Schnell weht ein Sturm

Wasserschutzpolizei gibt Sicherheits-Hinweise für den Chiemsee

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Die angenehmen Wassertemperaturen locken zahlreiche Freizeitkapitäne und Badegäste an den Chiemsee. Damit der Freizeitspaß unbeschwert und unbeschadet sein kann, möchte die Wasserschutzpolizei Prien an dieser Stelle einige Sicherheits-Hinweise für das richtige Verhalten geben …


Sturmwarnung

Rund um den Chiemsee und auf den Inseln sind zwölf Sturmwarnleuchten installiert. Somit ist gewährleistet, dass von jeder Position auf dem See mindestens eine Leuchte sichtbar ist. Diese Blinkleuchten warnen die Wassersportler im Zeitraum bis 31. Oktober vor Starkwind oder Sturm.

Zu beachten ist hierbei, dass die Sturmwarnleuchten grundsätzlich nur im Zeitraum von 7 bis 22 Uhr betrieben werden.

40 Lichtblitze pro Minute bedeuten „Starkwindwarnung“. Die Wassersportler sollen darauf aufmerksam gemacht werden, dass Windstärken von sechs Beaufort (39 km/h bis 49 km/h) oder mehr auftreten können.

Bei unmittelbarer Sturmgefahr (ab acht Beaufort – 62 km/h bis 74 km/h) werden die Warnleuchten mit 90 Lichtblitzen pro Minute betrieben. Hierbei sind Wassersportler angehalten unverzüglich Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen (Rettungswesten anlegen, Ufer oder windgeschützte Stellen anlaufen …).

Die Warnungen werden vom Deutschen Wetterdienst herausgegeben und an die Integrierte Leitstelle Traunstein gemeldet. Von dort werden die Sturmwarnleuchten ein- oder ausgeschaltet.

Schwimmen und Baden

Für Schwimmer wird empfohlen an einem der zahlreichen Badeplätze ins Wasser zu gehen. Größere Schwimmstrecken sollen nur mit Bootsbegleitung durchgeführt werden, auch ist zu beachten, dass die Schifffahrtslinien möglichst nicht gekreuzt werden.

Ein Schwimmer ist, insbesondere bei Wellenbildung und Sonnenschein, für einen Schiffsführer nur schwer zu erkennen. Im Bereich der Schifffahrtslinien, und in Bereichen des Sees, an denen nicht unbedingt mit Schwimmern gerechnet werden muss, kann es somit schnell zu gefährlichen Annäherungen zwischen Schwimmer und Wasserfahrzeugen kommen.

Noch gefährlicher kann es werden, wenn bei Dunkelheit auf dem See geschwommen wird. Bereiche mit viel Schiffsverkehr, wie beispielsweise zwischen Gstadt und der Fraueninsel, sind generell nicht zum Schwimmen geeignet.

Dass Entfernungen auf dem Wasser generell zu kurz geschätzt werden, sollte auch bedacht werden, wenn man vor hat größere Strecken schwimmend zurückzulegen. So kann es leicht vorkommen, dass der angepeilte Punkt weiter entfernt ist, als gedacht. Wird die eigene Leistungsfähigkeit überschritten, kann der Schwimmer schnell in lebensbedrohliche Situationen geraten. Bei Erkennen derartige Notfälle, bitte umgehend Polizei und Wasserrettung alarmieren.

Foto: hö

 

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