„Schön, in Wasserburg zu sein!“

Neuen Kinofilm anschauen und neben einem Hauptdarsteller sitzen: Thomas Loibl im Utopia

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Sich einen neuen Kinofilm anzuschauen und direkt neben einem der Hauptdarsteller zu sitzen, das ist nicht gerade alltäglich. Der Wasserburger Stimme war genau das am Wochenende exklusiv möglich, als im Utopia der meisterhaft inszenierte Auslesefilm „Sommerhäuser“ lief. Thomas Loibl (links im Bild) konnte von Kino-Chef Rainer Gottwald herzlichst begrüßt werden …

Es ist ein Drama um eine Großfamilie, die sich wie jedes Jahr im Garten der Oma trifft. Doch im Jahrhundertsommer 1976 ist alles anders, als in den Jahren zuvor. Der Film ist ein zwischen Nostalgie und Bedrohung pendelndes, unglaublich authentisch anmutendes Familiendrama. Mit einer starken Kameraführung in Slow-Motion. Genau das ist es, was Thomas Loibl an dem Film und seinem Drehbuch von Beginn an fasziniert hatte. Diese entschleunigte Begegnung um einen schicksalhaften Sommer in einem Familiengarten, der ihn an seine eigene Kindheit erinnert.

Die so fein ausgearbeitete Atmosphäre des Films besticht und zieht in den Bann. Trotz der wenigen Worte, der kleinen Welt in sich wiederholenden Bildern entsteht zu keinem Zeitpunkt Langeweile. Unausgesprochenes hält die Spannung hoch. Mit einem überraschenden Ende …

Thomas Loibl hatte das Langfilmdebüt von Sonja Krömer sofort überzeugt. Die Arbeit habe große Freude bereitet und der Kontakt untereinander im generationen-übergreifenden Ensemble sei bestens gewesen, erzählt er. Gerne sei er ins schöne Wasserburg gekommen, um den Film vorzustellen. Beste Grüße von der Regisseurin hatte er eigens auch dabei. Und gerne diskutierte er nach dem Film mit den Besuchern.

Der leidenschaftliche Theater-Schauspieler ist bekannt von zahlreichen Fernseh-Produktionen und auch Kino-Filmen wie der Rosenmüller-Komödie Sommer in Orange oder der Romanverfilmung Die Vermessung der Welt. Zudem arbeitet er gerne als Sprecher für Hörbücher.

Thomas Loibl wurde 1969 in Brüggen am Niederrhein geboren und lebt heute in München.
Seine Ausbildung erhielt er an der Schauspielschule Bochum.
In seinem ersten Engagement am Düsseldorfer Schauspielhaus arbeitete er mit Werner Schroeter und Urs Troller.
In der Regie von Wolfgang Maria Bauer spielte er in der „Glasmenagerie“ im Münchner Volkstheater, im Schauspielhaus Zürich in der Regie von Wolf Dietrich Sprenger.
Von 1998 – 2000 war er Ensemblemitglied am Staatstheater Stuttgart.
In „Lessings Traum von Nathan dem Weisen“ spielte er den Shylock, im „Jüngsten Tag“ von Ödön von Horváth den Stationsvorsteher Thomas Hudetz und in „Die Schwärmer“ den Stader (alles in der Regie von Elmar Goerden).
In der Spielzeit 2000/01 war er an den Münchner Kammerspielen in „Parasiten“ von Marius von Mayenburg (Regie Florian Boesch) zu sehen.
2001 wechselte er mit Dieter Dorn ans Bayerische Staatsschauspie.

Hier ein kleiner Ausschnitt seiner Theater-Schauspielkunst:

2017 Residenztheater München
In einem Jahr mit 13 Monden
Macbeth
2016 Residenztheater München
Iwanow
Hexenjagd
2015 Residenztheater München
Antonius und Cleopatra
2013-15 Schauspielhaus Zürich
Schweizer Schönheit
Der Diener zweier Herren
Der Menschenfeind
2010 Schauspiel Köln
Demokratie in Abendstunden
Das Werk / Im Bus / Ein Sturz

 

Darum geht’s in seinem neuen Film Sommerhäuser, derzeit im Wasserburger Kino zu sehen:

1976. Die Sommerferien verbringt die Großfamilie wie jedes Jahr im Gartengrundstück. Dieses Jahr trifft man sich erst zur Beerdigung der Oma und eine Hitzewelle erreicht Rekordausmaße. Die Kinder machen einen Wettbewerb, wer die meisten Wespen tötet, klettern ins Baumhaus und schleichen sich aufs verwilderte Nachbargrundstück. Die Erwachsenen essen Kuchen, reden, lesen Zeitung über einen Mörder, der Kinder tötet, und streiten sich darüber, was nun mit dem Grundstück geschehen soll …

Fotos: Renate Drax

 

 

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