Schnellere Ergebnisse als vom Arzt?

Neue Studie läuft an: TU München will Corona-Frühwarnsystem aus dem Abwasser der Gemeinden entwickeln

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Schneller mögliche Corona-Neuinfektionen oder Hotspots lokalisieren: Das ist das Ziel einer neuen Studie der TU München. Vorerst werden Kläranlagen aus Bayern versuchsweise Abwasser liefern, das dann untersucht wird, meldet der BR. Mit dieser Studie an der TU München soll ein Corona-Frühwarnsystem aus dem Abwasser entstehen. Untersucht werden die Proben auf COVID 19. Ein Infizierter scheide das Virus nämlich bereits aus, auch wenn die Symptome noch nicht sehr ausgeprägt seien, sagen die Wissenschaftler. Daher sei das Virus dann auch im Abwasser zu finden.

Je nach Konzentration der Virus-Rückstände und auf einen gewissen Zeitraum gesehen könnten dann Rückschlüsse gezogen werden auf mögliche Neuinfektionen in Stadt- und Gemeindeteilen oder Straßenzügen. Ein Trend, ob und wo mehr Neuinfektionen entstanden sind, würde damit viel schneller vorliegen, als wenn Patienten mit Symptomen zum Arzt gehen würden, ein Corona-Test ausgewertet werde und die Behörden die Infektion erfassen würden.

Zudem könnten mit der Feststellung im Abwasser auch Infektionen erfasst werden von Menschen, die keine Symptome zeigen …

Ziel sei es, anhand der Konzentration des Virus im Abwasser Rückschlüsse auf die Zahl der Neuinfektionen zu ziehen. Einmal in der Woche nehmen die Laboranten ab sofort in sechs Kläranlagen daher 24-Stunden-Mischproben aus dem Zulauf des Abwassers. Stadt und Landkreis Rosenheim sind aktuell noch nicht dabei.

Die Studie soll noch einige Wochen andauern, möglicherweise können die Verfahren dann aber ab Herbst flächendeckend eingesetzt werden und frühzeitig auf mögliche neue Hotspots oder einen Anstieg der Infektionen hinweisen, heißt es.

Quelle BR

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