„Seelische Gesundheit hat große Bedeutung“

„Talk seelische Gesundheit“ am Inn-Salzach-Klinikum lockt wieder viele Interessierte an

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Die Bedeutung der seelischen Gesundheit in jedem Alter, dazugehörige Behandlungsansätze und der Umgang damit, das waren die Themen, die interessierte Besucher im Festsaal des kbo-Inn-Salzach-Klinikums mit hochkarätigen Fachleuten diskutieren konnten. Professor Dr. Peter Zwanzger, Ärztlicher Direktor des Klinikums, lud bereits zum vierten Mal zum „Talk seelische Gesundheit“ ein.

Dieses Mal standen ganz besondere Gäste zum Thema „Seelische Gesundheit über die Lebensspanne“ Rede und Antwort: Armin Rösl, Journalist, Münchner Merkur, Schriftführer Deutsche DepressionsLiga, Josef Mederer, Bezirkstagspräsident von Oberbayern, Prof. Dr. Franz Joseph Freisleder, Ärztlicher Direktor, kbo-Heckscher-Klinikum gemeinnützige GmbH und Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes. Das Interesse an der interaktiven Veranstaltung war auch trotz des sommerlichen Wetters ungebrochen.

Zwar ist die Bandbreite an seelischen Erkrankungen über die Lebensspanne sehr groß, aber es kristallisierten sich doch einige Schwerpunkte heraus, die von den Besuchern (selbstverständlich anonym) thematisiert wurden. Eine wiederkehrende Frage betraf den Umgang mit seelischen Problemen oder mit dem Verdacht auf eine seelische Erkrankung, auch von Angehörigen oder Bekannten. Hier konnte der Krisendienst Psychiatrie als niedrigschwellige Anlaufstelle genannt werden, die unter der Telefonnummer 0180 / 655 3000 psychiatrische Soforthilfe anbietet – und das seit Kurzem sogar rund um die Uhr.

Als weiteres wichtiges Thema des Abends wurde in der Diskussion die immer noch herrschende Scham im Umgang mit seelischen Erkrankungen identifiziert. Dass hier zwar bereits viel Aufklärungsarbeit geleistet und die Akzeptanz erhöht werden konnte, darüber herrschte Einigkeit. Aber auch darüber, dass noch sehr viel passieren muss, damit Menschen mit einer seelischen Erkrankung und deren Angehörige keine Angst vor einer Stigmatisierung haben müssen. Veranstaltungen wie der Talk seelische Gesundheit 2018 können hierfür einen Beitrag leisten. JS

Foto: Prof. Dr. Franz Joseph Freisleder, Simone Fleischmann, Armin Rösl, Josef Mederer und Prof. Dr. Peter Zwanzger beantworteten die vielen Fragen aus dem Publikum

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