Sich sonnen auf Parkbank doch erlaubt

Polizei ging zu streng vor - Da habe es wohl ein Missverständnis gegeben, so der Innenminister

image_pdfimage_print

Das wird viele freuen, die keinen Garten zuhause haben und keinen Balkon oder nur einen etwas kleineren: Das Sich-Sonnen oder Sitzen und Lesen eines Buches auf Parkbänken ist nun in Bayern doch erlaubt, auch das Sonnenbad im Park oder auf einer Wiese. Das hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann gestern in eine schriftlichen Mitteilung eigens erklärt. Da habe es wohl ein Missverständnis gegeben. Die Polizei habe das nämlich bislang als Verbot gesehen. Herrmann betonte, dass überhaupt nichts dagegen spreche, wenn sich jemand im Rahmen seines Spaziergangs allein, mit der Familie oder sonstigen Angehörigen seines Hausstandes zwischendurch auf eine Parkbank in die Sonne setze.

Dabei spiele es, laut Herrmann, für das Infektionsrisiko auch keinerlei Rolle, ob jemand dabei ein Buch oder eine Zeitung lese oder etwa ein Eis esse. Auch ein Sonnenbad im Park oder auf einer Wiese seien möglich, solange Gruppenbildungen vermieden und mindestens ein 1,5 Meter Abstand zu anderen gewahrt bleibe.

Herrmann betonte gestern zwar, auch, die Ausgangsbeschränkungs-Maßnahmen sollten auch rund um Ostern konsequent kontrolliert werden, aber mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl. Schließlich sei die Freiheit der Menschen ein überragendes Gut, niemand solle in Bayern das Gefühl haben, er würde unnötig gegängelt.

Und Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder erklärte gestern auch, dass man natürlich ein Buch auf einer Bank lesen könne. Es gehe darum, dass die Abstände eingehalten werden. Es dürfe dann eben nur einer auf der Bank sitzen – oder die Bank müsse groß genug sein, um Abstand zu halten.

Quelle BR

Schreibe einen Kommentar zu Josef Keuner Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

4 Kommentare zu “Sich sonnen auf Parkbank doch erlaubt

  1. Ich kann jeden verstehen, der raus will und in der Stadt wohnt.

    Jedoch stelle ich mir grad den Englischen Garten am Wochenende vor, wo alle 1,5-2,0m auseinandersitzen. Das wird doch voll, glaube ich. Ob sich Herr Herrmann da nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt hat …

    Antworten
  2. @Anderl, er sagt ja auch mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl, nur leider besitzen das vielleicht nur 1/10 der Menschen.

    Antworten
  3. Und das Handtuch auf der Wiese für die eigenen Kinder bleibt selbstverrrrrständlich verboten. Und wehe, die Kinder haben einen Ball.
    Söders Vorbild ist der Kurz mit seinen echt österreichischen Lösungen …

    Antworten
  4. Ich finde den Kurz gut!
    Die machen da ziemlich viel richtig!
    Man muss nicht immer auf den Anderen rumhacken!
    Und Ö3 ist auch viel besser als Bayern3!

    Antworten