Schonstetter wehren sich

Ein Maststall für etwa 30.000 Hähnchen? Podiumsdiskussion am Donnerstag

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In Schonstett soll ein Hähnchen-Maststall für etwa 30.000 Hähnchen gebaut werden. Die Genehmigung durch die Gemeinde Schonstett wurde bereits erteilt, jetzt liegt der Antrag beim Landratsamt Rosenheim. Gegen den Bau hat sich in Schonstett vor ein paar Wochen eine Bürgerinitiative gegründet! Für die Mitglieder der BI steht Massentierhaltung im Gegensatz zu Nachhaltigkeit, Umwelt-, Natur- und Klimaschutz. Am kommenden Donnerstag wird diskutiert …

Sind Großbetriebe wie der geplante Maststall in Schonstett zukünftig die Regel oder kann eine bäuerliche Landwirtschaft in Oberbayern erhalten bleiben?

Bei der Veranstaltung unter dem Motto „Bäuerliche Landwirtschaft oder Massentierhaltung?“, die der Grünen-Kreisverband am Donnerstag, 11. April, um 20 Uhr in der Mehrzweckhalle in Schonstett unterstützt, diskutieren über die Zukunft der Landwirtschaft:

Die Landtagsabgeordnete Gisela Sengl (Bündnis 90/Die Grünen),

Gertraud Angerpointner (Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V.) und

Ludwig Maier (ÖDP).

Nicht zuletzt wegen des erfolgreichen Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ sei derzeit das Verhältnis der Landwirte zu Umweltschützern auch im Landkreis Rosenheim angespannt, so der Grünen-Kreisrat Leonhard Hinterholzer, der die Veranstaltung moderieren wird.

„Dabei liegen die Ziele nicht so weit auseinander. Denn auch Umweltschützer wollen die kleine, bäuerliche Struktur der Landwirtschaft in Oberbayern erhalten. Die Bauern sollen für ihre Arbeit einen fairen Preis erhalten und möglichst von der ausufernden Bürokratie in der Landwirtschaft befreit werden. Landwirte und Umweltschützer wollen dabei die Lebensgrundlagen für die nächsten Generationen erhalten, also nachhaltig wirtschaften“, betont Hinterholzer.

 

 

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11 Kommentare zu “Schonstetter wehren sich

  1. Wie viele Leute wollen den fairen Preis zahlen?

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  2. Ich hoffe das sich der Stall nicht durchsetzt.

    Jetzt habe ich da einige Fragen:

    Wieviel Fördermittel bekommt so ein Stall? Von welchen Geldern wird diese Projekt gefördert?
    Wer sind die Abnehmer?
    Wo kommen die Abfallprodukte hin die ein Mitteleurpäer nicht mehr isst, z.b. der Kragen?
    Welche Partein befürworten so Mammut Projekte?
    Wo kommt der ganze Hühnermist hin?
    Wieviel Hühner wohnen auf rinen 1qm? Haben die Auslauf?

    Aber so lange der Endverbraucher Die billigen Hähnchenkeulen von aldi, gut und günstig etc. kauft wird sich nichtviel dran ändern. Ausser der Staat greift rigoros durch, aber dann kommt der Bauernverband mit ihrer CSU und freien Wählern…..

    P.S: ich habe am diesen Tag leider keine Zeit diese Veranstaltung zu besuchen!

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  3. Leider wird die Infoveranstaltung von Politikern geführt die weder von Giggerlmast noch von sonstiger Landwirtschaft eine Ahnung haben geschweige denn leben müssen davon.Mit Sachverstand kann so eine Veranstaltung nicht informieren. Ist damit ein großer Biomilcherzeuger in Sachsen mit 2000 Kühen auch ein Massentierhalter? Massentierhaltung beginnt dort,wo die Betriebsinhaber nicht mehr selbst täglich in den Stall gehen. Auch 30000 Giggerl können von einer bäuerlichen Landwirtschaft gehalten werden ,ohne Umwelt Klima und Natur zu gefährden!

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  4. Wen´s koa Geld vom Staat geb´n dat ( Subventionen ), werad des an nie baut werd´n, und woanders a ned. Weil grod de Masse bei uns gfördert werd. Leider Gottes is des so, dank der grosartigen CSU und de Freien Wähler san a ned anders. I hoff das de BI Erfolg hod.

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  5. Nachdenklicher

    Für mich ist halt die Frage, muss so ein Stall gefördert werden?
    Bzw. man kann die Fördermittel anders ansetzen und da ist die Poltik gefragt!

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  6. Es war schee, wenn da Antragsteller so ehrlich war und sogn dad, ob ? und wos er an Subvention griagd, denn von da Politik erfahrd ma bestimmd nix !!!

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  7. @ Kernzlsepp:

    Das die Sprecher keine Ahnung von LWS haben das können wir unter „fake news“ abstempeln.
    Alle drei führen zu hause eine LWS, zumindest würde ich im Internet das so heraus lesen, aber wenn das nicht stimmen sollte, dann bitte ich um Klarstellung.

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  8. Lieber Herr Nachdenklicher, Frau Sengl hat einen Gartenbaubetrieb, Herr Maier arbeitet in Attel und Herr Hinterholner baut Solaranlagen auf Dächern.Einzig Frau Angerpointner betreibt eine normale LW.Wobei die Ziele der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft keineswegs das geplante Projekt in Frage stellen. Um die Größe genauer darzustellen braucht man nur die 30000 Giggerl in Großvieheinheiten (GV) umrechnen( eine GV sind 500 kg Lebendmasse) ,und das sind bei 35-42 Tagen Mast 0,0024 GVje Stück .Ich kenne den Betrieb nicht aber nehme an ca 40 ha ,das wären dann 1,6 GV je ha. Ein neugebauter Kuhstall mit Roboter und 70 plus Nachzucht und 40 ha hat 2,5 GV.Nachzurechnen für jedermann im Internet.Wo ist da also das Problem? Wir sind doch nicht am Tegernsee?

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  9. Ich bin der Meinung ohne Massentierhaltung geht es nicht mehr. Nur müssen es gleich 30.000 sein ? Was mich immer stört ist die Lasche Kontrolle seitens der zuständigen Behörden, es müsste öfters und ohne Voranmeldung
    kontrolliert werden .Sowie härtere Strafen bei nicht Einhaltung der Vorgaben.
    Wenn man die Sendung von Legehennen im Fernsehen letzte Woche gesehen hat vergeht einem das Eier- und Hendlessen. Ich frage mich wo ist da Kontrolle. .

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  10. Meines Wissens, führt Herr Maier noch nebenbei eine kleine LWS.
    Herr Hinterholzner ist oben suf dem Wahlplakat gar nicht aus Redner aufgelistet, also kann ich zu diesen Herren gar nichts sagen.
    Aber loas mas, schee redn kon ma ois.

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  11. Nachdenklicher

    Nachtrag: Frau Sengl betreibt nebenbei eine sonstige „wie Herr Kernzl das ausdrücken würde“ LWS produziert Gemüse.

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