Rosenheim verschärft Maßnahmen

Seit heute, Donnerstag, hat die kreisfreie Stadt Rosenheim die kritische Grenze von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner der letzten sieben Tage überschritten. Nach aktuellsten Zahlen des Rosenheimer Gesundheitsamtes am heutigen Spätnachmittag liegt die 7-Tage-Inzidenz für die kreisfreie Stadt Rosenheim nun bei 66,3. Die Infektionen konzentrieren sich auf die Altersgruppe der 15- bis 59-jährigen. Zudem hat es ein sogenanntes „Superspreader“-Ereignis gegeben, bei dem 14 Menschen durch einen Infizierten angesteckt wurden. Auf die steigenden Infektionszahlen reagiert die Stadt Rosenheim nun mit verschärften Maßnahmen.

Ab Samstag, 10. Oktober, 0 Uhr, (Nacht von Freitag auf Samstag) gelten folgende Bestimmungen:

 

Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum wird auf Gruppen von bis zu fünf Personen beschränkt.

 

Der Teilnehmerkreis von Zusammenkünften in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken wird auf Gruppen von bis zu fünf Personen beschränkt.

 

Die zulässige Anzahl der Teilnehmer an Veranstaltungen wird auf bis zu maximal 25 Personen in geschlossenen Räumen oder auf bis zu maximal 50 Personen unter freiem Himmel beschränkt.

 

In privaten Räumen sind keine Feierlichkeiten mit mehr als 25 Teilnehmern erlaubt.

 

Der Konsum von Alkohol in den Fußgängerzonen, den öffentlichen Grünanlagen und den städtischen Erholungsgebieten (Mangfallpark, Happinger Seen) wird untersagt.

 

Die Abgabe von Speisen und Getränken zum Verzehr an Ort und Stelle ist in der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr untersagt.

 

Verstöße gegen diese Allgemeinverfügung stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro geahndet werden können. 

 

Die Allgemeinverfügung tritt mit Wirkung ab dem 10. Oktober, 0 Uhr, in Kraft und gilt zunächst bis zum Ablauf des 16. Oktober.

 

Der neuerliche Anstieg der Fallzahlen bereitet der Stadt Rosenheim erhebliche Sorgen. Oberbürgermeister Andreas März: „Die Infektionsketten sind nach Angaben des Rosenheimer Gesundheitsamtes teilweise nicht mehr nachvollziehbar. Deshalb ist jetzt in besonderer Weise die Selbstdisziplin jedes Einzelnen gefragt. Mit den neuen Beschränkungen tragen wir der Verschärfung des Infektionsgeschehens Rechnung. Ich appelliere zudem eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich zu Hause, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit an die AHA-Regeln zu halten. Das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Metern, die Hygienemaßnahmen mit Husten- und Niesregeln sowie regelmäßigem Händewaschen sind wichtig. Dazu kommen sollte gerade jetzt im Herbst ein infektionsschutzgerechtes Lüften, um die Ansteckungsgefahr in Innenräumen während der kalten Jahreszeit zu verringern.“