„Sicher nicht die besten Besucherzahlen”

WFV zieht Bilanz zum Frühlingsfest - Erfreuliche Polizeistatistik - Lob für neue Platzeinteilung

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Heißes Frühsommerwetter, große Festzelte vor und während des Frühlingsfestes in Babensham und Jakobneuharting: Die Wasserburger Wiesn hatte heuer nicht die erwarteten Besucherzahlen. „Das war sicherlich vom Umsatz her nicht das beste Frühlingsfest“, räumte Moritz Hasselt, Vorsitzender des Festausschusses, bei seiner Bilanz ein. Ein weiterer Grund für den Besucherschwund: „Die Pfingstferien, traditionell Wiesnzeit in Wasserburg, lagen heuer sehr spät. Selbst abends war es auf dem Festplatz oft sehr heiß.”

Bei bis zu 30 Grad im Schatten heizt sich das Zelt nicht unerheblich auf. „Es war manchmal wirklich sehr heiß, obwohl wir heuer erstmals mit riesigen Ventilatoren für Frischluft gesorgt haben.”

Das Sommerwetter spürten auch die Schausteller. Die Sonne brannte tagsüber auf die Fahrgeschäfte herunter: „Badesee statt Frühlingsfest war da das Motto bei vielen Familien, was bei manchen Schaustellern für Umsatzeinbußen bis zu 25 Prozent gesorgt hat.” Dies sei aber von Stand zu Stand ganz unterschiedlich gewesen. „Der BRK-Losstand musste beispielsweise am letzten Tag schon mittags zusperren, weil’s wegen der großen Nachfrage keine Lose mehr gab”, weiß Hasselt.

 

Die beiden Burschenfeste in Babensham und Jakobneuharting mit großen Bierzelten und umfangreichem Programm bekam heuer besonders der Dirndl- und Burschentag auf dem Frühlingsfest zu spüren.

Hasselt: „Wir waren froh, dass wir so viele Teams wie im vergangenen Jahr zusammen bekommen haben.” Allerdings hätten die Mannschaften viel weniger Anhänger mit dabei gehabt, so dass wir am Mittwoch das Zelt teilweise nur halb voll hatten.”

Noch dünner habe es am Dienstag, traditionell der besucherschwächste Tag während des Frühlingsfestes, ausgesehen. „Das gab’s noch nie: Die Band wanderte wegen der großen Hitze zunächst im Zelt von der Bühne zu den Besuchern und dann hinaus in den Biergarten. Aber das sorgte dann auch für eine ganz besondere Stimmung”, so Hasselt.

Trotz des Besucher-Rückgangs ist der Wirtschafts-Förderungs-Verband zufrieden ist mit dem Verlauf der Wiesn 2019. So habe es viel Lob für die Neugestaltung des Festplatzes gegeben. Die neue, doppelstöckige Wiesn Alm habe sich schon im ersten Jahr zum echten Renner entwickelt. Hasselt: „Das ist unserem Partner, der Firma SAS, zu verdanken.” Die sei mit diesem großen Projekt ein nicht unerhebliches Risiko eingegangen. „Die Alm verleiht unserem Frühlingsfest eine ganz besondere Note. Das Konzept passt, wir arbeiten aber natürlich weiter an Verbesserungen.“

Besonders erfreulich verlief das Wasserburger Frühlingsfest heuer aus polizeilicher Sicht. Es gab so gut wie keine außergewöhnlichen Zwischenfälle. Fünf handgreifliche Auseinandersetzungen – zwei davon im weiteren Umfeld zur Wiesn – seien rasch unter Kontrolle gewesen, heißt es von Seiten der Polizei.

Der stellvertretender Inspektionschef Richard Gottwald: „Was die Gewaltdelikte anbelangt, war vor zehn Jahren noch viel mehr los.” Er lobte allgemein die Zusammenarbeit zwischen Festleitung, Sicherheitsdienst, Rettungswache und Wasserburger Polizei, die zu Stoßzeiten auch vom Ergänzungsdienst aus Rosenheim unterstützt worden war.

 

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10 Kommentare zu “„Sicher nicht die besten Besucherzahlen”

  1. Ich war heuer fünfmal auf dem Frühlingsfest.
    Es muss auch mal erwähnt und gelobt werden: Das Forstinger Bier war heuer sehr süffig, war sehr gut.
    Das Essen auch. Für den Aufwand, der heute für ein solches Fest betrieben werden muss, sind die Preise viel zu niedrig.

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  2. Offensichtlich rechnet es sich ja für die Veranstalter, sonst würde es das Frühlingsfest ja in dieser Form nicht geben. Warum also höhere Preise verlangen? Damit die Besucherzahlen sinken oder was?

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  3. Schee wars! Respekt, was alle Beteiligten die letzten Jahre aus dem Fest gmacht ham! Hoffentlich hams trotz der beschriebenen Umstände a guads Gschäfd ghobd – sie hams verdient!

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  4. Möglicherweise haben das Frühlingsfest, oder auch andere ähnliche Bierfeste, an der sog. Gemütlichkeit verloren. Ich gehe seit ein paar Jahren nicht mehr aufs Frühlingsfest, da man sich eigentlich nur schreiend mit anderen Menschen im Bierzelt “unterhalten” kann. Vollbeschallung bis ins letzte Eck!

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  5. Im hinterem Bereich im Bierzelt glaubt man ist es ruhiger,doch da dröhnt der Bass vom Autoscooter direkt nebenan.
    Ein Hendl für 9.20 € gibt es nur teurer auf dem Oktoberfest. Und da ist wenigstens die Qualität in Ordnung.

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  6. Ich fand es super schön. Wiesn Alm war ein Traum. Man muss halt an den Tagen hingehen wo die Musik des eigenen Geschmacks spielt, dafür gibt’s ein Programm. Das die Schausteller Einbußen hatten würde ich auf die neue Einteilung zurückführen. Gleich beim Eingang Zelt und Wiesn Alm auf einer Seite da geht man auf der selben Richtung wieder nach Hause.

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  7. Ich glaube nicht, dass das Badewetter schuld an den Einbußen sind. Vielmehr sind es die Preise die es den Familien oft nicht möglich machen hier zu Essen zu gehen, nur als Beispiel Hendl 9,20 € / Käsespätzle 9,80€.
    Und 3 Bälle beim Dosen werfen für 4 € ist auch nicht gerade billig.
    Beim Abo-Essen 1,5h auf das Essen warten … na ja …

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  8. Respekt vor den Organisatoren, wieder ein tolles Fest auf die Beine gestellt.
    Leider muss ich auch sagen, dass das Preis-, Leistungsverhältnis nicht mehr so gut passt.
    Natürlich muss man auf so einem Festl mehr hinblättern und das nimmt man auch in Kauf, aber dann muss wenigstens alles stimmen.

    Die Portionen im Festzelt waren heuer eine Frechheit. Leider waren nicht alle Neuerungen ein Hit. Aber die Alm ist ein Renner!

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  9. Wir waren nur 1 x da. Die Preise sind für Wasserburg viel zu teuer geworden. Wir hatten auch eine gereizte Bedienung, die sich unverhältnismäßig beschwert hat, weil wir uns nicht fürs Tisch abräumen überschwänglich bedankt haben.
    Vor ein paar Jahren war es noch familienfreundlicher von den Preisen, vielleicht sollte man sich dahingehend wieder besinnen.

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  10. Ich finde es sehr schade, dass es das zweite Jahr in folge keine Schweinswürstel gab. Was für mich eigentlich fest zu einem Bierzelt dazu gehört.

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