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Der erste Sieg in der Bayernliga beim ESV Staffelsee - Klasse-Comeback von Jana Lamers

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Strahlende Gesichter schon mal vor Spielbeginn bei der Auswärtspartie der Bayernliga: Die verletzten Miriam Zeller und Lena Aß hatten die knapp 100 Kilometer nach Murnau am Staffelsee auf sich genommen – zur Motivation mitten in der Kabinen-Ansprache der Rotter Damen. Mit diesem mentalen Schub und einer neuen Defense-Variante startete Team Rott in das vierte Saisonspiel. Nach drei Niederlagen stand man doch bereits gehörig unter Druck. Eine spannende Partie unter Kellerkindern – auch Staffelsee hatte bislang erst einmal gewonnen – bahnte sich an mit einem Klasse-Comeback der Rotter Spielerin Jana Lamers (vorne links) …

Vor allem Rott merkte man den Druck zu Beginn an. Die ersten beiden Angriffe starteten direkt mit einfachen Ballverlusten.

Danach besann man sich auf das vorab Besprochene und Anja Sattler netzte völlig unbedrängt zwei Dreipunktwürfe ein. Jetzt sollte auch in Murnau bekannt sein, dass die Rotter Kapitänin solche Einladungen nur zu gerne annimmt.
Bis Mitte des ersten Viertels konnten die Rotter Ladies den Vorsprung auf 18:10 (7.Minute) ausbauen.
Danach schlichen sich die zuletzt oft gesehenen Nachlässigkeiten in der Rotter Defense wieder ein und die Damen vom Staffelsee konnten den Anschluss halten und zu Beginn des zweiten Viertels sogar in Führung gehen.

Beim Stand von 21:26 aus Rotter Sicht nahm Trainer Peter Bauer die Auszeit und appellierte an seine Mannschaft, wieder als Team zu spielen. Mit einem knappen ASV-Rückstand von 29:33 ging es so in die Halbzeit.

Und die Marschroute für die zweite Halbzeit war klar, in der Defense noch aggressiver auftreten und im Angriff gute Entscheidungen treffen.
Ersteres gelang direkt zu Wiederbeginn – die Rotter Verteidigung stand und Staffelsee bekam keinen Zugriff mehr auf das Spiel. Allein im dritten Viertel zwangen die Rotterinnen das Heimteam zu 13 Ballverlusten und erlaubten nur acht Würfe.
Leider gelang es nicht, aus der guten Verteidigung Kapital zu schlagen, da auch die Rotter kein Glück im Abschluss hatten.

Nach einer erneuten Auszeit platzte durch einen erfolgreichen Dreipunktwurf von Michi Pfeiffer dann der Knoten und die Damen vom Inn spielten sich in einen Rausch. Innerhalb von zwei Minuten drehten sie den 36:32-Rückstand bis zur Viertelpause auf 41:36.

Durch die konsequente Verteidigung schafften es die Murnauerinnen nur auf drei magere Punkte im dritten Spielabschnitt.
Und Rott hatte noch nicht genug – das letzte Viertel ging so weiter wie das vorherige aufgehört hatte. Nach einem weiteren 10:0-Lauf und einer 51:36-Führung vier Minuten vor dem Schluss war das Spiel entschieden. Den Gastgebern gelang am Ende nur noch Ergebniskosmetik und die Rotter Ladies gewannen mit 60:52 ihr erstes Saisonspiel.

Ihr Saison-Debüt hat dabei Jana Lamers für den ASV Rott in einen Gala-Abend verwandelt. Nach dreimonatiger Verletzungspause war sie mit 19 Punkten Topscorerin, traf dabei viermal außerhalb der Dreipunktlinie und brachte die Damen des ESV Staffelsee mit ihrem Tempo und Antritt zur Verzweiflung.

Ein erleichterter Coach Peter Bauer nach der Partie: Im dritten Viertel haben wir unsere beste Phase der bisherigen Saison gehabt, jetzt müssen wir diese Aggressivität und Cleverness in der Verteidigung über die vollen 40 Minuten bringen. Es war schön zu sehen, wie das Team weiter mitzieht und alle sich gegenseitig pushen.

Am nächsten Samstag steht mit Ingolstadt die nächste, weite Auswärtsfahrt an. Wenn am Ende ein Sieg dabei herausspringt, ist dem Trainer wohl jeder Überraschungsgast in der Vorbesprechung recht.

Es spielten: Lamers 19 Punkte (4 erfolgreiche Dreipunktwürfe), Sattler 11 (2), Bayerl 10 (2), Neef 7, Pfeiffer 5 (1), Luthardt 5, Wottke 2, Lutz 1.

Kuriosum bei den Rotter Herren

Ein Kuriosum erlebten die Rotter Herren beim Spiel in Seeon. Da der zweite Schiedsrichter nicht erschien, konnte das Spiel nicht stattfinden.
Man einigte sich auf eine Verschiebung und spielte ein spontanes Freundschaftsspiel.

pb

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