„Rote Karte“ am Luftballon-Stand

Erste Einsätze der Polizei beim Rosenheimer Herbstfest - Stänkerer und Langfinger

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Das Rosenheimer Herbstfest ist seit dem Wochenende in vollem Gang. Für die Wiesnwache und die Beamten der Polizeiinspektion Rosenheim (unser Foto) begannen damit wieder 16 lange und fast auch immer ereignisreiche Arbeitstage. Ein Blick auf die ersten Einsätze …

Unser Foto unten von links: Einsatzleiter Polizeioberrat Volker Klarner, Inspekteur der Bayerischen Polizei Harald Pickert, Polizei-Vizepräsidentin Eva Schichl und Polizeipräsident Robert Kopp wünschen sich eine friedliche Wiesnzeit in Rosenheim …

Der Samstag:

Zu vorgerückter Stunde und mit einsetzendem Regen kam es zu den ersten Einsätzen für die Wiesnbeamten. Der ein oder andere Stänkerer wusste sich nicht mehr zu benehmen und verbrachte die Nacht in der Ausnüchterungszelle der Polizeiinspektion Rosenheim.

Unbandig stark fühlte sich ein 25-jähriger Tiroler, der mit über zwei Promille am Proseccostadl vorbeigehende Besucher anpöbelte. Da sich der Bursch auch nicht vom Sicherheitsdienst und den Beamten der Wiesnwache beruhigen ließ, musste er in Gewahrsam genommen werden. Zu der Übernachtung im Polizeiarrest kassierte der Tiroler noch eines der ersten Wiesnverbote.

Langfinger machen leider auch vor dem Herbstfest nicht halt. Die Polizei bittet die Festbesucher ihre Wertgegenstände und insbesondere mitgeführte Taschen und Rucksäcke niemals unbeobachtet zu lassen. Diese Erfahrung mussten am Samstag leider auch zwei junge Wiesn-Dirndl aus dem Landkreis Rosenheim machen. Nach der Fahrt mit einem Fahrgeschäft waren die abgestellten Taschen weg. Vom Dieb fehlt bislang jede Spur. 

Wegen Widerstand und Beleidigung wird sich demnächst auch ein 39-jähriger Rosenheimer strafrechtlich verantworten müssen. Beim Verlassen des Festgeländes beleidigte der Mann zwei Polizeibeamte und zeigte sich deutlich aggressiv. Schließlich musste der alkoholisierte Stänkerer in Gewahrsam genommen werden und leistete hierbei noch Widerstand.

Pünktlich zum Bundesliga-Start fühlte sich ein 20-jähriger Österreicher zum Anstoß berufen. Der selbsternannte Stürmer verwechselte das runde Leder mit der bunten Vielfalt des Luftballonstandes und erhielt für diesen Regelverstoß die rote Karte in Form eines Wiesnverbots.

Der Sonntag

Am gestrigen Sonntag-Nachmittag dann hatte ein achtjähriges Mädchen im Bereich des Glückshafens ihre Mama und ihren Papa aus den Augen verloren und suchte verzweifelt nach diesen. Die Beamten der Wiesnwache machten sich sofort auf die Suche und konnten nur wenige Minuten später die besorgten und dann auch überglücklichen Eltern ausfindig machen. Nach der erfolgreichen Familienzusammenführung konnte der Wiesnbesuch fortgesetzt werden.

„Völlig daneben“ benahm sich ein 33-jähriger Rosenheimer auf dem Festgelände. Vermutlich aufgrund des deutlich zu hohen Alkoholkonsums störte der „Stänkerer“ mehrfach polizeiliche Maßnahmen und zeigte sich äußerst aggressiv gegenüber den Wiesnwachbeamten, so dass er einen Platzverweis erhielt.

Nachdem der Unbelehrbare diesem trotz mehrfachen Wiederholens nicht Folge leistete, durfte er die Nacht in der Arrestzelle verbringen. Doch damit noch nicht genug: Bei der Verbringung zur Polizeiinspektion beleidigte der Wiesnbesucher die eingesetzten Beamten massiv und wehrte sich erheblich. Dabei verletzte er einen Polizisten leicht an der Hand. Der Vorfall wurde mit der polizeilichen Bodycam aufgezeichnet.

Eine folgenschwere Verfehlung leistete sich ein 24-jähriger Wiesngast aus Baden-Württemberg. Der mit gut zwei Promille „ausgestattete“ junge Herr verwechselte seinen persönlichen „Glückshafen“ mit dem echten Glückshafen und urinierte freiweg in einen davor aufgestellten Mülleimer. Die Folgen für den „Wildbiesler“ waren ein Wiesnverbot und ein saftiger Bußgeldbescheid.

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