Selbst ist der Schüler

Ab morgen soll der Nachwuchs eigenständig wiederholen, üben und vertiefen: Distanzlernen genannt

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Mit dem Start des Lockdowns im Freistaat lernen ab dem morgigen Mittwoch alle bayerischen Schüler nur noch zu Hause. Das Kabinett beschloss gestern – wie mehrfach berichtet – alle Schulen zu schließen, aber eine Notbetreuung anzubieten. Das betrifft auch die Kitas. Hier noch einmal, was ab morgen für die Schüler gilt. Das große, neue Zauberwort heißt wie bereits berichtet: Distanzlernen …

Rund 40 Prozent der bayerischen Schüler seien laut Kultusminister Michael Piazolo  ohnehin schon seit einer Woche zu Hause, auch alle übrigen lernen ab morgen nur noch daheim: Im Zuge des Lockdowns wird der Präsenzunterricht an allen Schulen im Freistaat eingestellt.

Schon vor drei Wochen war beschlossen worden, dass die Weihnachtsferien früher beginnen und der kommende Freitag, 18. Dezember, der letzte Schultag ist (statt 22. Dezember). Jetzt kommen weitere Änderungen hinzu.

Distanzunterricht für Abschluss-Jahrgänge

Laut Bund-Länder-Beschluss wäre es zwar möglich, zumindest die Abschluss-Jahrgänge weiter in der Schule zu unterrichten. In Brandenburg beispielsweise wird das so gehandhabt. Die bayerische Staatsregierung hat sich aber entschieden, alle Jahrgänge nach Hause zu schicken.

Die Staatsregierung wolle qualitativ hohe Abschlüsse und faire Bedingungen beibehalten. Für die Abschlussjahrgänge wird es ebenso wie für Schülerinnen und Schüler der beruflichen Schulen von Mittwoch bis Ende der Woche einen Distanzunterricht geben, bei dem im täglichen direkten Austausch Lehrer Stoff vermitteln.

Neu ist das Distanzlernen für die übrigen Schüler

Für alle anderen Schülerinnen und Schüler seien laut Piazolo Angebote zum Distanzlernen geplant. Dabei gehe es vorwiegend um eigenständiges Wiederholen, Üben und Vertiefen.

Die Lehrer sollten sich aber nicht zurücklehnen, so das Ministerium: Es werde sichergestellt, dass es bis 22. Dezember Kontakt- und Feedback-Möglichkeiten geben werde, insbesondere für Grundschüler, versprach der Kultusminister gestern …

Für die Weihnachtsferien solle es zudem Empfehlungen der Lehrer geben, falls Schüler das eine oder andere wiederholen möchten/sollten/müssten!

Quelle Bayerischer Rundfunk

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15 Kommentare zu “Selbst ist der Schüler

  1. Was heißt die Lehrer sollen sich nicht zurücklehnen? Die Lehrer haben auch keine vorgezogenen Ferien. Sie haben Montag und Dienstag Dienstpflicht. Das heißt sie werden online-Fortbildungen besuchen, in Schulhäusern neue Hygienerichtlinien umsetzen, wie Tische abkleben, die Digitalisierung voranbringen… vielleicht könnte das auch mal in den Medien erwähnt werden?

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  2. Ihr Lehrer und Erzieherinnen tut mir wirklich leid, ein ständiges hin und her, mal so mal so….

    Kinder etwas beibringen, motivieren, den Spaß nicht verlieren – auf Distanz halten usw… ich finde man könnte euch den höchsten Respekt zusprechen und dankbar sein wie ihr dass mit den Kindern täglich hin bekommt!

    Unser Grundschulkind vermisst schon jetzt seine Klasse und die Schule, wir hoffen dass es nach den Ferien wieder weiter geht und bedanken uns wirklich bei allen, die die Zeit trotz allem und vielleicht auch gerade deshalb so liebevoll mit den Kinder gestalten haben.

    Frohe Weihnachten und bleibt gesund und seid dankbar dass es uns hier im Verhältnis noch gut geht…..

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  3. J. Verständnisvoll

    Die armen Lehrer!

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  4. Achim Simon Becker

    Es wäre schön, wenn die Lehrer und auch der Rest der Beamten vielleicht mal darüber nachdenken würden, dass sie zu den Wenigen gehören, die sich keinerlei Exsistenzängste machen müssen, da ihre berufliche Zukunft durch die Gesellschaft abgesichert ist.
    Eine Sicherheit, die heute nur noch sehr Wenige haben.

    Dass man dann ständig ein Loblied auf sie singen soll, weil sie für ihr Geld auch arbeiten – also bitte.
    Da gibt es ganz andere Kämpfer, an die gar nicht gedacht wird – und die zum Ende diesen Jahres ihren Job verlieren – die erwähnt auch Keiner.

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    1. Diese ewige Neid-Debatte bringt die Gesellschaft in Sachen Zusammenhalt rund um die Coronavirus-Lage sicherlich nicht weiter!

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      1. Achim Simon Becker

        Sorry, aber das hat – was es jetzt mich angeht – mit Neid nichts zu tun.

        Ich selber bin wirtschaftlich top abgesichert und muss mir da keinen Stress machen. Nur finde ich es halt sehr borniert, als Beamter auf Lebenszeit in Zeiten wie diesen überhaupt zu jammern und sich nicht zu überlegen, wie privilegiert man ist – okay?

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  5. Völlig richtig. Wir haben ein wahnsinniges Privileg und wir sollten uns das immer wieder vor Augen führen und dankbar sein.

    Auch für den tollen Job, den wir machen dürfen.

    Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist nämlich sehr erfrischend und meist zufriedenstellend 😉

    … mir persönlich ging es nur darum, richtig zu stellen, dass die Lehrer nicht ab morgen zu Hause sitzen und vorgezogene Weihnachten genießen.

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  6. @ein lehrer – wer’s glaubt, wird seelig … das Ganze hätte in der Sommerzeit umgesetzt werden müssen … selbst ist der Schüler – auch das ist ein Wunschdenken, ach ja und die armen Lehrer – ich kann’s nimma hören …

    Meine Tochter ist seit letzter Woche zuhause und es gab genau 3 Lehrer, die online unterrichtet haben, der Rest hatte “keinen Bock” – wir müssen ja so viel tun.

    Kotz!

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    1. Ich finde Ihre Art Kritik anzubringen sehr beschämenswert – Sie sollten mal daran arbeiten!

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    2. Manche Menschen haben halt kein Benehmen! Schade!

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    3. … und leider ist es wohl ein unausrottbares Phänomen, “selig” mit Doppel-E zu schreiben, sagt ja auch was über Schulbildung aus …

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    4. Also ich finde es schon richtig nervig, immer das Gejammere der Eltern und Lehrer.

      Es hat sie niemand gezwungen, Lehrer zu werden oder Kinder auf die Welt zu bringen.

      Die einen sollen ihrer Pflicht nachkommen und ihre Kinder erziehen und ihnen auch etwas beibringen sowie in schulischen Dingen unterstützen.
      Und es nicht die Aufgabe des Staates sein lassen, die Kinder zu erziehen und zu beaufsichtigen.

      Es ist die Pflicht, den Kindern die Möglichkeit zu geben, sich zu bilden und was zu lernen.
      Und in diesem Fall haben wir einfach mal das Problem, dass dieses nicht in der Schule geht.
      Es geht aber momentan auch vieles Andere nicht.

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      1. Lassen Sie mich raten: Sie haben keine Kinder oder aber Kinder, die zumindest ein Elternteil haben, das es sich leisten kann, nicht außerhalb der eigenen vier Wände arbeiten zu müssen. Ein wenig mehr Empathie oder noch besser, Hilfe für andere, hier Eltern und Lehrer, wäre durchaus angemessen.

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        1. @Sonnia, ist es ihnen eigentlich klar das es Menschen bei uns gibt den es wirklich schlecht geht?

          Zudem es sind nicht die Kinder der Gesellschaft, sondern die Kinder der Eltern. In der Erziehung wollen sie sich ja auch nicht rein reden lassen. oder doch?

          Und das permanent jammern ist einfach nervig. Zudem immer nach Geld schreien warum bitte schön? Die Schule ist kostenlos, die Lehrkräfte werden vom Steuerzahler bezahlt.
          Auch das Kindergeld wird von den Steuerzahlern bezahlt.
          Es wird versucht von den Lehrkräften alles nur erdenklich zu machen, damit die Schüler was lernen.

          Was halten Sie davon das sich auch die Eltern mal mehr um ihre Kinder kümmern. Lernen schadet auch im Alter nicht. Möchte nicht wissen wie viele Eltern nicht zum Elternabend kommen, sich aber wie ein warmes Weißbier aufführen wenn die Kinder schlechte Noten haben.
          Und das diese sich jetzt aufregen, weil ihre Komfortzonen von ihren eigenen Kindern gestört werden.

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  7. Es ist sehr schade liebe Mutter,dass Sie und vor allem Ihre Kinder solche Erfahrungen machen müssen. Auch gibt es wie in allen Berufen sicherlich Lehrkräfte, die mit der derzeitigen Situation nicht klarkommen und jammern. Dieses Jammern geht jedoch durch viele Berufszweige und
    zahlreiche Familien, da so viele Menschen gerade einfach verunsichert sind. Auch viele Lehrkräfte sind verunsichert, ob und wann sie und ihre Familien aufgrund von mittlerweile zahlreichen positiven Fällen gefährdet sein könnten. Und dennoch hofft ein Großteil von uns, im Präsenzunterricht bleiben zu dürfen. Bitte vergessen Sie nicht, dass die meisten von uns weder borniert noch faul sind. Wir akzeptieren- wie alle anderen- alle möglichen Auflagen und versuchen trotz der Abstände mit viel Herz die Kinder zu motivieren.

    In diesem Sinne hoffe ich, dass wir nicht nur die kommenden Tage gemeinsam gut meistern werden.

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