Ross und Reiter im Ruhestand

Bayerns dienstältester Polizeireiter und sein Hannoveraner „Vulkan" beenden Dienstzeit

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Am heutigen Dienstag  wurden die beiden dienstältesten Akteure der Bayerischen Polizeireitergruppen gleichzeitig in den Ruhestand verabschiedet. Nach 42 Jahren im Dienste der Bayerischen Polizei geht Polizeihauptkommissar Uwe Meixner mit Ablauf des Oktobers in seinen wohlverdienten Ruhestand. Gleichzeitig scheidet auch sein treuer, vierbeiniger Kollege, der 21-jährige Hannoveraner Wallach „Vulkan“, aus dem aktiven Polizeidienst aus. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurden die Verdienste der beiden Protagonisten um die Reitergruppe Rosenheim gewürdigt. 

Uwe Meixner trat im Jahr 1977 seinen Dienst bei der Bayerischen Polizei an und war nach seiner Ausbildung bei der Grenzpolizeistation Kiefersfelden Autobahn eingesetzt. Nach einem kurzen Gastspiel beim Einsatzzug der damaligen Polizeidirektion Rosenheim, wechselte Meixner im Jahr 1987 zur neu gegründeten „Reiterstaffel Rosenheim“ und war somit eines der Gründungsmitglieder. Der begeisterte Reiter und geprüfte Reitwart übte lange Jahre das Amt des stellvertretenden Truppführers aus, ehe er im Jahr 2009 mit der Führung der Reitergruppe Rosenheim betraut wurde. Mit Uwe Meixner tritt der dienstälteste und wohl erfahrenste bayerische Polizeireiter in den Ruhestand ein.

Sein dienstliches Geschehen war geprägt von der Planung und den durchgeführten Streifen mit seinen Dienstpferden im gesamten Dienstbereich und auch darüber hinaus. In der Vorbereitung und während des Einsatzes rund um den G7-Gipfel auf Schloss Elmau im Jahr 2015 zeigte sich Meixner für die Organisation der berittenen Polizeieinheiten verantwortlich. Und genau dort schloss er letzte Woche sein dienstliches Kapitel als Polizeireiter ab. Er war zusammen mit „Vulkan” im Rahmen der Ministerpräsidentenkonferenz auf Schloss Elmau eingesetzt.

Auch reitsportliche Erfolge konnte der passionierte Pferdefreund während seiner Laufbahn verzeichnen. So errang Uwe Meixner im Jahr 1988 im Rahmen eines international besetzten Reitturniers des Polizeipräsidiums München den dritten Platz sowohl als Einzelreiter als auch mit der Mannschaft seiner Rosenheimer Polizeireiter.

Gleichzeitig zum Reiter wurde auch sein treuester Kollege, der 21-jährige Hannoveraner Wallach „Vulkan“ aus dem aktiven Polizeidienst verabschiedet. Vulkan ist das dienstälteste Pferd der Bayerischen Polizei und war seit dem Jahr 2003 Dienstpferd in Rosenheim. Seit 2015 bildete „Vulkan“ mit Uwe Meixner ein unzertrennliches und stets verlässliches Duo.

Schließlich kann auch „Vulkan“ aus beinahe 16 Jahren Dienstzeit einiges an Erfahrung aufbieten. Wo er seine Pension verbringen darf, ist noch nicht abschließend geklärt. Vorübergehend bleibt er den Polizeireitern noch als passiver Akteur erhalten.

Die Verabschiedung von Roß und Reiter nahm Polizeivizepräsidentin Eva Schichl zum Anlass, sich herzlich bei dem zuverlässigen Paar für die engagierte und zuverlässige Dienstverrichtung zu bedanken und den beiden alles erdenklich Gute für den bevorstehenden Ruhestand zu wünschen. Auch Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer überbrachte als Patin der Rosenheimer Polizeireitergruppe ihre besten Glückwünsche für die Zukunft in der wohlverdienten Pension.

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