S-Bahn nicht vor 2030

Strecke Reitmehring-Ebersberg soll bis 2026 elektrifiziert werden – Anbindung in die Altstadt kein Thema

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Weil bei den Bahn-Planungen alles voneinander abhängt, verschiebt sich der Zeithorizont für einen Anschluss Wasserburgs ans Schnellbahnnetz gewaltig in die Zukunft. Voraussetzung dafür ist eine Elektrifizierung der Trasse des Filzenexpress von Ebersberg nach Reitmehring, die in sechs Jahren fertiggestellt werden soll, wie der Ebersberger Landrat Robert Niedergesäß im Gespräch mit der Wasserburger Stimme berichtete. Bei der jüngsten der regelmäßigen Konferenzen mit Bürgermeistern der Anrainergemeinden sowie mit Rosenheims Landrat Otto Lederer, sei beschlossen worden, dass es keine Verschlechterung beim Zugverkehr nach Reitmehring geben dürfe.

„Geplant ist ein 30-Minuten-Takt“, so Niedergesäß. Dies setzt allerdings die Fertigstellung  von Begegnungsgleisen zwischen Grafing Bahnhof und Grafing Stadt sowie zwischen Grafing Stadt und Ebersberg voraus.

 

Im Vordergrund stehe zudem die Inbetriebnahme der zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München, von der weitere Maßnahmen abhängen. „Der Zeitpunkt dafür ist 2028“, so der Ebersberger Landrat, „wobei es bei Großprojekten dieser Art immer wieder zu Verzögerungen kommen kann.“. Die Züge nach Wasserburg sollen außerdem barrierefrei sein, wofür die Bahnsteige an den Haltestellen angepasst werden müssen.

Berücksichtige man all diese Schritte, sei eine S-Bahn erst in zehn Jahren realistisch.

 

Vom Urteil des Leipziger Bundesverwaltungsgerichtes, das für die Bahn-Anbindung von Reitmehring in die Wasserburger Altstadt das Aus bedeutete (wir berichteten), habe man zur Kenntnis genommen. „Es wurden aber keinerlei Aussagen für etwaige Zukunftsperspektiven getroffen“, berichtet Landrat Niedergesäß.

 

Árchivfoto: Pixabay

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