Samel eröffnet wieder Theatertage

Heuer in Begleitung des Klarinettisten Jure Robek - Start am 29. Mai

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Zum 15. Mal eröffnet heuer Schauspieler Udo Samel die Theatertage in Wasserburg. In diesem Jahr ist er in Begleitung von Klarinettist Jure Robek und liest aus „Atempause“ von Primo Levi. Die Eröffnung findet am 29. Mai statt.

Udo Samel, geboren 1953 in Eitelsbach bei Trier, Absolvent der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt am Main, ist seit 1978 als Schauspieler auf Bühnen im deutschsprachigen Raum zugange, darunter Berliner Schaubühne, Schauspiel Frankfurt, Wiener Burgtheater, Salzburger Festspiele und Schauspielhaus Graz.

 

Seit ebenso langer Zeit ist er auch in Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, unter anderem in „Mit meinen heißen Tränen“, „Alles auf Zucker“, „Die Klavierspielerin“, „Mein bester Feind“ und „Babylon Berlin“. Zu den Auszeichnungen, die Udo Samel erhielt, zählen der Deutsche Darstellerpreis, der Adolf-Grimme-Preis und der Nestroy-Theaterpreis.

 

Jure Robek ist ein slowenischer Klarinettist. Er arbeitet als Kammermusiker und Solist. Neben seinem Studium an der Musikhochschule Trossingen sammelte er Erfahrungen in der Jungen Oper Stuttgart, bei Baltic Sea Philharmonic und als Solist mit dem Orchester der Slowenischen Philharmonie. Meisterkurse bei Professoren wie Charles Neidich, Anthony Pay, Lorenzo Copolla, Chaim Taub, Noam Greenberg, Mate Bekavac, Ernesto Molinari sowie ein Studium der historischen Klarinette bei Prof. Ernst Schlader bereicherten seine musikalische Ausbildung. Beheimatet auf allen Instrumenten der Klarinettenfamilie spielt er auch auf zahlreichen Festivals, unter anderem  Rolandseck Festival, Mizmorim Festival und Dartington Festival.

 

Primo Levi, aus dessem Werk Samel liest, wurde 1919 in Turin geboren und studierte dort Chemie. Ende 1943 wurde er als Mitglied der Resistenza verhaftet und im Februar 1944 nach Auschwitz deportiert. Nach seiner Befreiung aus dem Konzentrationslager machte sich der italienische Chemiker auf den Heimweg. Mehrere Monate dauerte die Odyssee, die Primo Levi von Polen in die Ukraine, nach Rumänien, Ungarn und schließlich nach Turin führte. Als Übergang aus dem traumatischen Wahnsystem des Lagers zurück in die Welt schildert er diese Zeit in seinem persönlichen Rückblick.

 

Die Eröffnung ist am Mittwoch, 29. Mai, um 20 Uhr im Theater Wasserburg.

Das darauf folgende Programm – Beginn jeweils um 20 Uhr:

Donnerstag, 30. Mai – Metropoltheater München – „Atmen“ von Duncan Macmillan.
Atemloser Dialog über Beziehungen, die Welt und die Suche nach dem Platz darin.

Freitag, 31. Mai – Theater … und so fort München – „Am Ende beginnt“ von Petra Wintersteller. Ein Geschwisterpaar auf Konversationssuche am Totenbett des Vaters.

Samstag, 1. Juni – Theater Plan B München – „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt. Mehr als ein Lehrstück über Schuld, Rache und Versuchung.

Sonntag, 2. Juni – Zentraltheater München – „Wir kommen“ von Ronja von Rönne.
Therapeutisches Tagebuch gegen die Panik und für das Überleben mit Freunden.

Montag, 3. Juni – Company Eick Burghausen – „Macbeth“ – eine immersive Beschauung.
Exkursion zur dünnhäutig gewordenen Demokratie unserer Tage – frei nach Shakespeare.

Dienstag, 4. Juni – Spiel.Werk Ansbach – „Schwarzweiß“ – Performance nach Charlie Chaplin. Von Glücksmomenten und Existenzangst, von Kraft und Mut auf dem Weg zum Ziel.

Mittwoch, 5. Juni – Cabaret des Grauens Burghausen – „Indien“ von Josef Hader.
Das komische Grauen der Sehnsüchte und Ängste jenseits des Tellerrands.

Donnerstag, 6.  Juni – Neue Bühne Bruck – „Die Geschichte von den Pandabären“ von Matéi Visniec. Verschwimmende Grenzen zwischen Tag und Nacht, Traum und Wirklichkeit.

Freitag, 7. Juni  – Sensemble Augsburg – „Heilig Abend“ von Daniel Kehlmann
Eine Frau, ein Mann, ein Verhör. Die Zeit läuft …

Samstag, 8. Juni– La Triviata – Impro-Oper.
Ein Impro-Format unter dem Motto: „Lassen Sie sich eropern!“.

Sonntag, 9. Juni – Theater Wasserburg – Leonce & Lena von Georg Büchner.
Im Maschinenraum des Menschseins.
im Anschluss: Preisverleihung Theatertage-Sieger 2019

 

Die Schirmherrschaft liegt beim Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, vertreten durch Bernd Sibler. Durch eine Jury werden zwei Preise vergeben: ein Inszenierungspreis in Höhe von 4000 Euro, ausgelobt vom Verband Freie Darstellende Künste Bayern e.V., und ein Darstellerpreis in Höhe von 1500 Euro, ausgelobt vom Landkreis Rosenheim. Die Auszeichnungen werden bereits am letzten Abend der Theatertage, Sonntag, 9. Juni, überreicht. An diesem Abend wird zum Abschluss auch die aktuelle Eigenproduktion des Theaters Wasserburg, „Leonce und „Lena“, gezeigt. Wer vier Vorstellungen der 15. Wasserburger Theatertage besucht, bekommt den Eintritt zur fünften Vorstellung geschenkt.

Mehr Informationen sowie Karten und tagesaktuelle Hinweise zu Spielplanänderungen gibt es über www.theaterwasserburg.de. Karten im Vorverkauf sind in der Gäste-Information, im Innkaufhaus und bei Versandprofi Gartner in Wasserburg sowie beim Kulturpunkt Isen-Taufkirchen und im Kroiss TicketZentrum Rosenheim erhältlich. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

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