Schutz vor gefährlicher Infektion

Rosenheimer Gesundheitsamt ruft zur Grippe-Schutzimpfung auf

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Zu Beginn der neuen Grippe-Saison hat der Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes am Landratsamt Rosenheim, Dr. Wolfgang Hierl, dazu aufgerufen, sich gegen die Virusgrippe (Influenza) impfen zu lassen. Die Kosten für den Vierfach-Impfstoff übernehmen die Krankenkassen.

„Jetzt ist die beste Zeit, sich für die kommende Grippe-Saison impfen zu lassen“, sagt Dr. Hierl und unterstreicht die Notwendigkeit eines Impfschutzes: „Bei der Influenza handelt es sich nicht um eine harmlose Erkältung sondern um eine ernsthafte Infektionskrankheit. Die Grippe ist hochansteckend – von Mensch zu Mensch aber auch über verunreinigte Gegenstände wie zum Beispiel Türgriffe und Treppengeländer. Die Erkrankung kann zu schweren Verläufen mit Entzündungen von Lunge, Mittelohr, Gehirn und Herzmuskel oder gar zum Tode führen.“

Nach Angaben des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege wurden in der letzten Grippe-Saison 2017/2018 mit knapp 44.000 Influenza-Fällen so viele Erkrankungen wie noch nie seit Einführung der Meldepflicht 2001 gemeldet. Auch in der Region Rosenheim wurde mit 563 Meldefällen, davon 549 allein im Jahr 2018, ein Höchststand erreicht. In der Grippe-Saison 2016/2017 waren es 119 und 2015/2016 lediglich 38 Fälle.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt eine Schutzimpfung für Personen ab 60 Jahren, chronisch Kranke und Bewohner in Alten- und Pflegeheimen. Wichtig ist diese Impfung auch für das Personal in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Zudem sollten sich auch Schwangere ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel sowie Menschen, die beruflich ein erhöhtes Ansteckungsrisiko durch umfangreichen Publikumsverkehr haben, impfen lassen. Die Grippe-Impfung muss jährlich neu verabreicht werden.

Nachdem die Ständige Impfkommission im Januar ihre Impfempfehlungen dahingehend präzisiert hatte, dass generell ein Vierfach-Impfstoff empfohlen wird, haben die gesetzlichen Krankenkassen im April beschlossen, die Kosten dafür zu übernehmen. „Somit ist davon auszugehen, dass in dieser Grippe-Saison der Impfstoff die zirkulierenden Viren besser abbildet und die Bevölkerung noch zuverlässiger vor einer Infektion schützt“, so Dr. Hierl abschließend.

Bei Fragen zur Grippeimpfung stehen die Hausärzte, Kinder- und Frauenärzte oder das Team des Staatlichen Gesundheitsamtes zur Verfügung.

 

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