth gesucht wurde. Laut Haftbefehl hatte der kroatische Staatsangehörige auf gerichtliche Anordnung hin seit Mitte 2019 eine Geldstrafe in Höhe von 10.500 Euro wegen Betrugs zu zahlen. Außerdem waren noch Verfahrenskosten von rund 1.000 Euro offen.

Dem Verhafteten fehlen schlicht die finanziellen Möglichkeiten, um die Justizforderungen begleichen zu können. Somit bleibt ihm nichts Anderes übrig, als die ersatzweise festgelegte Freiheitsstrafe zu verbüßen, so die Polizei heute Nachmittag.

Demzufolge kann er nach 210-tägigem Gefängnisaufenthalt die Schlüssel seines bei der Rosenheimer Bundespolizei abgestellten Autos wieder entgegennehmen. Der in Oberösterreich gemeldete Kroate wurde in die Justizvollzugsanstalt Traunstein eingeliefert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren