Rosenheim über dem Frühwarnwert: 37,9!

Neue Corona-Regeln: Was gilt nun in geschlossenen Räumen, was im Freien? Wie viele Freunde dürfen sich treffen?

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Wieder hat die Stadt Rosenheim den ersten kritischen Frühwarnwert von 35 überschritten, wie das Robert-Koch-Institut am heutigen Mittwochmorgen meldet: 37,9 ist der aktuelle Wert der Corona-Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen bezogen auf 100.000 Einwohner. Der Landkreis liegt heute bei 20,3. In Städten und Regionen mit vielen Corona-Infektionen sollen ab sofort private Feiern eingeschränkt werden. Was gilt in öffentlichen Räumen, was in privaten? Wie viele Freunde dürfen sich treffen?

Bereits ab 35 Neuinfektionen sind die örtlichen Gesundheitsämter jetzt verpflichtet, das Gesundheitsministerium über die Ursache der steigenden Fallzahlen und über lokale Gegenmaßnahmen zu informieren. Die vergangenen Wochen hätten gezeigt, dass gerade Feierlichkeiten im Familien- oder Freundeskreis Infektionen verbreiten könnten, heißt es im Beschlusspapier von Bund und Ländern aus der vergangenen Woche vom 29. September (wir berichteten).

Alle Bürger werden gebeten, in jedem Einzelfall kritisch abzuwägen, ob, wie und in welchem Umfang private Feiern notwendig und mit Blick auf das Infektionsgeschehen vertretbar seien.

Wieviel Personen dürfen privat und öffentlich bei einer Inzidenz über 35 zusammen feiern?
Wenn es in einem Landkreis/einer Stadt binnen sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Menschen gibt, dürfen in öffentlichen oder angemieteten Räumen maximal 50 Personen gemeinsam feiern.

Für Partys in Privaträumen wird eine maximale Teilnehmerzahl von 25 Menschen dringend empfohlen.

Wer darf zusammen feiern bei einer Inzidenz von über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern?
Wenn es in einem Landkreis/einer Stadt binnen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gibt, dürfen höchstens noch 25 Menschen in öffentlichen Räumen feiern. Für Feiern in Privaträumen wird eine Obergrenze von zehn Teilnehmern dringlich empfohlen.

Mit wie viel Freunden darf ich mich bei einer Inzidenz über 50 im Biergarten oder Gasthaus treffen?
In Corona-Hotspots dürfen sich in Gaststätten oder im öffentlichen Raum nicht mehr zehn, sondern nur noch fünf Personen treffen. Es sei denn, sie sind direkte Verwandte oder gehören maximal zwei verschiedenen Haushalten an.

 

 

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13 Kommentare zu “Rosenheim über dem Frühwarnwert: 37,9!

  1. Soll das jetzt ein lebenlang so weiter gehen? Corona wird nicht verschwinden auch nicht mit einem impfstoff. Ein virus ist dafür einfach zu schlau, bestes beispiel ebola ( galt als ausgerottet) und zack 3 ausbrüche auf madagaskar dieses jahr. Lasst die menschen selbst entscheiden und sie frei lassen… (…) …

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    1. Werte(r) Schluss,
      der Vergleich von Sars-CoV2 mit Ebola hinkt nicht nur, er geht an zwei Krücken.
      Das könnten Sie wissen, wenn Sie sich etwas informieren würden. Für Ihr Streben nach Freiheit, wäre das sicherlich förderlich. Je mehr seriöse Erkenntnisse Sie zum Thema Coronavirus und einem vernünftigen Umgang damit gewinnen, desto größer wird Ihre persönlich Freiheit.

      Das ist natürlich anstrengend und geht mit Verantwortung einher.
      Wenn sich Ihr Freiheitsdrang jedoch lediglich darin erschöpft, in einem anonym veröffentlichten Kommentar auf die Rechtschreibregeln zu pfeifen, sollten Sie über Ihre Karriere als FreiheitskämpferIn nochmal nachdenken.

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      1. Danke für diesen treffenden Kommentar!!!!! Einfach nur super.

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  2. In Rosenheim scheinen die hellsten Lichter zu wohnen. Zum dritten mal Bundes-Hotspot.

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  3. @gwendolyn wenn sie schon soviel gebildeter und mehr über corona und ebola wissen, wie sonst jemand. Dann sind diese 2 fragen genau richtig für sie. 1. Was hat es mit menschlichkeit und zusammenhalt und auf andere achten auf sich während corona, wenn ein sohn seine eigene mutter bei der beerdigung des vaters bzw ehemanns, nicht trösten darf wegen der coronaregeln und ein 1,5m abstand eingehalten werden muss zu den menschen eines anderen ausstands????
    2. Warum hinkt der vergleich ebola und corona? Weil ebola zu 1000% tödlicher ist wie corona? Und corona am ende vielleicht doch nicht so schlimm ist. Und die aktuellen zahlen sagen es doch schon. Bitte gewndolyn ihr part.

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    1. Liebe Sonja, mir scheint Sie sind gerade sehr aufgewühlt und vielleicht auch ein wenig zornig. Das tut mir leid.
      Ich bleibe aber dabei, dass Wissen und Information nicht nur Freiheit verschaffen sondern auch gegen Wut und Angst helfen. Zumindest ist das bei mir so und könnte vielleicht auch für Sie ein Weg sein. Seriöse Informationen zu dem Thema sind in großer Zahl vorhanden und niedrigschwellig zugänglich. Über ein digitales Endgerät verfügen Sie ja. Zu den Unterschieden zwischen Corona und Ebola äußerte sich Prof. Drosten in einem Podcast in der Reihe Pandemia am 4.10.20 sehr verständlich und er erklärt dort auch, dass sich das Coronavirus im Laufe der Zeit (10-20Jahre) abschwächen wird. Prof. Ciesek erläuterte im Podcast Coronavirusupdate gestern den aktuellen Stand der Forschung zu Therapiemöglichkeiten. Ebenfalls gestern ist ein Interview mit Prof. Drosten erschienen, der aufzeigt, wie wir gut über den Winter kommen und dennoch ein soziales Miteinander haben können. Die genannten Beispiele sind frei in Netz verfügbar. Sie können sich auch weiterbilden, Sie müssen nur wollen. Kurz zum Ebolavirus: der Übertragungsweg ist ein anderer.
      Auf Basis der vorhandenen Informationen bin ich zu dem Schluss gelangt, dass ich für mich persönlich eine Ansteckung mit dem Coronavirus vermeiden möchte. Ich möchte auch alles dafür tun, dass sich mein enges Umfeld nicht infiziert. Ich trage Maske, ich habe die Coronawarnapp installiert und versuche mich in meinen alltäglichen Entscheidungen vernünftig zu verhalten. Das hat bislang sehr gut funktioniert. Ich sehe meine Familie regelmäßig und wir umarmen uns auch. Geht ja, wenn man sich ansonsten vernünftig verhält. Aber da muss man momentan halt überlegen, wo man seine Prioritäten setzt.
      Zu Ihrer Beerdigungsgeschichte: Wer um alles in der Welt hat denn diese Umarmung verboten? Sorry, aber die Geschichte zieht nicht. Und wenn es nicht so traurig wäre, müsste man fast lachen. Dass gerade diejenigen, bei denen die Leugnung, bei denen die Verschwörungstheorie unterschwellig immer mitschwingt, die gerne von Schlafschafen sprechen, dass gerade die sich hier in überzogener Umsetzung der Kontaktbeschränkungen üben möchten. In dem von Ihnen geschilderten Fall würde ich sagen, der Sohn hatte eine ganz einfache Entscheidung: Mann oder Memme.

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  4. @ Gwendolyn oder Gott? Mit welchem Recht und welcher Arroganz gehen Sie über durchaus berechtigte Gedanken Ihrer Mitmenschen und vor allem deren Gefühle und deren Ehre hinweg?
    Ja es gibt sehr viele, sehr unterschiedliche, auch sehr hinterfragenswerte Informationen.. Ich bin vom Fach und finde derzeit keinen klaren roten Faden in medizinischer Hinsicht, aber viel Angstmache und Chaos.
    Das wir unsere Abwehr stärken sollen, davon sagt niemand was. Die Angst schädigt zusätzlich.

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    1. Liebe Paula, so wie Sie nehme ich mein Recht auf freie Meinungsäußerung wahr. Dass Sie davon unangenehm berührt werden, ist bedauerlich.

      Ich stimme nicht mit Ihnen überein, dass derzeit Angst und Chaos verbreitet werden.

      Mein Eindruck ist, es wird, durchaus sachlich und faktenbasiert, gewarnt. Und ich muss Ihnen sagen, das erwarte ich auch von einer Regierung.

      Die Erkenntnis, dass ein gestärktes Immunsystem ganz grundsätzlich von Vorteil ist, ist – denke ich – Teil der Allgemeinbildung.
      Das muss uns allen kein Ministerpräsident in einer Pressekonferenz, kein Virologe in einem Podcast und kein selbsternannter Experte in der YouTube-Uni erläutern.

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  5. Dass das Coronavirus in 10 – 20 Jahren abgeschwächt sein wird, ist schön und gut aber bis dahin ist die Menschlichkeit verschwunden. Außerdem wird es immer wieder einen Virus geben der uns vor eine Herausforderung stellt.
    Ich bin der Meinung, dass inzwischen ein Unterschied zwischen INFIZIERTE und ERKRANKTE gemacht werden muss. Denn wenn man sich die Zahl in Stadt /Landkreis und auch Nachbarlandkreis anschaut, fällt auf, die Zahl der Infizieren steigt zwar, die Zahl der Erkrankten bzw behandlungsbedürftigen Patienten in den KH’s sind minimal. Aus diesem Grund sind die weiteren Einschränkungen für mich nicht nachvollziehbar.

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  6. @gwendolyn sich auf einen virologen zu stürzen, ist nicht gerade klug, gerade der drosten, der auch schon so oft falsch lag.

    Und die corona app, die nicht mal richtig funktioniert, zeugt nicht gerade von sicherheit.

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    1. Lieber Theo, ich „stürze“ mich nicht auf Prof. Drosten (der gute Mann hat wahrlich gerade genug zu tun), ich „stütze“ höchstens meine Argumentation auf seine Aussagen. „Gerade der Drosten“ ist halt nun mal einer der weltweit führenden Experten für genau das Virus, das uns gerade umtreibt. Drosten hat seine Standpunkte im Laufe der letzten Monate auf Basis neuer Fakten korrigiert. Das lieber Theo ist Wissenschaft!
      Was an der Coronawarnapp funktioniert denn genau nicht? Hat irgendjemand behauptet, sie sei mehr als ein Werkzeug von vielen? Mehr mitmachen statt motzen wäre in diesem Zusammenhang wirklich wünschenswert.

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  7. Auf was soll man sich sonst stützen, wenn man sich nicht auf Aussagen von Virologen stützen soll?

    Klar liegen die auch nicht immer richtig. Aber was ist schon 100% richtig?

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  8. .. das war ja zu erwarten, schliesslich wird es draussen kühler und immer mehr Leute halten sich über einen längeren Zeitraum in schlecht durchlüftenden Räumen auf..

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