Schon bald auf der Welle des Erfolgs?

FC Welling: Neues Fußballteam will im Altlandkreis Wasserburg für Furore sorgen

image_pdfimage_print

Was hat dieser Dorfweiher mit Fußball zu tun? Erstmal gar nichts, ist Wasser doch eher hinderlich beim Kicken. Und doch gibt es jetzt im Altlandkreis eine Elf, die ganz eng mit dem kleinen See verbunden ist: Den FC Welling! Der neu gegründete Verein nennt sich nach einem Gewässer zwischen Babensham und Schnaitsee – dem Wellinger Weiher (unser Foto). Offiziell gemeldet ist die Mannschaft, die kommende Saison in den Spielbetrieb der C-Klasse einsteigt, in Eiding, einem kleinen Ort in der Gemeinde Babensham. Wie es zu der geheimnisvollen Neugründung kam …

Letzten September saß Nevzat Alci mit ein paar Freunden seiner Hobbymannschaft bei Kaffee und Kuchen zusammen – jetzt ist er Vereinsvorstand des FC Welling. Aus einer lustigen Idee wurde schnell Realität. „Warum nicht“, dachten sich die Fußballbegeisterten und gründeten einen eigenen Verein.

Mit Spielern aus der ursprünglichen Hobbymannschaft und ein paar Neuzugängen aus Babensham, Wasserburg und Oberndorf wird der FC Welling nächstes Jahr in der C-Klasse auf Punktejagd gehen. Trainiert wird die Mannschaft von Christian Katorzka – sein Bruder spielte in der Bayernliga.

TSV Babensham, TSV Wasserburg, TSV Schnaitsee – Fußballvereine sind in der Region fast immer mit Ortsnamen verbunden. Nicht so beim FC Welling. Die Kicker mit dem Segelboot und den Wellen im Vereinsemblem benannten ihren FC nach dem kleinen, idyllischen See – dem Wellinger Weiher. Wo der liegt? Bei St. Leonhard. Am Feuerwehrhaus geht’s rechts rein Richtung Stephanskirchen und B304.

„Wir sitzen quasi alle zusammen im selben Boot“, lacht Alci. Zusammenhalt ist dem Vorsitzenden nämlich sehr wichtig. „Meiner Meinung nach ist ein Verein auch eine Art Lebenshilfe. Es geht nicht nur um das Sportliche, für uns ist der Verein ein familiäres Projekt.“ Werte wie Fairness, Toleranz und Akzeptanz stehen für ihn ganz weit oben.

Aber auch sportlich wollen die „Wellinger“ voll angreifen. „Mit viel Dynamik, einem schönen Spielsystem und einem guten Teamgefüge wollen wir in der C-Klasse für Furore sorgen. Ganz nach dem Musketier-Prinzip: Einer für alle, alle für einen“, so Alci. „Natürlich wollen wir auch aufsteigen. Sollte das nicht klappen, ist das aber auch kein Beinbruch“, so der Vorsitzende des FC Welling …

Da Welling nicht mal eine Ortschaft ist, haben sie natürlich auch keinen Fußballplatz – noch nicht. „Mittel- oder langfristig möchten wir schon unsere eigenen Sportstätten“, so Akci. Die finanziellen Mittel dafür scheinen verfügbar zu sein. Welche Sponsoren jedoch genau dahinterstecken, möchte Alci noch nicht verraten.

Vorerst aber hat der FC Welling sein neues Zuhause in Haag gefunden, 24 Kilometer vom Wellinger Weiher entfernt. Da es in Haag keine Fußballmannschaft mehr gab, hat man sich dort mit den Verantwortlichen auf einen Einjahresvertrag zur Nutzung des Haager Sportplatzes geeinigt.

Auch Vorbereitungsspiele hat der FC Welling schon geplant. Nächste Woche am Donnerstag, 5. Juli, testet man gegen den FC Grüntal III. Danach stehen noch Testspiele gegen die Zweite von Soyen und Schnaitsee an, bevor die C-Klassen-Saison beginnt und der FC Welling sein erstes Pflichtspiel der Vereinsgeschichte bestreiten wird …

Gegen wen es am ersten Spieltag geht, wird in den kommenden Tagen vom Bayerischen Fußball Verband veröffentlicht. Hier schon mal die künftigen Gegner des FC Welling in der C-Klasse 3:

Genclerbirligi Wasserburg, SV Amerang II (Absteiger), SV Vogtareuth II, SV-DJK Griesstätt II, SV Schechen II, FC Halfing II, SV Forsting-Pfaffing II, TSV Soyen II, SC 66 Rechtmehring II, SV Albaching II, SV Schonstett II.

Simon Stürmlinger

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren