„Schnaitsee ist eine Radreise wert“

Gisela Sengl, MdL der Grünen, einen ganzen Tag lang zu Besuch - Eine Bilanz

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Angetan war Gisela Sengl vom Biolandhof von Hans Schmid in Bernöd (unser Foto) – ist sie doch selbst Biobäuerin: Die Landtagsabgeordnete der Grünen besuchte jetzt einen ganzen Tag lang die Gemeinde Schnaitsee. „Diese schöne Gemeinde ist wirklich eine Radreise wert. Allerdings musste ich da ganz schön schnaufen bei den vielen Buckeln, die wir erklimmen mussten.“ Im Gasthof „Zur Post“ und im Rathaus wurde sie von Bürgermeister Thomas Schmidinger begrüßt, der der Landespolitikerin alles Wissenswerte über die Gemeinde Schnaitsee übermittelte.

Der Start war an der Waldhauser Pfarrkirche. Hier gab Josef Unterforsthuber erste Erläuterungen zu den Einwohnerzahlen und besonders zum bevorstehenden Neubau des Dorfgemeinschafts-Hauses in der Ortsmitte.

Nach der ersten „Bergwertung“ hieß Biolandbauer Hans Schmid die Raddelegation auf seinem Hog willkommen. Die Biobäuerin Sengl zeigte sich restlos überzeugt vom Konzept ihres Kollegen Schmid.

Besonders der „Wunderapfelbaum“ und der Erdkeller, wo ohne Energie zu verbrauchen das Obst haltbar ist, standen im Mittelpunkt der Wanderung durch die Streuobstwiesen. Da durfte hier eine Aprikose und dort ein Apfel probiert werden.

Im Biotop hätten sich die Radler am liebsten sofort niedergelassen und Radltour Radltour sein lassen. Nach der Besichtigung der Obstpresse, wo jeder Anlieferung garantiert den Saft des eigenen Obstes bekommt, hieß es weiter fahren. Die Biolangschweine auf dem Hof von Dr. Schwingenstein interessierten die Radfahrer. „Da sieht man, wie es auch gehen kann“ lobte Sengl die Art der Schweinehaltung in Hermannstetten.

Nach dem dritten steilen Berg machte die Delegation Mittagsrast bei Traudl und Manfred Ederer. Hier kam auch Bürgermeister Thomas Schmidinger dazu und stand den interessierten Gästen Rede und Antwort rund um die Gemeinde. In lockerer Biergarten-Atmosphäre wurden geplante Kombiklassen in der Schule, leerstehende Kindergärten am Nachmittag, der Bürgerwindpark Schnaitsee, der stockende Breitbandausbau, die Innenverdichtung, die Probleme einer Flächengemeinde mit 118 Ortsteilen und vieles mehr diskutiert.

Stolz zeigte Schmidinger das neue Rathaus, das den Gästen große Anerkennung entlockte. Hier überreicht Schmidinger eine Schnaitseer Chronik und beide tauschte Biomarmeladen aus dem jeweiligen Garten aus.

Außerplanmäßig begleitete Schmidinger die Gäste an den Weitsee. „Ah, oh, wie schön“ lobte Sengl dieses im Süden des Landkreises unbekannte Kleinod.

BN-Vorsitzender Alois Dirnaichner, der an diesem Tag Badeaufsicht hatte, erläuterte den Gästen das Risiko der derzeitigen Witterung für den See. „Momentan ist die Wasserqualität im See wirklich sehr gut. Aber wenn bei – irgendwann kommenden – starken Regengüssen übermäßig Nährstoffe und Nitrat eingespült wird, herrscht größte Gefahr für die Fische im See.“

Als letzten Anlaufpunkt wurde der Straußenhof in Allerding erradelt. Hier erläuterte Eigentümer Marcus Scherr sein Konzept mit den ungewohnten Tieren.

Insgesamt hatte Sengl großes Lob für die Gemeinde parat. „Schnaitsee hat sehr Vieles, dass hier den Aufenthalt lebenswert macht. Es war für mich ein wundervoller Tag mit tollen Erfahrungen.“

uk

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