Selecta neben Kniffel & Co.

25 Arbeitsplätze gesichert: Edlinger Spielzeughersteller gehört jetzt zu Schmidt-Spiele

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Der Holzspielzeughersteller Selecta mit Sitz in Edling gehört nun offiziell zum deutschen Spielwarenriesen Schmidt-Spiele aus Berlin. Nachdem Selecta im März Insolvenz angemeldet hatte (wir berichteten), reihen sich die handgefertigten Holzfiguren und Spiele nun in das Schmidt-Sortiment ein – neben Klassikern wie „Mensch ärgere dich nicht“ und „Kniffel“. Die Übernahme sei sowohl für Schmidt-Spiele, als auch für Selecta in Edling eine Chance,  hieß es heute bei einem Rundgang durch die Firma in Edling. 25 Arbeitsplätze sind gesichert.

Laut Axel Kaldenhoven (Foto rechts), dem Geschäftsführer von Schmidt-Spiele, passe das Sortiment von Selecta ideal ins Konzept. Für Kleinkinder bis drei Jahre, die Zielgruppe von Selecta, hatte der Spielzeugkonzern bisher nur wenig im Angebot, weshalb sich die Übernahme der Edlinger Firma als ideal erwies.

„Die Qualität des Selecta-Spielzeugs wollten wir unbedingt beibehalten, weshalb uns auch der Produktionsstandort in Edling wichtig ist“, so Kaldenhoven. Für die rund 25 Mitarbeiter in der Produktion bedeutet das die Sicherung ihres Arbeitsplatzes. Drei Mitarbeiter aus Buchhaltung und Auftragsabwicklung mussten jedoch durch hauseigene Fachkräfte von Schmidt-Spiele ersetzt werden.

„Natürlich ist es schlimm, wenn langjährige Mitarbeiter gekündigt werden. Besonders in so einem kleinen Team, das lässt einen nicht kalt. Aber die Übernahme ist für uns ein wichtiger Schritt, die Wirtschaftlichkeit von Selecta in den Griff zu kriegen“, so Bernhard Bies (Foto links), Produktionsleiter in Edling.

Für die bisherigen Mitarbeiter ändere sich kaum etwas. Der Vertrieb der Produkte wird zwar künftig über Schmidt-Spiele laufen, die Marke „Selecta“ wird jedoch erhalten bleiben. MP

 

Vom Baumstamm zum Spielzeug – Fotos aus der Produktion in Edling:

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Ein Gedanke zu „Selecta neben Kniffel & Co.

  1. Schade, dass ein einstiges Vorzeigeunternehmen wie Selecta in den letzten Jahren eine derartig negative Entwicklung genommen hat. Da sind meines Erachtens seitens der Verantwortlichen so manche falsche Entscheidung getroffen worden.
    Zudem wurde auf ein gutes Betriebsklima unter den Mitarbeitern eher wenig Wert gelegt. Wie in der Vergangenheit mit den weniger qualifizierten Arbeitnehmern teilweise umgegangen wurde, ist einem Traditionsunternehmen wie Selecta es ist unwürdig.
    Für die verbliebenen Mitarbeiter bleibt zu hoffen, dass unter Schmidt-Spiele in Sachen Planung/Organisation als auch in Sachen Firmenphilosophie Besserung Einzug hält.

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