Sauerei am Innufer

Nach den ersten warmen Tagen: Scherben und Müll an der Kapuzinerinsel

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„Ich versteh das nicht. Wenn ich da an dieser wunderbaren Stelle kostenlos feiern kann, verlass ich doch die Natur dann wieder so, wie ich sie vorgefunden hab“, schüttelt ein junger Wasserburger, der nicht genannt werden will, den Kopf. Er hat die letzten Tage jede Menge Müll am Innufer auf Höhe der Kapuziner-Insel eingesammelt. Dort hatte am vergangenen Wochenende eine größere Gruppe Menschen die ersten sonnigen Tage gefeiert – und ließ dann einfach ihren Unrat zurück. Besonders gefährlich für spielende Kinder:

Auch jede Menge Scherben blieben im Ufersand liegen. Der Wasserburger hat sich die Mühe gemacht, den Müll einzusammeln. Sein Appell: „Leute, räumt doch Euren Unrat einfach zusammen. Damit unser schönes Innufer so bleibt, wie es ist.“

Gestern meldet sich übrigens noch ein Familienvater, der zusammen mit zehn anderen Familien am vergangenen Sonntag am Innufer ein größeres Picknick veranstaltet hatte. „Wir waren die mit den Sonnenschirmen. Ich versichere aber, dass wir hinterher den Platz absolut sauber verlassen haben. Die Sauerei muss nach uns passiert sein.“

 

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7 Gedanken zu „Sauerei am Innufer

  1. Florian Schmid

    Man beachte die Müllberge, die jedes Jahr an der Vogthereuter Staustufe entstehen durch unsere naturbewussten Mitmenschen, die von der Stadt entfliehen wollen, um die Natur zu genießen?! Jede Sau ist sauberer als der Mensch …

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  2. Dem stimme ich voll und ganz zu! Auch ich stelle bei meinem täglichen Marsch fest, dass soviel Müll liegen gelassen wird – warum???!!! Warum müssen leere Flaschen, wenn man sie nicht selbst wieder mitnimmt, auch noch zerschlagen werden???!!! Ich sammle auch und entsorge es in den nächsten Mülleimer. Es stehen doch genug rum! Unser Heinz ist seit Jahren unser „Saubermann“ (vielen Dank!) – wenn wir ihn nicht hätten sähe es in unserer Altstadt sicher bald aus wie z.B. in Neapel….

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  3. Naturliebhaber

    Das ist heutzutage leider ein weit verbreitetes Problem. Und selbst wenn man die tatsächlich meist jüngeren Leute höflich und nicht aggressiv darauf anspricht, bemerkt man null Unrechtsbewusstsein. Hier wären Erziehung und positive erwachsene Vorbilder dringend erforderlich gewesen.

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  4. Den bisherigen drei Kommentatoren ist natürlich voll zuzustimmen.

    Ich frage mich aber, wie kann man solches Verhalten ändern?

    Vielleicht sollte man noch intensiver Umweltbewusstsein in Kindergärten, Kinderhorten, Schulen, Vereinen und in Jugendgruppen unserer Nachfolge-Generation nahe bringen.
    Zwar ein langwieriger Prozess, aber möglicherweise ein erfolgreicher.
    Denn offensichtlich ist zu vielen Personen solches Fehlverhalten nicht mehr abzugewöhnen. Also versuchen, das Problem von ganz unten in die richtige Richtung zu lenken.

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    1. Leider ist es der kleine Teil der Bevölkerung der aufällt, und schon heißt es wieder „die Jugend von heute“. Der größte Teil bleibt leider unauffällig, eben weil er schaut dass sein Müll fachgerecht entsogt wird, oder anderer Leute Müll aufhebt ohne an die Presse zu gehen. Versteht mich nicht falsch, ich heiße es nicht Gut, dass es Menschen gibt die sichwie Saubären aufführen und / oder keinen Respekt vor fremden Eigentum oder Allgemeingut haben, dennoch wäre es sicher übertrieben alle über einen Kamm zu schären, als ob die Erziehung bei einer gesamten Generation veragt hätte.

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  5. Korbinian Polk

    Auf der Kapuzinerinsel selbst natürlich schwierig, aber am Innufer braucht es definitiv mehr und vor allem größere Mülltonnen. Das appellieren ist schön und gut aber wenn es keine einfache Möglichkeit gibt den Müll zu entsorgen sind Feiernde oft halt einfach zu wurstig. Ist nunmal so.

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    1. Was gibt es da zu diskutieren. Was ich mitbringe, nehme ich wieder mit nach Hause.

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