Schwieriger als gedacht

Landratsamt will besser werden und fragt sich: Wo ist die Mithilfe der Bürger?

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Das Landratsamt hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) beauftragt, 400 Bürgerinnen und Bürger telefonisch zu interviewen (wir berichteten). Die Ergebnisse dieser Befragung sollen der Behörde helfen, in der Dienstleistung und im Service besser zu werden. Die Suche nach Bürgern, die sich für die Telefon-Interviews zur Verfügung stellen, gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht …

Für die geplante Kundenbefragung werden vom Landratsamt Rosenheim noch dringend interessierte Bürgerinnen und Bürger gesucht. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) will sich dann im März oder April mit diesen in Verbindung setzen, um ein Telefoninterview zu führen.

Warum gestaltet sich die Suche nach interessierten Bürgerinnen und Bürgern so schwierig? Der Missbrauch von Daten, vor allem im Internet, sorgt offenbar für eine zunehmende Sensibilisierung, was den Umgang mit den eigenen Daten anbelangt. Trotzdem bittet der stellvertretende Landrat Josef Huber aus Babensham (unser Foto oben), alle Kundinnen und Kunden, die einen Termin in der Behörde haben und auf die Umfrage angesprochen werden, um Unterstützung.

Um ein Telefoninterview zu ermöglichen, werden neben dem Namen die Adresse und die Telefonnummer gebraucht. Diese Daten werden ausschließlich für die Befragung genutzt und nach Abschluss der Studie gelöscht. Das Landratsamt Rosenheim und die Gesellschaft für Konsumforschung, eines der größten Marktforschungsinstitute in Deutschland, garantieren die Einhaltung aller datenschutzrechtlich relevanten Vorgaben hinsichtlich Weitergabe, Nutzung und Verarbeitung, heißt es.

Das Landratsamt Rosenheim erfahre nicht, was einzelne Bürgerinnen oder Bürger gesagt haben. Stattdessen enthalte die Studie, deren Ergebnisse voraussichtlich Ende Juni vorliegen werden, lediglich Durchschnittswerte aller durchgeführten Interviews.

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