Sicherheitswacht zieht Bilanz

Über 350 ehrenamtliche Stunden leisteten die Mitglieder der Rosenheimer Sicherheitswacht im letzten Monat ab. Eifrig konnten die Ehrenamtlichen die Rosenheimer Polizei dabei unterstützen. In der ersten Aprilwoche wurden vermehrt Bettler in der Bahnhof-/Münchner Straße festgestellt. Auch mehrere Kirchgänger beschwerten sich über die Bettelei vor beziehungsweise nach der Messe im Umfeld der St. Nikolaus-Kirche.

Den Bettlern, überwiegend aus Rumänien und der Slowakei, wurde ein Platzverweis ausgesprochen.

Am Osterwochenende häuften sich die Mitteilungen über Ruhestörungen im Bereich des sogenannten Innzipfels. Dort, wo Mangfall und Inn zusammenfließen, ist eine großzügige Fläche der ehemaligen Landesgartenschau, der von vielen Besuchern zur Erholung genutzt wird.

Bei mehreren Streifengängen konnte festgestellt werden, dass die überwiegende Zahl die Frühjahrs-Sonne genossen, nur vereinzelt wurden Besucher gebeten, mitgeführte Radios etwas leiser zu stellen. Auch das dort vorhandene Verbot zum Konsum von Alkohol wurde beachtet und eingehalten.

Sich als Zeuge zur Verfügung stellen ist die Kernaufgabe der Sicherheitswacht. In der Münchner Straße konnten die Ehrenamtlichen einen 45-jährigen Rosenheimer beobachten, wie er Passanten belästigte und mit Schimpfwörtern beleidigte. Über das mitgeführte Polizeifunkgerät wurde eine Streife gerufen, die ein Strafverfahren gegen den 43jährigen Rosenheimer einleitete.

Nur ein paar Tage später kam es ebenfalls in der Münchner Straße zu einem Verkehrsunfall und es bildete sich ein kleiner Stau. Ein 23-jähriger Rosenheimer war drüber so verärgert, dass auch er auf andere wartende Verkehrsteilnehmer verbal los ging und wüste Beleidigungen äußerte. Auch hier stellte sich die Sicherheitswacht als Zeuge der Beschimpfungen der Polizei zur Verfügung. Gegen den Fahrer wurde Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung eingeleitet.

Im Umfeld der Schulen in der Ebersberger Straße wurden in letzter Zeit Verschmutzungen festgestellt, auf dem Schulgelände wurde Unrat und Müll abgelagert, wie leere Flaschen oder Dosen. Auch hier sorgte die Sicherheitswacht für Besserung. Eine Gruppe von Jugendlichen, alle aus Rosenheim, wurde vor Ort angetroffen. Nach entsprechender Belehrung verließen sie das Areal und räumten alles wieder sauber auf. Die vorherigen Müllablagerungen waren ihnen nicht nachweisbar, dennoch verabschiedete man sich mit einer entsprechenden Bitte.

Während eines Streifengangs sprach ein Anwohner in der Herbststraße die Sicherheitswacht an und bat um Hilfe. Auf dem Balkon des Nachbarn kletterten zwei Unbekannte, nun werden Gegenstände, wie Stühle, in den Garten geworfen.

Ein 18- beziehungsweise 19-jähriger aus Grafing konnten dann tatsächlich auf dem Balkon festgestellt werden. Eine zur Hilfe gerufene Polizeistreife bewegte die Heranwachsenden wieder herunter zu klettern.

Der Grund für ihre Kletterkünste konnte sich keiner erklären, der alkoholisierte Zustand der beiden war möglicherweise ein Grund.

Gegen die beiden Männer wurde ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruch eingeleitet.

In der sogenannten „Freinacht“ waren auch zwei Teams der Sicherheitswacht unterwegs und unterstützten die Polizei bei der ein oder anderen Ruhestörung und sorgten für Präsenz, um möglichen Vandalismus bereits im Keim ersticken zu können.