Rott hat jetzt ein Café „Memory”

Betreuungsgruppe für Pflegebedürftige und Menschen mit Demenz eingerichtet

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Nach einer gelungenen und gut besuchten Informationsveranstaltung startet das neue Rotter AWO-Café „Memory” zum ersten Mal am 15. April. Von 14 bis 18 Uhr findet die Betreuungsgruppe für Pflegebedürftige und Menschen mit Demenz in den Räumlichkeiten des Trachtenvereins im Kaiserhof 3 statt. Künftig wird das AWO-Café „Memory” dann jeden dritten Montag im Monat stattfinden. Bei Bedarf kann das monatliche Angebot auch auf einen zweiwöchigen Rhythmus erweitert werden.

Unser Foto zeigt das engagierte Team des AWO Café Memory Rott (von links): 

Resi Utzinger, Maria Kirchhuber, Marion Schmid-Dunkel, der Rotter Bürgermeister Marinus Schaber, Elisabeth Wilker, Rita Neugebauer, Hildegard Heinzl, der Einrichtungsleiter AWO Seniorenzentrum Feldkirchen Westerham – Enver Krivaca – Josefine Sewald, Sozialpädagogin Stefanie Schmid, Schulungsleiterin Brigitte Umlauf, Christine Rothmeier und Sylvia Zemanek.

Nicht auf dem Bild: Rosalie Maier, Ingrid Müller.

In dieser Zeit erfahren die Besucher in geselliger Atmosphäre Aktivierung durch jahreszeitliche Anregungen, Biografie- und Erinnerungsarbeit, kognitive Angebote durch Gedächtnistraining oder Gesellschaftsspiele, körperliche Aktivität durch Bewegungsübungen- und spielen und vieles mehr.

Es geht dabei um den Erhalt von Fähigkeiten und Ressourcen und der Vermeidung von Unter- oder Überforderung. Auch der soziale Kontakt hat eine wichtige Bedeutung bei den Angeboten in der Gruppe. Alle Angebote während dem AWO-Café richten sich nach den Wünschen und Bedürfnissen der Besucher.

Zahlreiche engagierte, ehrenamtliche Helferinnen haben in den vergangenen Monaten erfolgreich eine 40stündige Schulung bei der erfahrenen Altenpflegerin und Gerontofachkraft Brigitte Umlauf absolviert.

Umlauf begleitet die bereits bestehenden AWO-Cafés in Tacherting, Obing, Traunreut und Trostberg. Diese erfreuen sich seit einigen Jahren großer Beliebtheit. Zudem sind einige ehrenamtliche Helfer Fachkräfte aus der Kranken- und Altenpflege sowie der Behindertenhilfe.

Über ein so gut aufgestelltes Team freut sich Josefine Sewald, Vorsitzende des AWO-Ortsvereins Rott.

Sie und Sylvia Zemanek sind die Initiatorinnen des Projektes und konnten durch ihr großes Engagement viele Ehrenamtliche in Rott für ihre Idee gewinnen. Zudem fanden sie mit dem AWO-Seniorenzentrum Feldkirchen-Westerham einen erfahrenen Träger für das Projekt.

Sozialpädagogin Stefanie Schmid arbeitet seit 2009 im Seniorenzentrum Feldkirchen-Westerham und bringt viel Erfahrung in der Betreuung von demenzkranken Menschen in das AWOCafé Rott ein. Zudem kann sie auch bei Fragen rund um Entlastungsmöglichkeiten im Rahmen der Pflegeversicherung Hilfe und Unterstützung anbieten.

Die Kosten von 40 Euro für die vierstündige Betreuung und Verpflegung mit Kaffee, Kuchen und Getränken können ab dem Pflegegrad 1 über den monatlichen Entlastungsbetrag abgerechnet werden.

Das AWO-Café „Memory” Rott ist durch das ZBFS (Zentrum Bayern Familie und Soziales) als Angebot zur Unterstützung im Alltag anerkannt und kann so direkt mit den Pflegekassen abrechnen. Angehörige müssen bei den Kosten nicht in Vorleistung gehen.

Mit dem AWO-Café entsteht somit in der Gemeinde Rott ein geselliger Treffpunkt für Menschen mit Demenz und zugleich ein Entlastungsangebot für pflegende Angehörige. In den vier Stunden, in denen die engmaschige und fachliche Betreuung im Café gewährleistet ist, kann sich der Angehörige Zeit für sich nehmen. Auch Bürgermeister Marinus Schaber freut sich über das neue Angebot für ältere Menschen in seiner Gemeinde.

Beim Informationsabend sagte er dem Projekt seine volle Unterstützung zu. Große Unterstützung erfährt das Team das AWO Café auch durch den Trachtenverein und dem Vorsitzenden Peter Winklmeier.

Der Trachtenverein stellt seine Räumlichkeiten zur Verfügung, ohne diese würde das Demenz-Café nicht stattfinden können, da Barrierefreiheit als Voraussetzung gelten. Auch die Vertreter der Kirchengemeinden, wie der katholische Pfarrer Herbert Weingärtner oder evangelische Pfarrer Holger Möller begrüßten die Initiative.

Telefonische Voranmeldungen für das AWO-Café „Memory”: AWO-Ortsverein ,Vorsitzende Josefine Sewald, Telefon 08039 / 1386 oder bei Sozialpädagogin Stefanie Schmid, Telefon 08063/ 20 7713

 

 

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